20.000 zusätzliche DHL-Paketshops
Post rüstet sich für boomenden Online-Handel

Vor allem wegen Online-Bestellungen liefert die Post so viele Pakete aus wie noch nie. Bis Ende 2014 wird der Konzern 20.000 zusätzliche DHL-Paketannahmestellen eröffnen, um dem Trend gerecht zu werden.
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BerlinDie Deutsche Post reagiert auf den boomenden Onlinehandel mit dem Aufbau neuer Paketannahmestellen. Der Marktführer in der Bundesrepublik will bis Ende kommenden Jahres 20.000 zusätzliche Paketshops schaffen, wie Konzernchef Frank Appel am Mittwoch in Berlin ankündigte. Bei der Expansion setzt der Konkurrent von UPS, DPD und Hermes auf externe Partner wie Kioskbetreiber oder Lebensmittelhändler und konzentriert sich auf die großen Ballungszentren. Auf dem flachen Land sollen dagegen Verbraucher ihre Pakete dem Zusteller an der Haustür mitgeben.

Deutsche-Post-Manager Jürgen Gerdes verwies darauf, dass zehn Prozent des deutschen Einzelhandelsgeschäfts heute im Internet gemacht werden. "Wir glauben, dass sich das in den nächsten zehn Jahren auf 20 Prozent verdoppeln wird, vielleicht sogar ein Stück weit mehr." Die Zahl der Paketshops soll deswegen auf etwa 55.500 steigen - von derzeit 35.500. Dass man schon mehr als 1000 Zusagen von Betreibern habe, zeige, dass das Angebot der Post attraktiv ist.

Das Konzept zielt darauf ab, dass Paketkunden bei der Abgabe ihrer Pakete, Päckchen oder Rücksendungen auch andere Produkte in den Partnerfilialen kaufen. Ein Laden werde attraktiver, wenn man dort Dienstleistungen der Post in Anspruch nehmen könne, betonte Gerdes. Der Anteil der Partnerunternehmen, die aus der Zusammenarbeit wieder aussteigen, ist laut der Post extrem gering.

Die Kosten der Expansion bei den Annahmestellen bezifferte der Manager auf unter 30 Millionen Euro. Insgesamt investiert die Post in den Ausbau ihres Paketnetzes zwischen 2011 und 2014 rund 750 Millionen Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Bedeutet dies: Mehr sozialversicherungspflichtige, normal bezahlte Jobs oder nur "Subunternehmer" die wieder nur Steuergelder erhalten, da Sklavenlöhne a la Bangladesh?

  • Und alles nur schlecht bezahlte Billignebenjobs...

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