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Real Madrid: Was Manager von Christiano Ronaldo lernen können

Real Madrid braucht heute in der Champions League gegen Borussia Dortmund ein Wunder – vor allem Star-Stürmer Cristiano Ronaldo ist gefordert. Fachleute glauben, dass auch Manager Einiges von ihm lernen können.

Cristiano Ronaldo will gegen Dortmund treffen und siegen. Quelle: dapd
Cristiano Ronaldo will gegen Dortmund treffen und siegen. Quelle: dapd

DüsseldorfEr ist ein Besessener. 28 Jahre alt, der teuerste Angestellte der Welt. Über die Spitzengehälter eines Martin Winterkorn kann Cristiano Ronaldo nur lachen: 33 Millionen Euro wandern in diesem Jahr laut seriösen Schätzungen auf sein Konto – netto. Das werden wenn überhaupt nur sehr wenige Menschen auf der Welt übertreffen.

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Heute Abend steht für Ronaldo eines der wichtigsten Spiele seiner Karriere an: Seine Mannschaft muss gegen Borussia Dortmund ein Wunder gelingen, um nach dem 1:4 im Hinspiel noch ins Finale der Champions League zu kommen. Real ist zum Siegen verdammt: Die Königlichen sind abgeschlagen in der Liga ohne jede Chance auf die Meisterschaft. Nun muss der europäische Titel her. Dafür wurde Ronaldo 2009 für die irrwitzige Ablösesumme von 94 Millionen Euro geholt.

Was Sie noch nicht über Christiano Ronaldo wussten

  • Der Biograf

    Luca Caioli ist einer der renommiertesten Sportbiografen. In deinem jüngst erschienenen Buch "Ronaldo. Die Geschichte eines Besessenen" (Verlag die Werkstatt) sind viele Anekdoten zu finden, die es so noch nicht zu lesen gab. Zudem räumt Caoli mit so manchem Klischee auf.

  • Die ersten Jahre

    Cristiano Ronaldo dos Santos Aveiro wird am 5. Februar 1985 auf Madeira geboren. Er ist das vierte Kind seiner Eltern und war nicht geplant. Sein Name Ronaldo kommt von Ronald Reagan. Trotz der materiellen Armut verlebt er eine glückliche Kindheit, vor allem dank des Fußballs. Seine Klassenlehrerin beschreibt ihn als artig, witzig und „einen guten Freund seiner Klassenkameraden“.

  • Die Heulsuse

    Der kleine Cristiano war gar nicht klein, sondern einen Kopf größer als die anderen, aber dafür sehr dünn. Wegen seiner laufintensiven Spielweise und seines Trainingsfleißes wurde er „die kleine Biene“ genannt. Andere schmähten ihn als Heulsuse, weil ihm nach verlorenen Spielen oft die Tränen über die Wangen kullerten.

  • Waschen und Bügeln

    Bei Sporting Lissabon im Fußballinternat muss Ronaldo mit 12 Jahren weit entfernt der Heimat Selbstständigkeit beweisen. Dazu gehört auch zu waschen und zu bügeln. Das erste Jahr ist eine Tortur, doch dann gewöhnt er sich ein.

  • Der Balljunge

    Die 50 Euro, die Ronaldo pro Monat bekommt, gehen für Schulhefte, Bücher und Klamotten drauf. Dazu verdiente er sich Geld als Balljunge bei den Heimspielen von Sporting. Seine Kindheit genießen konnte der Junge freilich nie.

  • Kraftraum statt Schule

    Für die Schule macht Cristiano nur das Nötigste und geht nach der neunten Klasse ab. Dabei ist er ein ordentlicher Schüler. Ansonsten ist er ein Ausbund an Disziplin. Als er 13 ist, müssen ihn die Trainer aus dem Kraftraum entfernen, weil er es übertreibt.

  • Ende der Karriere droht

    Mit 15 hat Ronaldo ein ernsthaftes Problem: Sein Ruhepuls ist deutlich zu hoch. Er braucht eine Operation. Per Laser wird eine beschädigte Zone in seinem Herzen repariert. Nach wenigen Tagen ist alles wieder gut. Mit 16 ist Ronaldo der Star der Akademie. In einer einzigen Saison tritt er für die U16, U17, U18 und die erste sowie zweite Seniorenmannschaft an. 2001 unterschreibt der 16-Jährige seinen ersten Profivertrag und bekommt 2000 Euro im Monat. Seine Ablösesumme wird auf 20 Millionen Euro festgeschrieben.

  • Manchester United

    Alex Ferguson ist ein Trainerfuchs: Als Manchester United am 6. August 2003 gegen Sporting Lissabon spielt, ist der Wechsel von Ronaldo zu den „Red Devils“ längst beschlossene Sache. Die Spieler von ManU wissen davon noch nichts. Nach einer beeindruckenden Vorstellung Ronaldos fordern selbst schwer zu begeisternde Größen wie Phil Neville: „Wir haben alle zum Boss gesagt: Den müssen wir verpflichten.“ So glauben die Spieler, sie hätten den Wechsel des Portugiesen erst forciert.

  • Schwer Start mit Strähnchen

    Die britischen Journalisten sind von Ronaldo zunächst gar nicht beeindruckt. Sein Auftreten mit Strähnchen im Haar und die für so einen jungen Spund enorme Ablösesumme machen sie skeptisch. Und tatsächlich setzt ihn Ferguson nur dosiert ein. In den ersten Monaten muss Ronaldo häufig auf der Bank platznehmen. Doch seine Leistungen lassen ihn zum Publikumsliebling werden und sogar seinen Vorgänger mit der Nummer 7, Davis Beckham, vergessen.

  • Tod des Vaters

    Ronaldos alkoholkranker Vater stirbt am 6. September 2005. An diesem Tag ist Ronaldo mit der portugiesischen Nationalmannschaft in Russland zu Gast. Sein Trainer Scolari nimmt überrascht zur Kenntnis, dass sein junger Star trotz der Nachricht am nächsten Tag auflaufen will. Seine Mitspieler und die Fans rechnen ihm das hoch an.

  • Vorwurf der Vergewaltigung

    Kurz nach dieser tragischen Nachricht wird Ronaldo mit dem Vorwurf konfrontiert, eine junge Frau vergewaltigt zu haben. Die Medien steigen in übertriebenem Maß ein und sprechen gar von einer „Verhaftung“ Ronaldos. Nach kurzer Zeit entpuppen sich die Vorwürfe als falsch, aber eine Entschuldigung gibt es nie.

  • Der Frauenheld

    Die Liste der angeblichen und tatsächlichen Liebhaberinnen ist lang. Dabei hält Ronaldo sein Liebesleben privat. Ob Paris Hilton tatsächlich nur „eine gute Freundin“ sei oder ob da nicht doch mehr war, bleibt im Dunkeln. Bewiesen ist, dass die beiden in Hollywood einen netten Abend verbracht hatten und für 17.000 Dollar mit reichlich Champagner feierten. Zuletzt war es deutlich ruhiger um Ronaldo: Seit Februar 2010 ist er mit dem Model Irina Shayk zusammen. Es gibt Gerüchte, dass die Hochzeit mit der Russin schon geplant ist.

  • Die Vaterschaft

    Am 3. Juli 2010 verkündet Ronaldo, dass er Vater geworden ist. Die Identität der Mutter hält er streng geheim. Bekannt ist, dass sie auf das Sorgerecht verzichtet hat. Der Fußballer kümmert sich gemeinsam mit seiner Familie und Lebensgefährten um den Kleinen.

  • Cash Cow für Real Madrid

    Ronaldos Ablösesumme von 94 Millionen Euro klingen aberwitzig. Doch selbst wenn man das Gehalt mit allem drum und dran dazurechnet, ist der Portugiese eine lohnenswerte Investition. Laut den Berechnungen von Biograf Caioli bringt Ronaldo seinem Arbeitgeber über Fernsehrechte, Werbung und verkaufte Trikots rund 60 Millionen Euro pro Spielzeit ein.

Auch wenn diese Situation außergewöhnlich ist: Kein Fußballer ist den Umgang mit Druck so gewöhnt wie Ronaldo. Erst recht deshalb, weil er ihn sich selbst aufbürdet. Er will nach 2008 wieder zum besten Fußballer der Welt gewählt werden – nichts bedeutet ihm mehr. Doch der Weg dahin führt nur über Lionel Messi vom FC Barcelona und einen großen Titel. Eben den Gewinn der Champions League.

Über Ronaldo als Typ mag man streiten. Aber der junge Mann trägt Charakterzüge in sich, die vorbildhaft auch für leitende Angestellte in Unternehmen sein können. Diese Eigenschaften hat Star-Biograf Luca Caioli sehr sorgfältig und mit einer angemessenen Distanz in der jüngst erschienenen Biografie „Ronaldo. Die Geschichte eines Besessenen“ zusammengefasst.

  • 04.05.2013, 08:38 UhrMunitis

    Wenn im Titel schon der Vorname nicht richtig, sondern mit h geschrieben ist, lese ich gar nicht erst weiter...

  • 30.04.2013, 20:24 UhrGraf_Porno

    Seine Ex-Freundin meinte in einem Interview dass Ronaldo von Pornos besessen sei. Auf seinem Nachtkästchen türmten sich die Video-Pornos. Scheint ihn sehr zu motivieren.

  • 30.04.2013, 18:26 Uhrsoccerfan

    keiner von uns kennt ihn persönlich daher gibt es kein "ich mag ihn oder ich mag ihn nicht". neidlos muss man sagen er hat alles richtig gemacht, der erfolg spricht klar für ihn

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