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Entscheider im Netz: Welcher Web-Typ sind Sie?

Digital Native, Immigrant oder Outsider: Fast die Hälfte der Entscheider schätzt sich selbst als sehr kompetent im Umgang mit dem Internet ein. Komplizierter ist es bei den Verweigerern, die im WWW sehr unsicher sind.

Haben Sie das Internet voll in Ihr Leben integriert? Dann zählen Sie zu den so genannten Digital Natives. Quelle: dpa
Haben Sie das Internet voll in Ihr Leben integriert? Dann zählen Sie zu den so genannten Digital Natives. Quelle: dpa

Die Anfang 2012 vorgestellte Milieu-Studie zu Vertrauen und Sicherheit im Internet betrachtete den fortschreitenden Digitalisierungsprozess aus der Perspektive der Internetnutzer heraus. Nun hat das Deutsche Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) eine Nachfolgerstudie veröffentlicht, die sich nur die Entscheider ansieht. Mehr als 1200 Führungskräfte aus Wirtschaft, Politik, Öffentlichem Dienst, Medien und Forschung wurden dafür befragt.

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Die Studienteilnehmer sind überwiegend männlich (79 Prozent), mehrheitlich zwischen 40 und 59 Jahren alt und verfügen über ein sehr hohes Bildungsniveau sowie einen Top-Verdienst. Sie wurden in der Auswertung jeweils einem Internet-Milieu zugeordnet. Fast die Hälfte der Entscheider (46 Prozent) schätzt sich selbst als sehr kompetent im Umgang mit dem Internet ein.

Welche Management-Fehler fatal für Firmen sein können

  • Fehler eins

    Frühwarnsignale, z.B. für Markt- oder technologische Veränderungen, werden nicht wahrgenommen oder sogar aktiv verdrängt.

  • Fehler zwei

    Regulatorische und politische Einflüsse auf die künftige Unternehmensentwicklung werden systematisch unterschätzt.

  • Fehler drei

    Markt- und Kundenveränderungen werden im Vorstand nicht (hinreichend) analysiert und diskutiert.

  • Fehler vier

    Geschäftsmodelle werden nicht kritisch reflektiert.

  • Fehler fünf

    Man hält zu lange an traditionellen (und bislang erfolgreichen) Vorgehensweisen fest.

  • Fehler sechs

    Es mangelt an Mut, gegen die herrschende Meinung zu argumentieren.

  • Fehler sieben

    Bei spürbaren Veränderungen wird zu zögerlich gehandelt, man ergeht sich in Aktionismus und Effekthascherei "auf der Bühne" ohne konkrete Maßnahmen.

  • Fehler acht

    Es fehlt eine klar und überzeugend kommunizierte Veränderungsvision und Strategie.

  • Quelle

    Umfrage unter Partnern von Roland Berger Strategy Partners. Zitiert in „Gute Führung“ von Burkhard Schwenker und Mario Müller-Dofel. Erschienen 2012 bei BrunoMedia Verlag.

Dabei zählen gut 45 Prozent zu den Digital Natives, das sind Personen, die das Internet voll in ihr Leben integriert haben. 38 Prozent der Führungskräfte werden den sogenannten Digital Immigrants zugeordnet. Wer zu dieser Kategorie gehört, nutzt das Internet gezielt für seine Zwecke, nimmt aber auch die negativen Seiten wahr und verhält sich im Netz eher misstrauisch, skeptisch und defensiv.

17 Prozent der Umfrageteilnehmer werden den Digital Outsiders zugeordnet. Damit sind nicht allein Verweigerer gemeint, sondern auch Menschen, die im Umgang mit dem Internet stark verunsichert sind und es deshalb kaum oder überhaupt nicht nutzen. Der Anteil der Digital Outsider liegt bei Führungskräften deutlich niedriger als in der Gesamtbevölkerung. Nur die wenigsten der Digital Outsider mit Führungsverantwortung gehören zu den Internetverweigerern (0,2 Prozent). In der Bevölkerung sind es mit 20 Prozent 100mal so viele.

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Diese drei Milieus von Internetnutzern - Digital Natives, Digital Immigrants, Digital Outsiders - spalten sich noch einmal in mehrere Untergruppen auf. Eine Gruppe, zu der die überragende Mehrheit der Führungskräfte zählt, gibt es dabei nicht. Am häufigsten sind unter den Entscheidern mit je 22 Prozent die "Digital Souveränen" sowie die "sicherheitsbedachten Postmateriellen" vertreten.

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