Analysesoftware
Rasante Suche nach Talenten

Analysesoftware soll die Arbeit in Personalabteilungen verbessern: Ob zur Stimmungsumfrage, Talentsuche in der Belegschaft oder dem Aufspüren von neuen Kräften. Auch der Mittelstand testet solche Lösungen nun.
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Am Anfang ist der Klick, am Ende der Workshop: Wenn die Beschäftigten von BAD, einem Dienstleister für Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik, alle zwei Jahre bei der elektronischen Umfrage ihres Arbeitgebers mitmachen, können sie sicher sein, dass bald Ergebnisse folgen. Gut 70 Fragen warten auf die rund 3.000 Angestellten. Eine Software durchforstet anschließend die Datenmasse. „So wissen wir, wo der Schuh bei den Mitarbeitern drückt“, sagt Bernd Siegemund, Vorsitzender der Geschäftsführung. Einige Wochen später beginnen dann deutschlandweit speziell abgestimmte Schulungen für Führungskräfte, um den errechneten Ergebnissen auch Taten folgen zu lassen.

Ob Stimmungsumfrage, Talentsuche in der Belegschaft oder das Aufspüren von neuen Kräften - im Personalmanagement helfen IT-Lösungen dabei, große Datenmengen zu generieren und sinnvoll zu verarbeiten. Den Nutzen erkennen zunehmend auch kleinere Firmen. Belastbare Analysen statt Bauchgefühl - das soll die Personaler entlasten und ihre Arbeit nachweislich verbessern.

„Noch führen viele Unternehmen Maßnahmen ein, ohne sie verlässlich evaluieren zu können“, sagt Torsten Biemann, Professor für Personalmanagement an der Universität Mannheim. Das sollen die Analyseprogramme ändern. Personalarbeit wird so messbar. „Das ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung“, so Biemann.

Schon länger im Einsatz sind solche Programme für die Personalarbeit in globalen Konzernen. Dank Cloud-Computing finden sie jetzt auch im Mittelstand stärker Anwendung. In Firmen mit weniger als 500 Mitarbeitern, so Experten, ergebe ein Einsatz jedoch nur selten Sinn. Die Software verlangt nach einer gewissen Datenbasis, um hilfreiche Ergebnisse zu liefern.

Schon stärker verbreitet im Personalmanagement sind Programme, die einen generellen Marktüberblick verschaffen. Dabei helfen sogenannte Benchmark-Daten, die zugekauft werden können. So lassen sich etwa Gehaltsdaten und Zufriedenheitswerte der Mitarbeiter mit den Daten der regionalen oder auch internationalen Wettbewerber vergleichen. Auch BAD nutzt ein solches Angebot. Man kennt dabei die Grenzen: „Die Kultur bei Befragungen unterscheidet sich international durchaus“, sagt Siegemund.

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Bereits vorhandene Daten endlich auswerten

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