
Düsseldorf„Viele Chefs führen ihr Auto besser als ihre Mitarbeiter. Kein Wunder, das eine haben sie gelernt, das andere nicht.“ Mit solchen polemischen Sprüchen spricht ein Buchautor vielen Arbeitnehmern aus dem Herzen. „Geld fließt in Schnapsideen, Nieten werden befördert, Gehaltswünsche abgelehnt und was Chefs beim Motivieren sagen, ist nicht so gemeint.“ Martin Wehrle gehen solche Aussagen leicht über die Tastatur. Der Bestsellerautor steht für kernige Rateber, die reichlich Hilfe bieten.
Und auch sein neues Buch „Die Geheimnisse der Chefs“ erfüllt die hohen Erwartungen. Denn Wehrle kann mehr als nur draufhauen. Er war früher selbst Führungskraft und weist seinen Lesern eine Alternative, statt nur auf die Chefs zu schimpfen oder sich einfach zu arrangieren.
Wer statt seines Gehalts den Blutdruck seines Chefs in die Höhe treiben will, der sollte folgende Negativargumente beherzigen. Alle anderen sollten lieber einen großen Bogen um solche und ähnliche Sätze bei der Gehaltsverhandlung machen.
Ihr Chef ist kein Schuldenberater, also verschonen Sie ihn besser mit derart privaten Problemen. Außerdem bestätigt ein solches Eingeständnis, dass Sie nicht mit Geld umgehen können. Sie sind ein Risikofaktor für die Firma, die Gehaltserhöhung können Sie vergessen.
Sie wissen doch genau, dass Ihr Chef es nicht mag, wenn sich seine Angestellten hinter seinem Rücken gegenseitig zuflüstern, was sie verdienen. Er bezahlt nur nach Leistung, das ist sein Gerechtigkeitsbegriff.
Die Forderung nach einem Sitzfleisch-Bonus wird bei Ihrem Chef auf taube Ohren stoßen.
Mit dieser Art von Erpressung kommen Sie bei Ihrem Chef nicht weiter. Sogar wenn Sie ein guter Mitarbeiter sind und er Sie braucht, wird er nicht auf dieses Angebot eingehen, um sein Gesicht nicht zu verlieren. Er würde nie eingestehen, dass er von jemandem abhängig ist.
Ihr Chef wird die Vermischung von Privatem und Beruflichem nicht goutieren. Vielmehr wird er sich fragen, ob Sie sich nur bei ihm eingeschleimt haben, um Kapital daraus zu schlagen.
Ihr Chef wird sich fragen, warum Sie Ihre Kollegen schlecht machen. Er wird Sie auch für einen Sprücheklopfer und Spalter halten, dafür hat keiner eine Gehaltserhöhung bekommen.
Das klingt für Ihren Chef, als hätten Sie sich innerlich schon von Ihrem Arbeitsplatz verabschiedet. Dafür gibt es nicht mehr Geld, sondern höchstens eine Abmahnung.
Ihr Chef wird Ihnen Realitätsverlust attestieren und Ihnen unter keinen Umständen noch mehr Geld geben, sonst könnten Sie noch vollends abheben. Er wird sich fragen, ob Sie auch in Ihrem Büro-Alltag so leichtfertig mit Fakten umgehen. Sie hätten mit so einem Spruch sein Vertrauen verloren.
Wehrle zeigt, wie Arbeitnehmer sich ihren Chef zurechtbiegen können. Allein schon die Logik sagt, dass das der bessere Weg ist – schließlich gibt es schlechte Chefs überall und ein Firmenwechsel bringt in der Regel nicht viel. Am Arbeitsplatz geschieht nichts mit dem Mitarbeiter so Wehrle, sondern „Sie lassen es mit sich machen“. Was liegt da also näher, als den Chef dahin zu bringen, wo man ihn haben will?
Verständnis ist dafür am wichtigsten. Es gibt nicht einen Weg zum Ziel, denn jeder Chef ist anders. Daher muss der Mitarbeiter wissen, was für ein Typ sein Chef ist. Wehrle identifiziert hier mehrere Varianten:
Jeder Mensch macht Fehler, denn Menschen sind nicht perfekt. Durch diese Eigenschaft werden Menschen überhaupt erst liebenswert. Wichtig ist jedoch, dass wir um unsere Fehler wissen und Wege finden, wie diese Fehler behoben werden können. Fehler, richtig verstanden, führen zu einer Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit und des Unternehmens.
Es ist daher verwunderlich, warum immer noch so viele Chefs meinen, dass sie perfekt sind. Eine solch grobe Selbstüberschätzung führt letztlich zu Arroganz und einem Stillstand an Wachstum (sowohl persönlich als auch unternehmerisch).
Darin liegt die Größe eines wirklich „perfekten“ Chefs. Er verwendet die Kenntnis seiner Fehler für die persönliche Weiterentwicklung. Gute Führungspersönlichkeiten meinen nicht, „jemand zu sein“, sondern verstehen sich als „jemand, der wird“ und zwar jeden Tag ein wenig mehr.
Eine wesentliche Eigenschaft von „perfekten“ Chefs ist, dass sie Menschen mögen. Viele so genannte Führungskräfte mögen aber nicht einmal sich selbst, geschweige denn andere Menschen. Unter solchen Umständen wird Führung nur schwer möglich sein. Um exzellent zu sein, muss man das, was man tut, lieben. Und um exzellent zu führen, muss man Menschen lieben.
Der „perfekte“ Chef sagt und meint „Wir!“ und nicht „Ich!“ Er ist ein Teamspieler. Im 21. Jahrhundert werden nur Teams gewinnen und nicht Einzelspieler. Die Mondlandung beispielsweise war auch nicht das Werk eines einzelnen Menschen, sondern das mehrerer tausend Ingenieure, auch wenn die visionäre Kraft eines Wernher von Brauns dahinter stand. Aber er hätte es niemals alleine geschafft.
Der „perfekte“ Chef fordert Menschen heraus. Er will Leistung erleben und regt Menschen an, sie zu erbringen. Dabei orientiert er sich nur ungern am Durchschnitt, sondern an Spitzenleistungen. Der „perfekte“ Chef gibt sich nicht mit dem zweitbesten Ergebnis nicht zufrieden.
Von dem Gedanken, stets der Beste in allen Bereichen sein zu wollen, müssen sich Führungspersönlichkeiten trennen. Der „perfekte“ Chef konzentriert sich auf seine Stärken und seine Hauptaufgaben.
Grundvoraussetzung eines „perfekten“ Chefs sind gelebte Werte, die von allen Mitarbeitern als Führungsgrundsätze empfunden werden. Nur so entsteht das viel geforderte Vertrauen.
Letztlich geht es um das wesentliche: Der „perfekte“ Chef be-wirkt, dass Menschen Ziele erreichen. Das Wesen guter Führung ist Wirksamkeit.
Meistens halten wir unsere Meinung für die Wahrheit, basierend auf der Wirklichkeit, wie wir sie empfinden. Häufig entspricht unsere Wirklichkeit jedoch nicht der Realität. Der „perfekte“ Chef setzt sich auf den Stuhl des anderen. Wer durch die Augen anderer sieht, entdeckt eine Fülle von Wirklichkeiten.
Quelle: Perspektive Mittelstand

Mir fehlt jede Geilheit daran andere zappeln zu lassen, zu schauen wie sie sich in ihrer Schuhschachtel verzweifelt winden wie sie sich innerlich kochen während während sie erniedrigt werden. Ich habe das Macht-Gen nicht und auch nicht dessen hässlichen Bruder, das Sado-Gen. Aber dafür eine gesunde Ehe, herzliche und gesunde Beziehungen zu meinen Mitmenschen, Freunde, 2 tolle Kinder. Eben all das was man als typische Führungskraft, als neurotisch-psychopatischer kranker Mensch der seinen Job nicht richtig macht wenn man nett ist nur schwer haben bzw. aufrecht erhalten kann. Für Darth Vaders Truppe gilt: Entweder bist du krank oder du wirst es. Widerstehst Du, findet sich schnell einer mit weniger Skrupel, der dich köpft und deinen Platz einnimmt. Mann bin ich froh Freiberufler sein zu können. Dass es für den Pöbel, das Fußvolk, den gemeinen Angestellte um aber tatsächlich um viel mehr geht, nämlich Gesundheit und Lebenszeit (und zwar Jahre (!) nicht Peanuts) erklärt
The Status Syndrome: How Social Standing Affects Our Health and Longevity [Hardcover]
Michael Marmot (Author)
Rette sich wer kann

All diese Ratgeber und und Vorurteilsträger. Warum stellen Sie sich bitte nicht die Frage warum ein Führungsanspruch besteht? Das Leben erfordert Fragen, nicht Antworten! Führung ohne Sinn kann man auf Dauer nicht verkaufen, auch nicht der Kundenorientierte! Und wenn Sie die Situation nicht verändern können, dann verlassen Sie diese bitte schnellstens. Prokrastination (ein zurecht Ehrfurcht heischendes Wort für "Aufschieben") hilft da nicht, macht es nur schlimmer. Lesen Sie auch gerne mal ein Werk, dass die Gesamtschau bietet und Sie mit sich selbst versöhnt! weil es nach den richtigen Fragen Ausschau hält. Z.B.: "Lieber Kopf der Ärsche als Arsch der Köpfe !??".
P.S. Auf die Fragezeichen am Ende kommt es an.

PolitischInkorrekt: Sie sprechen mir aus dem Herzen, könnten Sie das vielleicht auch meinem Chef mal sagen. Der meint nämlich immer noch er wäre Zwerg Allwissend und behandelt uns auch so und es spricht für Sie wenn Sie Ihre Fehler erkannt haben. DANKE
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