Management
Chefs, macht eure Leute glücklich!

Überwachung als Führungsmethode hat ausgedient. Vorgesetzte sollten sich das Glück der Mitarbeiter zum Ziel nehmen – glückliche Beschäftigte arbeiten nämlich effizienter, zeigt die Forschung. Ein Gastbeitrag.
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Leider spukt dieses Menschenbild immer noch in vielen Manager-Köpfen herum: Der Mensch habe grundsätzlich eine angeborene Abscheu vor jeder Arbeit und versuche sie daher stets zu vermeiden. Angestellte müssten deshalb kontrolliert und mit Strafen bedroht werden, um überhaupt etwas Produktives zu leisten.

Es ist das Menschenbild der Ökonomen der sogenannten Neoklassik, das bis vor kurzem noch weite Teile der Volks- und Betriebswirtschaftslehre prägte. Douglas McGregor, einer der Gründerväter des modernen Managements, sprach schon vor fast 60 Jahren von der Existenz zweier gegensätzlicher Menschenbilder im Wirtschaftsleben.

Die „X-Theorie“, wie McGregor sie nannte, entspricht dem Menschenbild der Neoklassik: Sie geht ohne Belege davon aus, dass die meisten Menschen, also auch die Angestellten, geführt werden und Verantwortung vermeiden wollen. Die Neoklassik spricht hier auch von Arbeitsleid, dass durch den Lohn als Schmerzensgeld entschädigt werden muss. Man arbeite also nur, um sich Konsumgüter leisten zu können.

Der „Y-Theorie“ entspricht das gegenläufige Menschenbild, das durch die Glücksforschung empirisch belegt ist. Demnach kann Arbeit eine Quelle der Zufriedenheit mit dem Leben sein. Wenn Menschen sich mit den Zielen der Organisation identifizieren, sind externe Kontrollen unnötig, weil sie sich selbst disziplinieren und eigene Initiative entwickeln.

Wir wissen aus der Glücksforschung, dass Arbeit unter diesen Bedingungen neben gelingenden sozialen Beziehungen und physischer und psychischer Gesundheit ein wesentlicher „Glückfaktor“ ist. Damit sie das sein kann, müssen jedoch im Unternehmen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein.

Kommentare zu " Management: Chefs, macht eure Leute glücklich!"

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  • Naja, so einfach ist das nicht. Es gibt auch Leute, die generell faul oder dumm sind oder einfach keinen Bock haben. Und die soll der Chef dann noch hätscheln? Ich denke nicht. Genauso wie es sehr viele schlechte Vorgesetzte gibt, gibt es auch sehr viele schlechte Mitarbeiter. Also bitte keine Pauschalisierungen.

  • Überwachung als Führungsmethode hat ausgedient. Vorgesetzte sollten sich das Glück der Mitarbeiter zum Ziel nehmen – glückliche Beschäftigte arbeiten nämlich effizienter, zeigt die Forschung.


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    § 1 .... für alle Chefs : Mitarbeiter sind das höchste Gut des Unternehmens !

    ABER...was erkennt jeder Mitarbeiter eher ???

    Bei schlechte Lage der Firma sind die Mitarbeiter die ersten die dann darunter leiden....

    entweder mit mehr Druck von oben...oder dann mit Entlassungen.

    WENN aber die Mitarbeiter vorher auf mancher Fehler hinweist dann wird man entweder gemobbt oder als Rebell abgestempelt.

    Mehr Mitspracherecht ist in alle Unternehmer erforderlich...stattdessen werden immer mehr Stamm-Mitarbeiter entlassen und dafür immer mehr Leiharbeiter eingestellt.





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