Beruf + Büro

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Talk bei Anne Will: Wenn die Kollegen mobben

Der Fernsehfilm „Mobbing“ gab der folgenden Anne-Will-Sendung das Thema vor: Schikane am Arbeitsplatz. Es wurde viel erklärt und wenig diskutiert – auch, weil niemand einem Betroffenen widersprechen wollte.

ARD-Moderatorin Anne Will. Quelle: dpa
ARD-Moderatorin Anne Will. Quelle: dpa

DüsseldorfWortlos wendet sie sich ab, lässt ihn in seinem Büro zurück. Ob sie wiederkommt, bleibt offen. Dramatisch endet der Film „Mobbing“, der am Mittwoch den ARD-Themenabend einläutet. Der Protagonist wird von einer neuen Chefin aus seiner Stelle getrieben, verzehrt sich im Kampf um seinen Arbeitsplatz, entfremdet sich von seiner Frau, gewinnt schließlich vor Gericht.

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„Aber viel war nicht mehr übrig von diesem Menschen“, sagte nur Augenblicke nach der emotionalen Schlussszene Christina Frank. Sie betreut bei Verdi unter anderem Mobbingopfer aus dem Einzelhandel und saß am Mittwochabend in der Diskussionsrunde bei Anne Will. Der Talk sollte direkt im Anschluss an den „radikal subjektiven Film“ – wie die Moderatorin sagte – eine distanzierte Analyse des Themas liefern.

Schritte zu Ihrem Traumjob

  • Die Firma wechseln

    Wenn Ihr Beruf gut zu Ihnen passt und das Richtige für Sie ist und Ihre Unzufriedenheit daher kommt, dass Ihre Lebensmotive sich nicht mit der Philosophie Ihres Arbeitgebers in Einklang bringen lassen, machen Sie den gleichen Job in einem Unternehmen oder einer Branche, die besser zu Ihnen passt!

    (Quelle: Angelika Gulder, „Finde den Job, der dich glücklich macht“)

  • Die Umstände verändern

    Wenn das Unternehmen, in dem Sie beschäftigt sind, wunderbar zu Ihnen passt, Sie aber mit Ihrer Tätigkeit nicht mehr zufrieden sind, könnten Sie versuchen, in Ihrem aktuellen Job mehr von Ihrer Berufung zum Ausdruck zu bringen oder innerhalb des Unternehmens, wenn es möglich ist, eine neue Stelle zu finden. Und wenn Sie sich zum Beispiel mehr Internationalität wünschen, fragen Sie nach, ob Sie für Ihr Unternehmen einige Zeit ins Ausland gehen können!

  • Die Stufe wechseln

    Möglicherweise ist Ihnen klar geworden, dass Sie nur unzufrieden sind, weil Sie eigentlich schon lange einen Schritt auf der Karrieretreppe nach oben gehen wollten, sich aber bisher immer mit dem zweiten Platz zufrieden gegeben haben. Jetzt möchten Sie mehr Verantwortung und sind sicher, dass Sie auf die nächste Ebene gehören. Dann machen Sie den nächsten Karriereschritt!

  • Den Beruf wechseln

    Vielleicht haben Sie auch erkannt, dass Sie dort, wo Sie sind, nicht hingehören. Nicht in das Unternehmen, die Branche, die Tätigkeit und zu den Menschen, die Sie umgeben. Dann hilft nur eins: Ein Neustart! Machen Sie eine Weiterbildung, bewerben Sie sich als Quereinsteiger auf Ihren Traumjob oder machen Sie sich mit einer Idee, die zu Ihnen und Ihrer Berufung passt, selbstständig!

Tatsächlich machte die Runde dem Zuschauer deutlich, dass der Film nur bedingt einen typischen Fall darstellte. Er zeige gut, wie Mobbing aussehen kann, sagte Psychotherapeut Joachim Bauer. In diesem Fall wurden dem Betroffenen unter anderem Schritt für Schritt Kompetenzen entzogen. Die gezeigte Verzweiflung, bis hin zur Depression, sei ebenfalls realistisch. Allerdings verhalte sich der Charakter des Films geradezu mustergültig falsch, so Bauer. So schalte er sofort in den „Kampfmodus“ als die neue Chefin ankommt. „Und vor allem sucht er nie das Gespräch, er öffnet sich niemandem. In einer Szene mit seinen Freunden gibt er sich fast arrogant.“

Neben Bauer und Frank saßen im Studio Eberhard Hesse, langjähriges Mobbing-Opfer und Buchautor sowie Florian Gerster, ehemaliger Leiter der Bundesanstalt für Arbeit und Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Insgesamt war sich die Runde einig: Mobbing ist schlimm und auf keinen Fall zu verharmlosen.

  • 17.05.2013, 13:11 UhrSANTOS

    Es wurde viel erklärt und wenig diskutiert – auch, weil niemand einem Betroffenen widersprechen wollte.

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    Mobbing läuft doch nicht nur am Arbeitsplatz.

    Man kann alles heutzutage nach oben oder nach unten erzwingen...und es wird schlimmer für die Betroffene sein...und schwieriger für die Gesetzgeber die Tatsachen ins richtiger Licht zu bringen.

    Die betroffene sollte man mehr helfen...

    denn diese sind in dieser Mobbing Zeit als auch erst recht danach wenn diese die betrieben verlassen oft mehr alleine als schon vorher.

    Und alleine ohne Kinder da wird man schweig voll untergehen aber keine Kinder leiden darunter...

    doch wo Kinder vorhanden sind sollte man dafür sorgen dass man die Familiäre Lage entspannt und so bald wie möglich für Normalität im Leben und Alltag erreicht für die betroffene Familie.

    Denn gerade in Deutschland beklagt man sich zurecht dass die Deutsche Bevölkerungszahlen rückwärts laufen...

    doch wer kümmert sich aber auch Tatsächlich UM DAS TATSÄCHLICHER WOHLERGEHEN DER KINDER ?

    Und als Eltern die selber am Arbeitsplatz leiden...

    Zukunftsängste haben...

    SOLL MAN AUCH NOCH KINDER IN DIESE WELT SETZEN DAMIT DIESE DANN GENAUSO ARBEITSLOS SIND...GENAUSO OBDACHLOS...GENAUSO ALS LEIHARBEITER DIENEN MÜSSEN ?

    Man kann sich über Mobbing unterhalten, auch ich habe Mobbing erlebt und dem ein Ende gesetzt indem ich gegangen bin...aber man muss sich die heutige Moral insgesamt auf die schale legen und die Folgen die Mobbing so groß gemacht haben erst ins Auge bringen bevor man sich fragt wie es den Menschen bei Mobbing ergeht.

    Die folgen die Mobbing ermöglichen abschaffen und Mobbing gar nicht entstehen zu lassen...dann brauchen wir nicht weiterhin Probleme beschaffen die nur andere zum weiteren Geld verdienen dienlich sind aber dabei Menschen vernichten.


  • 16.05.2013, 14:19 Uhrdenkenhilft

    Aus der Arbeitswelt:
    Vorwurf Mobbing: leider wird dieser Vorwurf auch benutzt um Mitarbeiterin das Arbeitsleben schwer zu machen. es werden pauschal Kollegen beschuldigt zu mobben, ohne diese Mitarbeiter persönlich anzusprechen/bzw. zu sagen was vorgefallen ist und jeder der bei den Vorgesetzten nachfragt wird zum potenzielen Mobber, mit den Worten, wenn Du Dir diesen Schuh anziehst. Das angebliche Mobbing-Opfer will sich dazu nicht mehr äußern. Wer ist hier jetzt der gemobbte? Mobbing wird durch unfähige, konfliktscheue Vorgesetzte begünstigt aber auch inzeniert.

  • 16.05.2013, 12:07 UhrMatthes

    Kollegen? Am meisten mobben wohl die Vorgesetzten! Müssem mobben! Denn die bekommen den Auftrag, eine bestimmte "Kopfzahl" einzusparen. Ohne die Genehmigug, das mit betriebsbedingter Kündigung zu tun. Denn das wäre ja schlechte Publicity und ist auch von den Gewerkschaften nicht gern gesehen. Also muss gemobbt werden. Es bleibt den Vorgesetzten doch gar nichts anderes übrig!

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