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Jagdgebiet Büro: „Wer will schon eine Monica Lewinsky im Büro haben?“

Sind Frauen ein Sicherheitsrisiko für Männer in Machtpositionen? Werden Frauen zum Opfer ihres Chefs? Amerikas Petraeus-Affäre wirft viele Fragen auf, die Etikette-Expertin Nandine Meyden im Interview beantwortet.

Etikette-Expertin Nandine Meyden.
Etikette-Expertin Nandine Meyden.

Welche Branchen sind von Sex-Affären besonders betroffen?

Die Seriosität der Branche bedingt die Erwartungen an das Verhalten der Mitarbeiter. Was bei einer Werbeagentur noch akzeptiert wird, wird bei einem Versicherungsunternehmen nicht toleriert. Je seriöser der Sektor, desto wichtiger ist das untadelige Verhalten der Kollegen.

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Warum geraten meistens Personen auf den oberen Etagen ins Kreuzfeuer?

Weil Sex-Affären zwischen Arbeitnehmer am Fließband für das Ansehen des Unternehmens nicht so relevant sind. Es hängt mit der Funktion des Mitarbeiters zusammen, ein repräsentativer Posten stellt höhere Voraussetzungen. Es ist nicht wunderlich, dass bei der Auswahl dieser Kollegen die Arbeitgeber auch viel umsichtiger vorgehen. Es können bis zu vier oder fünf Bewerbungsgesprächen kommen, vielleicht wird sogar der Partner des Kandidaten zum Interview gebeten, oder das private Verhalten wird überprüft: wie stellt sich der Bewerber im Sportsverein an, was postet er im Facebook.

Verhängnisvolle Seitensprünge Die Sex-Affären mächtiger Männer

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Wann kann eine Affäre zum Sicherheitsrisiko avancieren?

Die Branche und die Funktion des Betroffenen ist dafür die Voraussetzung. Darum konnte CIA-Chef Petraeus daran scheitern. Bei seinem Posten stellen Geheimnisse aller Art ein Sicherheitsrisiko dar, weil er dadurch erpressbar wird. Genau das ist passiert in seinem Fall.

Wie hätte er es vermeiden können?

In dem er nicht auf das Flirten eingeht oder es nicht initiiert, natürlich. Aber wenn schon dazu gekommen ist, hätte er rechtzeitig seiner Frau sagen können, dass er nicht mehr sicher ist, dass ihre Ehe funktioniert. Auch eine Information an den Arbeitgeber hätte das Risiko minimiert, denn dadurch wäre er nicht mehr erpressbar gewesen – alle relevanten Personen hätten davon gewusst. Die Konsequenzen wären dann nicht so verheerend.

  • 13.11.2012, 17:02 Uhrkraehenego

    • GERADE berufstätige Frauen und weibliche Vorgesetzte sind von einem Perfektionswahhhhhnnn und Micromanagement beseelt, belästigen damit permanent ihr Arbeitsumfeld und treiben damit die sie umgebenden KollegenInnen bzw. MitarbeiterInnen in die Depression! Zur sozialen Kompetenz von Frauen ist für 98% der meist ohnehin nur rechthaberisch „fauchenden kanadischen Wildgänse“ (mit starrem Hals nach unten, dann Kopf mit Schnabel um 45 Grad aufwärts gerichtet) zu sagen, dass permanente Machtkämpfe, Intrigen, Hysterie, Zickenalarm, Missgunst und in Deutschland ausgeprägteste Krankheit: der Neid hinzukommen. Angetrieben werden diese seltsam panischen Zweibeingeister von einer ausgeprägten Stutenbissigkeit sowie Komplexen und ausgeprägtem Selbstmitleid, sprich einem krankhaft getriebenen weil ziellosen da immer präsenten und aggressiven Narzissmus.
    • Frauen tun sich im so bezeichneten, nie realen Team wesentlich schwerer, die Leistung/Performance ihrer MitarbeiterInnen bzw. KollegenInnen anzuerkennen. Die Qutoe an den heimischen Herden gehört unbedingt ERHÖHT! Dort sind diese Fähigkeiten gefragt; in der Einsamkeit einer Familienküche faucht allenfalls der dampfende Topf zurück! Diese Möglichkeit der Selbstreflexion fehlt den meisten, modernen ach so emanzipierten, eigentlich nur panisch-getriebenen, narzisstischen EGOMANZEN.

  • 13.11.2012, 17:04 Uhrhafnersp

    Endlich mal wieder ein ernsthafter Handelsblatt-Artikel!
    Der Titel bringt bestimmt Quote. Zur Beantwortung der Titelfrage: Bill Clinton?
    ... ähm, ... und ansonsten verweigere ich die Aussage, da ich mich selbst belasten könnte.

  • 13.11.2012, 19:08 UhrWahrlichichsageEuch

    Lieber Monica Lewinski, als Renate Künast.

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