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„Ihr seid ja kein Autoclub mehr, ihr seid ja ein Puff“

ADAC-Markencheck
„Ihr seid ja kein Autoclub mehr, ihr seid ja ein Puff“

Er ist mehr als nur ein Club: Der mächtige ADAC-Konzern mit seinen 18 Millionen Mitgliedern. Die ARD hat sich im Markencheck den gelben Engel vorgenommen – dabei kam teilweise Erstaunliches zutage.
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DüsseldorfNachdem sich das Erste am vorvergangenen Montag zum Auftakt der dritten Runde seiner populären Markenchecks die beiden Supermarktketten Edeka und Rewe vorgenommen hatte, prüfte der Sender am Montagabend zur gewohnten Sendezeit um 20.15 Uhr Deutschlands größten Automobilclub, den ADAC, auf Herz und Nieren.

Dabei wollen die Macher der 45-minütigen TV-Doku nicht nur wissen, wie mächtig der Konzern ist und wessen Interessen er vertritt. Sie stellen auch die Frage, wie er mit seinen Angestellten umgeht und wie unabhängig die vom ADAC durchgeführten Tests wirklich sind. Auch der hochgelobte Pannenservice wird auf die Probe gestellt.

Los geht es diesmal nicht mit einem Experiment in der Fußgängerzone, sondern mit den beiden kompliziert gebrochenen Oberarmen von Georg Dahl. Das ADAC-Mitglied musste nach einem Badeunfall am Strand von La Gomera zwei Tage ohne adäquate ärztliche Versorgung ausharren. Bis ihn die „gelben Engel“ in einer Linienmaschine von der kanarischen Insel nach Hause geholt und ins Krankenhaus gebracht haben. „Ich wüsste nicht, was passiert wäre, wenn wir den ADAC nicht gehabt hätten.“

Die „gelben Engel“ als Retter in der Not. Das Kerngeschäft des Automobilclubs ist aber die Pannenhilfe. Mehr als vier Millionen Einsätze gibt es durchschnittlich im Jahr. Mit versteckter Kamera will das Markencheck-Team herausfinden, ob der ADAC dabei am schnellsten ist und am besten repariert.

Beim Wettbewerb der Pannenhelfer tritt der ADAC zunächst am Rand einer Großstadt gegen zwei andere Organisationen an. Dabei sind drei Teams mit drei Fahrzeugen unterwegs, die absichtlich von einem Kfz-Experten lahmgelegt wurden. Die Aufgabe der ahnungslosen Pannenhelfer: Sie müssen herausfinden, dass zwei Sicherungen manipuliert und ein Batteriekabel abgezogen wurde. Fehler, die man eigentlich sofort erkennen sollte, meint der Experte.

Als erster hat der ADAC gut 48 Minuten nach dem Anruf alle Fehler beseitig und sogar noch ein Gebläse repariert, von dem niemand wusste, dass es kaputt war.

Der ACE-Helfer findet zwar die kaputte Sicherung, nicht aber das lose Batteriekabel. Immerhin bringt er den Wagen notdürftig zum Laufen. Doch statt weiter nach dem Fehler zu suchen, schickt er den Fahrer in die nächstgelegene Vertragswerkstatt.

An andere Stelle wartet ein drittes Reporterteam nach 58 Minuten noch immer auf den AVD. Erst nach über einer Stunde biegt dann ein großer Abschleppwagen um die Kurve, dessen Fahrer nicht lange rumfackelt und, „Wahrscheinlich ein technischer Defekt, da kann ich ohne Schaltpläne nichts machen“ abschleppt.

Urteil: Der ADAC als Retter in der Not ist verlässlich.

Kommentare zu "„Ihr seid ja kein Autoclub mehr, ihr seid ja ein Puff“"

Alle Kommentare
  • Der ADAC als "Arbeitgeber" hat mich empoert. Wie sagt man so schoen "Mitgefangen - Mitgehangen", die 'Mutter' in Muenchen sollte VOLL zur Verantwortung/Haftung gezogen werden! Ich versichere, dann 'klappt' es auch mit den "Toechtern".

  • netter Versuch der ARD, das Unternehmen schlecht darzustellen und so denn unliebsamen Gegner zu schwächen. Klar, da spricht zuviel Volk. Fakt ist, wenn ADAC nicht wäre, hätten wir heute schon die PKW Maut! Drum, bitte liebe private Sender, testet von frühg bis spät, die öffentl. Rechtlichen sendern und bringt das ebenfalls 20:15!

  • "Laut Dudenhöffer verliert der Club aber dadurch an Glaubwürdigkeit. „Weil der ADAC pausenlos die Autofahrer dazu aufruft, bei freien Tankstellen zu tanken und pausenlos gegen die Mineralölindustrie wettert, aber dann auf der anderen Seite scheinheilig zu seinen Mitgliedern geht und sagt: Tankt bei Shell, dann kriegt ihr einen Cent geschenkt.“

    naja wie will man Gutscheine für freie Tankstellen Deutschlandweit ausgeben? Die die es in Hamburg gibt,gibt es nicht in München. Shell dagegen in ganz Deutschland...

    Das eine hat mit dem anderen nix zu tun.


  • Der ADAC ist eines der Machtzentren der deutschen Macht-Nr.1, dessen Stellung in dieser Machtstruktur völlig unterschätzt wird.

    Maximierung der PkW- und LkW-Autokilometer ist das operationale TOP-Ziel der deutschen Verkehrs- und Industriepolitik, das von allen Industrie- und Politik-Beteiligten, u.a. Regierung, ADAC, IGMetall, geheim und konsequent verfolgt wird - aus 'gutem' Grund. Diese Zielvorgabe ist mehr als Wirtschafts-Politik. Hier ist der Kern der deutschen Macht-Nr.1-Erhaltpolitik.

    Man muß diese Zielvorgabe 'Maximierung der Autokilometer' systemisch denken. Die Macht-Nr.1 in D heißt: 2%BIP-Wachstumszwang-Regimes der HighTech-KAPITALSTOCK-Maximierer. Sie kann sich nur dort erhalten, wenn diese 2%BIP-Plus langfristig erreicht wird. Die Konsequenz davon ist, dass alle Steuerungshebel auf die 2%BIP- und Kapitalstock-Steigerung gestellt werden. Eine Zwangssteuerung ist installiert. Da jeder Flug- oder Autokilometer mehr Kapitalstock-Nachfrage bringt als die Verkehrskonkurrenz, wie Bahn, ÖPNV, Fahrrad, usf. werden diese Kapitalstockmaximierer auch mit allen geheimen und offensichtlichen Lobbytricks gefördert. Das Autobahnnetz u n d kein Tempolimit stärken/maximieren die Autonutzung. Der ADAC spielt an dieser Existenzfrage der Macht der 2%BIP- und Kapitalstockmaximierer eine zentrale Rolle.

    Noch wichtiger als der ADAC ist aber der IGMetallvorstand, der die geheime Massenbasis des 2%Zwangskomplexes ist. Doch das ist eine andere, wirkliche Rumpelstilzchenmacht- und Megageschichte.

  • Ach der "gelbe Engel" und Liebling der Deutschen in der Kritik? Das können wohl viele hier nicht ab.
    Weiter so ARD, denn der ADAC verfolgt, wie jedes andere Unternehmen auch, wirtschaftliche Interessen. Dass Dabei die Mitarbeiter auf der Strecke bleiben ist mehr als unschön. Die Konzernzentrale/Herr Obermair jedenfalls befleckt seine "weiße" Weste nur ungern.
    Kritik muss man sich eben auch gefallen lassen.

  • schlechte arbeitsbedingungen sind doch wohl eher ein grundsätzliches problem, überall. vor ein paar wochen noch war hier im handelsblatt über versicherungen und bankfilialen zu lesen, bei denen ähnliches passiert.
    sollte man nicht als prüfende ARD auf so etwas dann hinweisen? dass es ein allgemeines, sehr großes problem ist? überall? nein?

    ganz davon ab, dass auch der rest auf viele andere konzerne, betriebe und institutionen zutrifft, nur eben in deren geschäftsbereich.
    oder sehe ich das falsch?

  • Wann kommt endlich der große ARD-Check??
    Mich würde mal interessieren, wie die ARD selber abschneiden würde.
    Wenn man gut genug sucht findet man in jedem Unternehmen etwas, das man als "zweifelhaft" bezeichnen kann. Auch bei der ARD ist sicherlich mal einer Praktikantin auf den Hintern geklopft worden.
    Interessant wäre in diesem Test auch, wie die ARD mit unseren Gebühren (die neue Pauschalgebühr will ich hier gar nicht erst ansprechen)umgeht. Nur mal EIN Beispiel, was ich meine:
    Wenn man sich bei einer Pressekonferenz oder einem Interview mal die Mikrofone anschaut die dem armen Menschen unter die Nase gedrückt werden fällt mir regelmäßig auf, dass Mikros z.B. vom BR, vom WDR, vom NDR, UND vom SWR zu sehen sind. Heißt also, dass komplette Übertragungsteams von allen Anstalten vor Ort sind, um die gleichen Bilder zu liefern. Muss das sein? Kann man da nicht dran sparen? Die privaten können das. Da sieht man ein Mikro mit drei bis vier Logos drauf.
    Ich finde die Marken-Checks der ARD grundsätzlich nicht schlecht und nicht uninteressant. Aber ein Unternehmen aufgrund von Einzelfällen, die es sicherlich in allen Unternehmen gibt, direkt als zweifelhaften Arbeitgeber zu bezeichnen, halte ich für Übertrieben.

  • Was soll so ein Check. Alle am Wirtschaftsleben Beteiligten haben keine absolut weisse Weste. Wie kommt gerade die ARD auf die Idee andere zu checken? Hat die ARD nicht selber genug Dreck am Stecken? Bevor man andere kritisiert sollte man erst einmal vor der eigenen Tür den Dreck weg kehren.

    Die ARD übersieht, wie sollte es auch anders sein, dass kein Mensch Mitglied im ADAC sein muss, aber alle Bürger dieses Landes Zwangsabgaben an diese Verschwender, welche nur Drittklassiges produzieren und Komiker wie Gottschalk zu Multimillionären machen, zahlen müssen. Der Verein ARD/ZDF versenkt zig Milliarden Euro. Das sollten die mal checken. Werden die aber nicht und wenn doch, dann nur in den besten Farben weil alles andere unterschlagen wird.

    Ich verteidige den ADAC nicht. Ich bin auch kein Mitglied dieses Clubs denn ich brauche weder den noch einen anderen weil ich gar kein Auto habe.

  • Ich habe schlechte Erfahrungen mit dem ADAC gemacht. Ich habe vor 5 Jahren meine Mitgliedschaft gekündigt und in dem Zuge verlangt, dass meine hinterlegten Adress- und Kontodaten nach Ende meiner Mitgliedschaft gelöscht werden. Noch drei Jahre später wurde ich fast monatlich von einem seitens des ADAC's beauftragten Callcenters angerufen und auch mehrmals im Jahr angeschrieben, jeweils mit dem Angebot, ob ich nicht wieder Clubmitglied werden möchte. Erst nach drei Jahren hat diese Belästigung seitens des ADAC's aufgehört.

  • Ich bin vor ein paar Jahren dem ADAC beigetreten weil dieser Club wohl noch die einzige Institution im Land ist, die gegen die vollständige Gängelei der Autofahrer (Tempolimit etc.) arbeitet. Damit sehe ich meine Interessen ganz klar durch den ADAC vertreten und das ist gut so.

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