Arbeiten bei Trivago
Feiern für die Firma

Unbegrenzter Urlaub, vier Tage Party mit hunderten Kollegen, einen Monat Arbeiten auf Mallorca. Dank einer ungewöhnlichen Unternehmenskultur wurde das deutsche Start-up Trivago zum Weltmarktführer.

DüsseldorfNeben den Strandkörben eine Bar, an den Wänden Tapeten mit Traumstränden. In den Designerküchen Körbe mit Obst und Nüssen, in den gläsernen Kühlschränken Getränke aus aller Welt: von Corona Beer aus Mexiko bis zur Limo „Bottled Happiness“. Den ganzen Tag über gibt es Getränke, Müsli und frische Sandwiches – kostenlos versteht sich. Genauso wie die Fitnesskurse und das Barbecue auf der Dachterrasse.

Was nach All-inclusive-Wellness-Hotel klingt, ist ein Büro für rund 800 Leute. Und obwohl schon Feierabend ist, telefoniert das Brasilien-Team noch eifrig. Sechs Kollegen aus Asien spielen offenbar lieber Karten in der Firma als nach Hause zu gehen. 

Diese „schöne neue Arbeitswelt“ findet sich nicht etwa in einem hippen Start-up im Silicon Valley, sondern in Düsseldorf-Pempelfort. Dort fing alles vor zehn Jahren ganz klein an. In einem schäbigen Büro über einem Supermarkt gründeten vier Studienfreunde die Firma Trivago. Gestartet als „Wikipedia für Reisen“ sind die Düsseldorfer zum weltgrößten Portal für Hotelpreisvergleiche avanciert.

Wettbewerber wie Idealo und Kayak, das zu Priceline gehört, der Mutter von Booking.com,  oder das deutsche Start-up Discavo, 2014 gegründet vom ProSiebenSat1-Inkubator Epic, sie alle können dem Weltmarktführer bisher nicht das Wasser abgraben. Und der Hotelmarkt, den alle beackern, ist gigantisch. Trivago ist weiter auf Expansionskurs – auch Dank eines Geldsegens von 477 Millionen Euro. Der kam vom US-Reiseportal Expedia, das 2012 einen Anteil von 61,6 Prozent erwarb. Auch danach führen die Gründer Trivago nach ihren unorthodoxen Prinzipien weiter.

Rund 80 neugierige junge Unternehmer vom „Klub der Gründer“ sind am Abend gekommen. Von Trivago-Mitgründer Rolf Schrömgens wollen sie hören, wie ein Start-up durch glückliche Mitarbeiter erfolgreich wird. Der lümmelt in Jeans und Sneakers entspannt auf einem Ledersofa. Die Düsseldorfer Neugründer – viele herausgeputzt in blauem Sakko und hellblauem Businesshemd – hängen gespannt an seinen Lippen. „Ihr könnt mich alles fragen“, sagt Rolf – man duzt sich natürlich.

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