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Aktuelle Studie: Jeder Zweite ist mit seinem Job unzufrieden

In Skandinavien und Osteuropa top, in Deutschland flop: Die Stimmung in deutschen Büros ist auf einen Tiefpunkt angekommen. Experten warnen vor einem Verlust der Firmen-Produktivität.

Ein Ort zum Wohlfühlen ist das Büro in Deutschland in vielen Fällen nicht. Quelle: Advocard
Ein Ort zum Wohlfühlen ist das Büro in Deutschland in vielen Fällen nicht. Quelle: Advocard

Düsseldorf"Büro ist wie Achterbahnfahren. Wenn man es täglich acht Stunden machen muss, kotzt man irgendwann." Mit solchen Sprüchen stellt TV-Boss Stromberg in der gleichnamigen Serie Quotenrekorde auf. Als Horrorchef hat Schauspieler Christoph Maria Herbst die Lacher auf seiner Seite. Doch der Serien-Büroalltag scheint das deutsche Arbeitsleben akkurat abzubilden.

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Jeder zweite Arbeitnehmer empfindet das Klima am Arbeitsplatz als schlecht. Das schreibt die Personalberatung Hay Group in einer Studie, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt. Die Zahlen beziehen sich auf Beschäftigte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Insgesamt wurden 72.000 europäische Arbeitnehmer zwischen Januar 2009 und März 2011 im Internet befragt.

Osteuropäer sind zufriedener

Glaubt man den Experten, ist die Stimmung in deutschen Büros so schlecht wie selten zuvor. Das bestätigt auch eine Untersuchung des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) an der Universität Duisburg-Essen. Demnach hat die Zufriedenheit in den letzten 30 Jahren kontinuierlich abgenommen. Mitte der 1980er-Jahre beobachteten die Wissenschaftler noch Zufriedenheitswerte, die heute nur einzelne skandinavische Länder erreichen.

Während die Zufriedenheit der Nachbarländer stieg, nahm sie in Deutschland ab. So stellte es das Arbeitsministerium bereits 2005 fest. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland im Mittelfeld. Franzosen und Italiener sind unzufriedener. In Skandinavien und Osteuropa finden die meisten Angestellten ihr Unternehmensklima angenehm.

Gut schnitten Länder ab, in denen unbürokratische Strukturen am Arbeitsplatz ausgeprägt sind. In Schweden etwa können sich Arbeitnehmer ihre Zeit oft flexibel einteilen und den Job gut mit ihrer Familie vereinbaren.

Wo Mitarbeiter wenig Mitspracherechte haben, ist die Unzufriedenheit groß. Frankreich etwa pflegt eine strenge Unternehmenshierarchie. Nur rund ein Drittel der Beschäftigten ist zufrieden.

  • 10.08.2011, 16:01 UhrAnonymer Benutzer: Ergo

    Komisch,immer wieder dieselben befriedigenden Artikel für die Erniedrigten und Beleidigten zu bestimmten Zeiten.Jetzt auch schon bei HB.
    Ich weiß nicht genau was sie bewirken,aber ich komme noch dahinter,verlaßt Euch drauf.

  • 10.08.2011, 15:13 UhrToronto

    Die Arbeitsbedingungen in der BRD sind EXTREM familien - und mitarbeiterfeindlich, der autortiäre Führungsstil vieler Bosse kommt aus dem Mittelalter. Die Arbeitsverdichtung ist wesentlich zerstörerischer als das moderate Arbeitstempo in Kanada oder auch vielen( allen anderen?) europäischen Ländern. Die Löhne dagegen haben immer öfter 3.Welt Niveau.

    Wen wundert es also, dass selbst die Arbeitszufriedenheit so gering ist, geringer als in der Ukraine?

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