
DüsseldorfElinor Ostrom ist einer dieser Frauen, vor deren Leistung ich den Hut ziehe. Die Amerikanerin hat gleich zwei Dinge geschafft, die beeindruckend sind. Sie hat ein Dogma gestürzt, indem sie bewiesen hat, dass gemeinschaftlicher Besitz an natürlichen Ressourcen nicht zu dessen Ruin führt. Mit ihren Arbeiten hat die leidenschaftliche und humorvolle Politikwissenschaftlerin, die vor neun Monaten im Alter von 78 Jahren gestorben ist, die neoliberale Überzeugung widerlegt, dass der Mensch ein egoistisch handelndes Wesen ist - die heilige Kuh der Ökonomie.
Dafür heimste Ostrom vor vier Jahren als erste Frau überhaupt in der pompösen Stockholmer Konzerthalle den Wirtschaftsnobelpreis ein. Und zwar nicht für ein Modell, das kaum ein Laie versteht, denn Ostroms Arbeiten über philippinische Fischer und Schweizer Bergbauern sind herrlich anschaulich. Damit hat sie es weit gebracht, obwohl sie in den 50er Jahren nicht zum Ökonomiestudium zugelassen wurde, weil das für Frauen als „ungeeignet“ bezeichnet wurde.
Von klein auf verhalten sich die Geschlechter sehr unterschiedlich. Die Psychologie erklärt das mit den ungleichen Entwicklungsanforderungen, die an Mädchen und Jungen gestellt werden. So reagieren Mädchen schon im Kindergartenalter auf Fotos oder Erzählungen mit negativem Inhalt einfühlsamer als Jungen.
Mädchen teilen bereitwilliger mit anderen als Jungen. Und Mädchen im Grundschulalter kümmern sich mehr um kranke Kinder als Jungen.
Mädchen spielen bereits im Kindergartenalter intimere Spiele, während Jungs Konkurrenzspiele bevorzugen.
Während Jungen dazu neigen, andere zu unterbrechen und zu bedrohen, um ihre Interessen durchzusetzen, versuchen Mädchengruppen Konsens herzustellen und achten darauf, dass jedes Mitglied einer Gruppe zu seinem Recht kommt.
Mädchen sprechen mehr miteinander über ihre Gefühle, tauschen "Geheimnisse" aus und zeigen im alter von 11 Jahren mehr Einfühlungsfähigkeit als Jungen. Und sie denken mehr über sich und andere Menschen nach.
Mädchen sind mehr als Jungs daran interessiert, stabile Freundschaften aufzubauen und zu erhalten.
Mädchen machen Vorschläge, während Jungen direkte Anweisungen geben, um andere Menschen zu beeinflussen. In Beziehungen lernen Jungen sehr früh, in Beziehungen der dominante Teil zu sein und treffen auf Mädchen, die gelernt haben, Rücksicht zu nehmen und auf Gegenseitigkeit Wert zu legen.
Anders als Jungs, die sich meist nur auf ihre eigenen Interessen konzentrieren und sich kaum "in die Schuhe anderer stellen", machen Mädchen sich Gedanken, wie ihre Gefühle und ihre Wünsche auf andere wirken. Sie haben "Beziehungsachtsamkeit".
Mädchen sind schon als Dreijährige deutlich seltener zum Leistungswettbewerb mit Gleichaltrigen bereit als Jungen.
(Quelle: Ursula Nuber, "Was bin ich ohne dich?", Campus-Verlag)
Jahrelang hat sich die geistreiche Forscherin mit der Frage beschäftigt, wie es gelingen kann, mit gemeinsam genutzten, knappen Ressourcen wie Wäldern, Meeren oder der Atmosphäre so umzugehen, dass alle Menschen ihre Bedürfnisse langfristig befriedigen können. Sie plädiert dafür, die Menschen vor Ort an der Lösung der Probleme zu beteiligen und deren Fähigkeit zur Selbstorganisation wahrzunehmen und zu unterstützen. Nur so entstehen Respekt, Zusammenhalt und Verantwortlichkeit für die Gemeingüter dieser Welt.
Faszinierend an ihren Arbeiten ist, dass sie sich genauso gut auch auf „moderne Gemeingüter“ wie Urban Gardening, Open Software, Open-Design-Projekte und Wissens-Almenden wie Wikipedia übertragen lassen und auch Firmenchefs können aus Ostroms Beobachtungen lernen. So ist auch ein Unternehmen eine Gemeinschaft, in der es um Vertrauen und gemeinschaftliche Verantwortung geht. „Auch hier erreicht man Ziele besser, wenn man auf die Selbstorganisation setzt. Die Sichtweise von oben nach unten ist überholt“, erklärte Ostrom vor zwei Jahren einem Interview. „Es würde nicht schaden, Mitarbeitern mehr Selbstverantwortung zuzutrauen.
2010: 2,0 Prozent
2011: 2,5 Prozent
2012: 3,6 Prozent
2010: 4,2 Prozent
2011: 5,4 Prozent
2012: 5,1 Prozent
2010: 3,8 Prozent
2011: 3,3 Prozent
2012: 4,6 Prozent
Ganz entscheidend sei dabei die Bedeutung von klaren Regeln, die für Fairness sorgen. „Am Anfang sind die Leute oft misstrauisch. Erst wenn sie merken, dass sich andere nicht heimlich Vorteile verschaffen, entwickeln sie Vertrauen.“ Und: „Die Leute müssen wieder mehr lernen, miteinander zu arbeiten, zu kommunizieren und Verantwortung dafür zu übernehmen, was vor der eigenen Haustür passiert.“ Hut ab, Elinor! (Carina Groh-Kontio)

Was der Artikel vor allem darlegt, daß die Presseleute schwer verhaltensgestört sind.
Wäre der Artikel eine Huldigung an die Frau, erzeugte der auch keinen Widerstand, aber sowas fließt nur aus der Feder eines großen Literaten wie Oskar Wilde oder Henry Miller. Jeder andere erzeugt dabei Beklemmung und fürchterliche Peinlichkeit.
Weil man im Grunde gar nicht weiß, was dieses gender-mainstreaming überhaupt verlangt, feiert man blöde mit, gibt hündisch im vorauseilendem Gehorsam.
Wie wär's mit Strumpfhosen und Stöckelschuhe? Schließlich ist der Schwanz nur anerzogen?
Es ist ja auch nicht das private Wohnzimmer, wo sowas Unappetitliches serviert wird, sondern die Öffentlichkeit. Also bitte keine lauten Klagen!
Und das Niveau ist überall gleich, ob die Bild-Propaganda auf der Straße mit diesen monströsen Weiberköpfen, die untermalt sind mit sinnentleerten Phrasen, und die eine Nähe herstellen, welcher ein normaler Mensch nur von seiner Katze dulden würde, oder diese aufgesetzten Lobhudeleien in der Presse.
Die Ideologie ist überhaupt nicht homogen, sondern bloß zusammengerührt aus Behauptungen, die kein Ganzes ergeben. Das alles ist nur saudummes Gequatsche, um eine Rechtfertigung zu simulieren für eine in jeder Beziehung völlig entgleiste Kaste; das ist nicht nur keine Gehirnwäsche, das ist der totale Schwachsinn! Von außen schaut's nämlich ganz elend und erbärmlich aus, alle wolle man uns glauben mache, Verhaltensstörungen seien erstrebenswerter Zustand.
Wenn Freud das erlebt hätte, der hätte sich erschossen!
Das alles ist so unendlich p e i n l i c h und w i d e r l i c h!

Unsere Frauen des Jahres? Diesen Heldinnen wollen wir danke sagen? - Wer ist "unsere"? Wer ist "wir"? - Sich so ranzuwanzen, das ist widerlich! Und der Erguß ist noch widerlicher!

100. Weltfrauentag
:
Unsere Frauen des Jahres!
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HB wirds schon richten..
Freitag nachmittag noch Aufmacher unter
"unsere Frauen des Jahres"
Samstags schon unter Büro zu finden...
möglichst im Vorzimmer.
Waren eh keine Heldinnen bei.
Die wahren Vorbilder,müssen immer noch mit
Leib,Seele und Leben bezahlen.
Werden praktisch ausgemerzt und sprachlos
gehalten.
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