
Yahoo-Chefin Marissa Mayer ruft ihre Truppen zur Ordnung und erwartet von ihren Mitarbeitern im Home-Office, dass sie schnellstmöglich wieder zurück ins Büro kommen. War es nicht gerade noch en vogue, seine Leute dort werkeln zu lassen, wo ihnen die besten Ideen in den Kopf kommen?
Was Yahoo jetzt braucht, ist ein Biotop für Kreativität. Ein inspirierendes Umfeld, ein fröhliches Miteinander, ein reger Gedankenaustauch und spielerischer Wettbewerb lassen Ideen geradezu sprudeln. Allein im spärlichen Home-Office gibt es solche Bedingungen nicht.

Lange Arbeitswege, verstopfte Straßen, öffentliche Verkehrsmittel: Das raubt doch jedem Mitarbeiter viel Zeit und Nerven. Statt genervt und abgekämpft im Büro zu erscheinen, könnte der Mitarbeiter doch genauso gut zu Hause sitzen, oder?
Bei all den technologischen Machbarkeiten wird oft übersehen, was Menschen wirklich brauchen: Soziale Kontakte, spürbare Anerkennung, Wertschätzung und Verbundenheit. Das ist es, wonach wir am meisten lechzen. Verbundenheit entsteht durch wiederkehrende, für alle sichtbare Zuneigung und durch gemeinsames Handeln. An Heimarbeitsplätzen gibt es davon nicht viel. Führungskräfte tun also gut daran, Gemeinschaft und Zusammenhalt auch physisch zu fördern.
Was sorgt im Büro für Stress? Der Personaldienstleister Robert Half hat im höheren Management nach den wichtigsten Gründen gefragt. Dabei gaben 18 Prozent der Befragten zu viel Verantwortung oder ständiges an die-Arbeit-denken auch in der Freizeit als Grund für Stress bei der Arbeit an. Nur in Tschechien können die Beschäftigten außerhalb des Arbeitsplatzes schwerer abschalten - dort gaben 28 Prozent an, dauernd an die Arbeit denken zu müssen. Auf der anderen Seite der Skala ist Luxemburg: nur fünf Prozent haben dort dieses Problem.
Keinen Stress haben dagegen nur sieben Prozent der deutschen Befragten. Genauso niedrig ist der Anteil derer, die ihren aktuellen Job nicht mögen.
Unangemessener Druck vom Chef nannten 27 Prozent der Befragten hierzulande als Stressgrund. In Brasilien sind es dagegen 44 Prozent.
Wenn der Chef sich eher um sein Handicap kümmert, statt ordentlich zu führen: 28 Prozent der Befragten sind mit der Managementfähigkeit des Chefs unglücklich. Das Unvermögen des führenden Managers, das zu Stress führt, scheint in Luxemburg relativ unbekannt zu sein - nur 11 Prozent der Befragten sind dort mit den Befragten unglücklich, in Dubai sind es gar neun Prozent.
Dass unangenehme Kollegen oder fieser Büroklatsch zu Stress führen kann, ist allgemein bekannt. Dementsprechend führen auch 31 Prozent der Befragten das als Stressgrund an - der Anteil derer, die das ähnlich sehen, liegen in allen anderen Ländern fast gleich hoch - außer in Brasilien: 60 Prozent der Befragten geben unangenehme Kollegen und fiesen Büroklatsch als Stressgrund an.
Ein weitere Stressgrund: personelle Unterbesetzung. 41 Prozent der Befragten sehen das als wichtigen Grund für Stress bei der Arbeit an - ein Wert, der fast in allen Ländern ähnlich ist.
Doch am problematischsten, laut der Studie: die hohe Arbeitsbelastung. 51 Prozent der Befragten gaben dies als Stressgrund an. Deutschland liegt damit im Schnitt, auch in den anderen elf Ländern ist ein ähnlich hoher Anteil der gleichen Meinung.
Mayer hat sich wohl vor allem daran gestört, dass man von vielen Mitarbeitern gar nicht mehr so recht wusste, was sie eigentlich machen. Ist dieses Misstrauen nicht ein Schritt zurück im Zeitalter der mobilen Arbeitswelt?
Ok, ja, ohne Vertrauen wäre kein einziger Schritt möglich in unserer komplexen Arbeitswelt. Vertrauen steigert das Tempo, sein feiger Gegenspieler, die kleinliche Kontrolle, verlangsamt es. Und Vertrauen ist ein Tauschgeschäft, das mit einem Vertrauensvorschuss beginnt.
Damit ist natürlich nicht Blauäugigkeit und blindes Vertrauen gemeint. Denn blindes Vertrauen ist naiv. Dem wachsamen Vertrauen eine Chance zu geben, das ist klug. Wer zeigt, dass er Vertrauen verdient, dem wird ein guter Chef dann schnell den nötigen Freiraum geben.
Fragt man eine Frau: Was ist Ihnen an ihrem Job wichtig? Lautet die Antwort nicht, mein Firmenwagen, das üppige Gehalt oder der leistungsabhängige Bonus. Nein! Frauen wollen hauptsächlich Spaß an der Arbeit. Eine Umfrage des Beratungsunternehmens Universum Communications unter angehenden Wirtschaftswissenschaftlern belegt dies. Während 60 Prozent der Frauen sich ein freundliches Arbeitsumfeld wünschen und über 50 Prozent Wert auf vielfältige Arbeitsaufgaben legen, sind nur 14 Prozent auf Prestige und eine rasche Beförderung aus.
Gerade in größeren Abteilungen müssen sich Mitarbeiter häufig gegen ihre Kollegen durchsetzen, um sich Gehör und Respekt beim Chef zu verschaffen. Doch gerade dieser interne Konkurrenzkampf gefällt vor allem Frauen nicht. Eine Umfrage von TNS Emnid und der Axa-Versicherung zeigt, dass über ein Drittel aller Frauen Angst vor dem Konkurrenzkampf mit Kollegen haben. Nur 15 Prozent ihrer männlichen Mitstreiter sorgen sich darum.
Teamfähigkeit gilt als einer der wichtigsten Soft-Skills und gerade Frauen bevorzugen diese Form des Arbeitens. Ein Experiment an der Universität Lyon hat gezeigt, dass Männer vor allem dann Teamarbeit nutzen, wenn sie in dem geprüften Bereich nicht so leistungsfähig sind. Frauen arbeiten generell lieber im Team, unabhängig davon wie stark sie selbst auf dem jeweiligen Gebiet sind. Eine durchaus positive Fähigkeit, solange die eigene Leistung nicht vom Können des Teams überschattet wird.
Die karriererelevanten Studienfächer sind nach wie vor Wirtschaftswissenschaften, Jura und Ingenieurswissenschaften. Während bei den Wirtschaftswissenschaften im Wintersemester 2010 immerhin 45 Prozent der deutschen Studierenden weiblich waren und bei Jura sogar über die Hälfte, sieht es im Bereich der Ingenieurswissenschaften weiterhin düster aus. Die Maschinenbaustudiengänge verzeichneten gerade einmal einen Frauenanteil von neun Prozent. Bei Elektrotechnik waren es sogar nur sechs Prozent.
Frauen verkaufen sich häufig unter Wert und trauen sich selbst viel zu wenig zu. Eine Studie des Beratungsunternehmens Accenture zeigt, dass Frauen sich selbst beschuldigen, wenn es um die Gründe für ihre schlechten Aufstiegschancen geht. 28 Prozent der befragten Damen sagen, ihnen fehlten die nötigen Fertigkeiten für den nächsten Schritt auf der Karriereleiter.
Nicht nur Männer wollen keine Frauen als Chef, sogar die weiblichen Arbeitnehmer sind von Frauen in Führungspositionen wenig überzeugt. Nur drei Prozent wollen eine Chefin. Neunmal so viele finden es besser einen Mann als Chef zu haben. Das ergab eine repräsentative Umfrage der Meinungsforscher von Forsa.
Damit in Zusammenhang könnte das Phänomen der Stutenbissigkeit stehen. Eine Studie der Universität Amsterdam belegt, dass Frauen zwar gut kooperieren können, aber nur so lange sie mit männlichen Kollegen zu tun haben. Sobald sie mit Frauen zusammenarbeiten sollen, ist es um den Teamgeist schlechter bestellt. Ein internationales Forscher Team setzte kürzlich sogar noch einen obendrauf. Sie fanden heraus, dass die Damen besonders schlecht miteinander können, wenn die jeweils andere bei den männlichen Kollegen gut ankommt.
Selbst Frauen in Führungspositionen verdienen immer noch deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen. Eine Umfrage der Hans-Böckler-Stiftung unter 12.000 Akademikern zeigt die Unterschiede. Ein männlicher Abteilungsleiter verdient etwa 5000 Euro monatlich, sein weibliches Pendant gerademal 3800 Euro. Das hat unter anderem damit zu tun, dass Frauen bei Gehaltsverhandlungen mit weniger zufrieden sind und andere Faktoren wichtiger finden.
Zugegeben, es ist nicht einfach Familie und Karriere miteinander in Einklang zu bringen. 72 Prozent der Mütter von minderjährigen Kindern halten dieses Unterfangen für schwierig. Und die Mütter sind es letztendlich auch, die in Sachen Karriere den Kürzeren ziehen. Dafür verantwortlich sind die traditionellen Vorstellungen von Familie, die sowohl Männer als auch Frauen immer noch mit sich herumtragen. Während 2010 nur etwa 5 Prozent der Väter mit minderjährigen Kindern in Teilzeit arbeiteten, waren es über 68 Prozent der Mütter.
Zu all diesen Karrierehemmnissen kommt ein zentraler Punkt hinzu. Viele Frauen wollen überhaupt nicht aufsteigen. Das Beratungsunternehmen Accenture fand heraus, dass nur jede fünfte Frau ihre Karriere überhaupt vorantreiben will. Ganze 70 Prozent sind mit ihrer aktuellen Position im Unternehmen zufrieden.
Spricht denn etwas dagegen, die Mitarbeiter tageweise oder in bestimmten Projekten auch mal von zu Hause aus herumtüfteln zu lassen? Und was ist mit behinderten Mitarbeitern: Gerade ihnen kann doch das Home Office eine hervorragende berufliche Perspektive bieten.
Behinderte Menschen stellen hier ganz klar eine Ausnahme dar. Und je nach Branche oder Familiensituation spricht sicher nichts dagegen, ab und an einen Home-Office-Tag einzulegen. Andererseits brauchen Menschen den Kontakt von Angesicht zu Angesicht, denn wir lesen ja vor allem aus Gestik und Mimik heraus, ob es jemand gut oder böse mit uns meint.
Diese evolutionär überaus wichtige Funktion fehlt unserem Oberstübchen, wenn wir uns nur noch per Mail oder Telefon austauschen können. Genau deshalb macht sich Misstrauen dann auch so schnell breit.
Die Freiheit des Arbeitens in den eigenen vier Wänden entspricht einem immer größeren Bedürfnis der Beschäftigten. Büßen Unternehmen, die keine entsprechenden Angebote machen, nicht ihre Attraktivität als Arbeitgeber ein?
Viele Beschäftigte, die zunächst nur die Vorteile der Arbeit in den eigenen vier Wänden sahen, klagen inzwischen über Vereinsamung – und auch über Mehrarbeit, die ihnen zusätzlich aufgebrummt wird, oder die sie freiwillig leisten, vor lauter Angst, als Faulenzer zu gelten. Andererseits kann der Wunsch nach Heimarbeit auch eine Flucht vor widrigen Umständen im Office sein. Diesen Aspekt sollten Verantwortliche unbedingt prüfen.
Wer statt seines Gehalts den Blutdruck seines Chefs in die Höhe treiben will, der sollte folgende Negativargumente beherzigen. Alle anderen sollten lieber einen großen Bogen um solche und ähnliche Sätze bei der Gehaltsverhandlung machen.
Ihr Chef ist kein Schuldenberater, also verschonen Sie ihn besser mit derart privaten Problemen. Außerdem bestätigt ein solches Eingeständnis, dass Sie nicht mit Geld umgehen können. Sie sind ein Risikofaktor für die Firma, die Gehaltserhöhung können Sie vergessen.
Sie wissen doch genau, dass Ihr Chef es nicht mag, wenn sich seine Angestellten hinter seinem Rücken gegenseitig zuflüstern, was sie verdienen. Er bezahlt nur nach Leistung, das ist sein Gerechtigkeitsbegriff.
Die Forderung nach einem Sitzfleisch-Bonus wird bei Ihrem Chef auf taube Ohren stoßen.
Mit dieser Art von Erpressung kommen Sie bei Ihrem Chef nicht weiter. Sogar wenn Sie ein guter Mitarbeiter sind und er Sie braucht, wird er nicht auf dieses Angebot eingehen, um sein Gesicht nicht zu verlieren. Er würde nie eingestehen, dass er von jemandem abhängig ist.
Ihr Chef wird die Vermischung von Privatem und Beruflichem nicht goutieren. Vielmehr wird er sich fragen, ob Sie sich nur bei ihm eingeschleimt haben, um Kapital daraus zu schlagen.
Ihr Chef wird sich fragen, warum Sie Ihre Kollegen schlecht machen. Er wird Sie auch für einen Sprücheklopfer und Spalter halten, dafür hat keiner eine Gehaltserhöhung bekommen.
Das klingt für Ihren Chef, als hätten Sie sich innerlich schon von Ihrem Arbeitsplatz verabschiedet. Dafür gibt es nicht mehr Geld, sondern höchstens eine Abmahnung.
Ihr Chef wird Ihnen Realitätsverlust attestieren und Ihnen unter keinen Umständen noch mehr Geld geben, sonst könnten Sie noch vollends abheben. Er wird sich fragen, ob Sie auch in Ihrem Büro-Alltag so leichtfertig mit Fakten umgehen. Sie hätten mit so einem Spruch sein Vertrauen verloren.
Als Firma kann man doch auch viel Geld sparen, wenn der Mitarbeiter zu Hause sein eigenes Büro hat. Auch der Mitarbeiter kommt unterm Strich billiger weg, weil Fahrt- und Verpflegungskosten außer Haus wegfallen.
Tatsächlich steht bei vielen Firmen in Wahrheit das Kostensparen im Vordergrund, und die Home-Office-Argumentation ist oft nur eine schöne Verkleidung. Doch dieser Schuss geht garantiert nach hinten los, wenn das dann offensichtlich wird.
Anne M. Schüller berät Firmen und hält Vorträge zu Management-Themen, etwa wie man die Loyalität von Kunden und Mitarbeitern fördert.
Was müssen Sie tun, um auf die Abschussliste zu geraten? Welche Mitarbeiter sind Lieblingsopfer von Mobbing? Martin Wehrle identifiziert die verschiedenen Typen. Die Vorstellung in aller Kürze...
Besserwisser haben zwei Fehler: Erstens sind sie anderer Meinung als der Chef. Und zweitens sagen sie das auch noch öffentlich. Sie kratzen an der Autorität des Chefs und brauchen sich nicht wundern, wenn dieser sie zum Abschluss freigibt.
Wenn ein Mitarbeiter alles hat, was eine Führungsposition braucht und sich zur Opposition aufbauen, muss sich der Chef Gedanken machen. Erstrecht wenn sie natürliche Autorität, Ehrgeiz und Fachwissen mitbringen. Es kann oft nur einen geben - und der Chef sitzt am längeren Hebel.
Wenn Mitarbeiter Pessimismus verbreiten und schlechte Laune und nur Probleme sehen, wo andere Herausforderungen vermuten - dann sind sie Miesmacher und ebenfalls im Visier des Chefs. Wer die Seifenblasen der Motivation zerbläst, muss mit Mobbing-Attacken rechnen.
Wer tief im Brunnen der Frustration festsitzt und in Sitzungen apathisch aufs Ende wartet - der zieht auch gern die Wut des Chefs auf sich. Die Schlafmütze zeichnet sich dadurch aus, dass sie bei anfallender Arbeit selten zuständig ist und mit den dicken Däumchen der Routine auf die Frühverrentung wartet.
Gefördert werden vom Chef dagegen Mitarbeiter-Typen wie das Alpha-Tier: Er ist ein geborener Führer wie der Rivale, allerdings fordert er den Vorgesetzten nicht zum Kampf auf. So schafft er es, vom Chef als Stellvertreter akzeptiert zu werden - auch ohne offizielle Ernennung. Das Team akzeptiert ihn als Leitwolf.
Der Oberexperte ist quasi der Staatssekretär des Chefs, der, der die fachlichen Mängel ausgleicht. Er bereitet die Entscheidungen im Hintergrund vor und stärkt nach außen den Rücken.
Manchmal gibt es Urgesteine in einer Anteilung, die allerdings immer noch hellwach dabei sind und voller Tatkraft stecken. Der "alte Hase" steht dabei nicht im Verdacht, ehrgeizig auf den Chefsessel zu schielen.
Das Talent, der Vorzeigestar, dessen Heldentaten die gesamte Firma aufschauen lassen. Der Chef ist stolz auf sein bestes Pferd im Stall, zumindest wenn es keinen Grund zum Zweifel an der Treue gibt.
Der verlängerte Arm des Chefs - vor allem für kleinere Aufgaben. Kein schlechtes Wort über den Chef kommt über seine Lippen, aber für höhere Aufgaben eignet er sich auch nicht.

Bei Vodafone hat die Zukunft auch schon begonnen: mit dem neuen Campus - perfekt vernetzt und dadurch höchst mobil und flexibel http://www.theeuropean.de/politikdialog/5797-topthema-arbeitswelten-der-zukunft

Ich wage zu bezweifeln, dass man einem Biotop durch die Tatsache, dass alle Mitarbeiter plötzlich wieder vor Ort in ihren Büros anzutreffen sind, mehr Lebensaktivität und Kreativität einhaucht. Gedeiht Kreativität hinter verschlossenen Bürotüren besser, als im einsamen Homeoffice? Ein gesunder Mix ist gefragt, ein Mix aus flexibler Wahlfreiheit zwischen Homeoffice und Anwesenheit in der Firma. Das Arbeiten am Ort der Wahl, ein Blick über den Tellerrand und der inspirierende Gedankenaustausch fördern die Kreativität.
Selbstverständlich braucht der Mensch soziale Kontakte, Anerkennung, Wertschätzung und Verbundenheit. Erreicht man dieses durch die Abschaffung des dem Mitarbeiter entgegenbrachten Vertrauensbonus', in dem man ihn vom flexiblen Arbeitsort zurück in die Firma holt? Unter Umständen mutet man ihm noch mehr Stress durch bspw. längere Anfahrtszeiten zum Büro zu. Meines Erachtens sind im Fall des flexiblen Arbeitsortes starke Führungsqualitäten gefordert. Eine gesunde Portion Menschenkenntnis, Kommunikation, durchdachtes Planen und klare Zielvereinbarungen sind erforderlich. Zielvereinbarungen schaffen auf Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite Sicherheit über erbrachte Leistungen. Eine starke Gemeinschaft wächst durch gemeinsam erreichte Ziele und Erfolge, durch intensive Kommunikation ob per Telefon, via Videokonferenz oder Face to Face. Regelmäßige Meetings sind ohnehin wesentliche Bestandteile der Zusammenarbeit und in diesen wird der kreative Input aufgesaugt, egal ob er im Homeoffice, im Park oder im Firmenbüro gewachsen ist.
Sabine Rubröder

Ich wage zu bezweifeln, dass man einem Biotop durch die Tatsache, dass alle Mitarbeiter plötzlich wieder vor Ort in ihren Büros anzutreffen sind, mehr Lebensaktivität und Kreativität einhaucht. Gedeiht Kreativität hinter verschlossenen Bürotüren besser, als im einsamen Homeoffice? Ein gesunder Mix ist gefragt, ein Mix aus flexibler Wahlfreiheit zwischen Homeoffice und Anwesenheit in der Firma. Das Arbeiten am Ort der Wahl, ein Blick über den Tellerrand und der inspirierende Gedankenaustausch fördern die Kreativität.
Selbstverständlich braucht der Mensch soziale Kontakte, Anerkennung, Wertschätzung und Verbundenheit. Erreicht man dieses durch die Abschaffung des dem Mitarbeiter entgegenbrachten Vertrauensbonus', in dem man ihn vom flexiblen Arbeitsort zurück in die Firma holt? Unter Umständen mutet man ihm noch mehr Stress durch bspw. längere Anfahrtszeiten zum Büro zu. Meines Erachtens sind im Fall des flexiblen Arbeitsortes starke Führungsqualitäten gefordert. Eine gesunde Portion Menschenkenntnis, Kommunikation, durchdachtes Planen und klare Zielvereinbarungen sind erforderlich. Zielvereinbarungen schaffen auf Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite Sicherheit über erbrachte Leistungen. Eine starke Gemeinschaft wächst durch gemeinsam erreichte Ziele und Erfolge, durch intensive Kommunikation ob per Telefon, via Videokonferenz oder Face to Face. Regelmäßige Meetings sind ohnehin wesentliche Bestandteile der Zusammenarbeit und in diesen wird der kreative Input aufgesaugt, egal ob er im Homeoffice, im Park oder im Firmenbüro gewachsen ist.
Sabine Rubröder
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