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Management: So bekommen Sie Ihren Chef in den Griff

Probleme mit dem Chef sind in Deutschland Kündigungsgrund Nummer eins. Doch ein Firmenwechsel bringt nur selten etwas. Ein Ratgeber enthüllt die „Geheimnisse der Chefs“ und zeigt die besten Überlebensstrategien im Büro.

Manche Chefs versuchen es auf die harte Tour. Quelle: WirtschaftsWoche
Manche Chefs versuchen es auf die harte Tour. Quelle: WirtschaftsWoche

Düsseldorf„Viele Chefs führen ihr Auto besser als ihre Mitarbeiter. Kein Wunder, das eine haben sie gelernt, das andere nicht.“ Mit solchen polemischen Sprüchen spricht ein Buchautor vielen Arbeitnehmern aus dem Herzen. „Geld fließt in Schnapsideen, Nieten werden befördert, Gehaltswünsche abgelehnt und was Chefs beim Motivieren sagen, ist nicht so gemeint.“ Martin Wehrle gehen solche Aussagen leicht über die Tastatur. Der Bestsellerautor steht für kernige Rateber, die reichlich Hilfe bieten.

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Und auch sein neues Buch „Die Geheimnisse der Chefs“ erfüllt die hohen Erwartungen. Denn Wehrle kann mehr als nur draufhauen. Er war früher selbst Führungskraft und weist seinen Lesern eine Alternative, statt nur auf die Chefs zu schimpfen oder sich einfach zu arrangieren.

So treiben Sie Ihren Chef auf die Palme

Wehrle zeigt, wie Arbeitnehmer sich ihren Chef zurechtbiegen können. Allein schon die Logik sagt, dass das der bessere Weg ist – schließlich gibt es schlechte Chefs überall und ein Firmenwechsel bringt in der Regel nicht viel. Am Arbeitsplatz geschieht nichts mit dem Mitarbeiter so Wehrle, sondern „Sie lassen es mit sich machen“. Was liegt da also näher, als den Chef dahin zu bringen, wo man ihn haben will?

Verständnis ist dafür am wichtigsten. Es gibt nicht einen Weg zum Ziel, denn jeder Chef ist anders. Daher muss der Mitarbeiter wissen, was für ein Typ sein Chef ist. Wehrle identifiziert hier mehrere Varianten:

10 Tipps für den perfekten Chef

  • Ein perfekter Chef macht Fehler

    Jeder Mensch macht Fehler, denn Menschen sind nicht perfekt. Durch diese Eigenschaft werden Menschen überhaupt erst liebenswert. Wichtig ist jedoch, dass wir um unsere Fehler wissen und Wege finden, wie diese Fehler behoben werden können. Fehler, richtig verstanden, führen zu einer Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit und des Unternehmens.

  • ... ist nicht perfekt

    Es ist daher verwunderlich, warum immer noch so viele Chefs meinen, dass sie perfekt sind. Eine solch grobe Selbstüberschätzung führt letztlich zu Arroganz und einem Stillstand an Wachstum (sowohl persönlich als auch unternehmerisch).

  • ... verbessert sich ständig

    Darin liegt die Größe eines wirklich „perfekten“ Chefs. Er verwendet die Kenntnis seiner Fehler für die persönliche Weiterentwicklung. Gute Führungspersönlichkeiten meinen nicht, „jemand zu sein“, sondern verstehen sich als „jemand, der wird“ und zwar jeden Tag ein wenig mehr.

  • ... ist Menschenfreund

    Eine wesentliche Eigenschaft von „perfekten“ Chefs ist, dass sie Menschen mögen. Viele so genannte Führungskräfte mögen aber nicht einmal sich selbst, geschweige denn andere Menschen. Unter solchen Umständen wird Führung nur schwer möglich sein. Um exzellent zu sein, muss man das, was man tut, lieben. Und um exzellent zu führen, muss man Menschen lieben.

  • ... ist Teamplayer

    Der „perfekte“ Chef sagt und meint „Wir!“ und nicht „Ich!“ Er ist ein Teamspieler. Im 21. Jahrhundert werden nur Teams gewinnen und nicht Einzelspieler. Die Mondlandung beispielsweise war auch nicht das Werk eines einzelnen Menschen, sondern das mehrerer tausend Ingenieure, auch wenn die visionäre Kraft eines Wernher von Brauns dahinter stand. Aber er hätte es niemals alleine geschafft.

  • ... fordert Menschen

    Der „perfekte“ Chef fordert Menschen heraus. Er will Leistung erleben und regt Menschen an, sie zu erbringen. Dabei orientiert er sich nur ungern am Durchschnitt, sondern an Spitzenleistungen. Der „perfekte“ Chef gibt sich nicht mit dem zweitbesten Ergebnis nicht zufrieden.

  • ... ist fachlich selten der Beste

    Von dem Gedanken, stets der Beste in allen Bereichen sein zu wollen, müssen sich Führungspersönlichkeiten trennen. Der „perfekte“ Chef konzentriert sich auf seine Stärken und seine Hauptaufgaben.

  • ... verkörpert Werte

    Grundvoraussetzung eines „perfekten“ Chefs sind gelebte Werte, die von allen Mitarbeitern als Führungsgrundsätze empfunden werden. Nur so entsteht das viel geforderte Vertrauen.

  • ... ist wirksam

    Letztlich geht es um das wesentliche: Der „perfekte“ Chef be-wirkt, dass Menschen Ziele erreichen. Das Wesen guter Führung ist Wirksamkeit.

  • ... ist offen für andere Wirklichkeiten

    Meistens halten wir unsere Meinung für die Wahrheit, basierend auf der Wirklichkeit, wie wir sie empfinden. Häufig entspricht unsere Wirklichkeit jedoch nicht der Realität. Der „perfekte“ Chef setzt sich auf den Stuhl des anderen. Wer durch die Augen anderer sieht, entdeckt eine Fülle von Wirklichkeiten.

    Quelle: Perspektive Mittelstand

  • 03.04.2012, 10:37 Uhrusafan

    Leider kann ich davon ein Lied singen, nur wer Menschen mag kann Mitarbeiter führen und das lernen diese "jung und erfolglos"-Typen leider nicht auf ihren Uni's. Alles Fachidioten

  • 03.04.2012, 10:49 UhrGurkenmurkser

    Ahem.
    Bitte das Niveau anheben, es gibt eigentlich genügend illustrierte Blätter, wohl auch bereits im Netz vertreten.

    Ansonsten eine Kurzfassung zum Runterladen bereitstellen:

    -Chefs sind unfähig
    -Unternehmer desgleichen, zudem auch noch blöde
    -mehr soziale Gerechtigkeit
    -wir brauchen mehr migrantische Fachkräfte
    -die Schleckerfrauen retten
    -mehr Frauen in Führungspositionen

    Dann noch eine virtuelle Schießbude aufstellen (Trillerpfeifen zu gewinnen!) und eine schwarze Liste zum Selbsteintragen aller mißliebigen Chefs.


  • 03.04.2012, 17:54 Uhrlogo

    WELCH EIN SCHWACHSINN ... sich den chef zurechtbiegen . selten so ein müll gehört .
    bin grad in so nem betrieb gewesen der chef ein choleriker , nichts war richtig nur gemaule , so wie er mit den mannschaft umgeht geht er mit seiner familie um .
    alleine sein ausspruch ... alle wollen mich nur bescheissen , sogar meinen eigen familie will das immer .
    so jemanden verändern und zurechtbiegen ?????
    der macht da schon 20 jahre . höchste fluktuation die ich jemals erlebt habe .
    letztstes 3 jahre 21 leute gekommen und wieder gegangen !!!
    max 3-6 moante haben die es ausgehalten .
    zeitweise 3h und einer (ein meister) 3 tage, dann wurde er so runtergemacht, dass er sein rucksack gepackt hat und gegangen ist
    und dann den zurechtbiegen . auf das scheiss ich , der soll seinen dreck so weitermachen .
    innerhalb von 2 tagen wurde die mannschaft von 5 auf 2 leuten reduziert .
    so ein dummes buch und ein dummer bericht .

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