ACS: Hochtief-Mutter mit großen Verlusten

ACS
Hochtief-Mutter mit großen Verlusten

Nach einem schmalen Gewinn im Vorjahr fährt das spanische Bauunternehmen einen ansehnlichen Verlust ein. Die gute Nachricht: Das Unternehmen konnte seinen ebenso ansehnlichen Schuldenberg beinahe halbieren.
  • 1

Madrid/EssenDas spanische Bauunternehmen ACS, die Muttergesellschaft des Essener Hochtief-Konzerns, hat im vorigen Jahr starke Verluste erlitten, den Schuldenberg aber fast um die Hälfte abgebaut.

Wie die ACS-Gruppe am Donnerstagabend in ihrer Jahresbilanz in Madrid mitteilte, verzeichnete der Konzern 2012 Nettoverluste von 1,93 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte er noch einen Gewinn von 0,96 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Das Unternehmen führte die Verluste auf Sonderfaktoren wie den verlustreichen Verkauf eines Kapitalanteils von zwölf Prozent am Energieunternehmen Iberdrola zurück. Bei Ausschaltung aller Sonderfaktoren 2011 und 2012 kam ACS nach eigenen Angaben im vorigen Jahr auf einen Nettogewinn von 705 Millionen Euro, 9,9 Prozent weniger als im Vorjahr.

Der Schuldenberg sei 2012 um fast 47 Prozent auf 4,95 Milliarden Euro abgebaut worden, heißt es in dem Bericht. Darin seien auch 1,16 Milliarden Euro Schulden von Hochtief enthalten. Der Umsatz sei um 35 Prozent auf 38,4 Milliarden Euro gestiegen. Die hohe Steigerungsrate gehe auf die Eingliederung von Hochtief zurück. Berechne man den Hochtief-Umsatz auch im Jahr 2011 mit, sei der Umsatz um 4,1 Prozent gestiegen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " ACS: Hochtief-Mutter mit großen Verlusten"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Prognose vom Stammtisch (seit Aufkommen der Übernahme von Hochtief"
    Aufspaltung Hochtief in Ertragreiche und Verlustreiche Sparten. (wird gerade mit dem Argument der Neuausrichtung vorbereitet). Die profitablen Töchter werden mit Verkäufen und weiteren internen Darlehen den Hochverschuldeten Mutterkonzern ACS sanieren.
    Den Schrott und die Arbeitslosen erhält der dt. Steuerzahler. Ach die Mrd. Verluste aus den Darlehen gibts gratis dazu.
    Eines muss man en Spaniern lassen. "Sie haben Verstanden"
    Ronaldo und Co werden dem dt. Michel sicherlich ebenfalls dankbar sein. Da Fussball in Spanien nationales Kulturgut ist es es den Spitzenclubs wie Real von höchster Stelle verwehrt Steuern zu bezahlen. 100 Mill. Schulden dürfen Sie gerne machen.
    Schönes Beispiel auch hier die Doku auf Arte "Staatsgeheimnis Bankenrettung". Schön auch wenn man mal persönlich vor Ort in Spanien war. Man kommt aus dem Staunen wirklich nicht mehr raus.

    Gewußt hat es in der dt. Politik natürlich wieder keiner.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%