Ashley Madison
Hacker posten gestohlene Seitensprung-Daten

Nach einem Datenklau beim Seitensprungportal Ashley Madison sind offenbar Nutzer-Informationen veröffentlicht worden. Die Daten sollen im Darknet gepostet worden sein. Es geht um Profildaten von 33 Millionen Nutzern.
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TorontoRund einen Monat nach dem Datendiebstahl beim Seitensprungportal Ashley Madison sind angeblich Nutzer-Informationen veröffentlicht worden. Eine Datenmenge von 9,7 Gigabyte sei im sogenannten Darknet gepostet worden, zugänglich über den Anonymisierungs-Dienst Tor, wie unter anderem das Magazin „Wired“ berichtete.

In den Dateien sind den Berichten zufolge Profildaten wie Namen, Adressen und Telefonnummern sowie verschlüsselte Passwörter enthalten. Die Datensätze sollen von rund 33 Millionen Nutzern stammen. Das Unternehmen betonte in einer Mitteilung, man untersuche die Situation weiter und arbeite daran, die Echtheit der Daten zu prüfen sowie illegal veröffentlichte Informationen löschen zu lassen.

Zugleich zweifelte der frühere Technikchef von Ashley Madison, Raja Bhatia, die Authentizität der Daten an. Er ist seit dem Hack als Berater für das Unternehmen aktiv. Unter anderem seien in dem aktuellen Paket auch Kreditkarten-Daten enthalten - aber Ashley Madison speichere diese nicht, sagte er dem IT-Sicherheitsexperten Brian Krebs. „Wir sehen jeden Tag 30 bis 80 angebliche Veröffentlichungen.“ Davon stelle sich der Großteil als gestohlene Daten aus anderen Quellen heraus. Krebs hatte im Juli als erster über den Angriff berichtet. Er selbst kam allerdings nach einer ersten Analyse der Datensätze zu dem Schluss, dass sie echt seien.

Die Hacker hatten im Juli gedroht gedroht, die Informationen zu veröffentlichen, wenn Ashley Madison nicht schließe. Der Dienst sei unmoralisch. Nach Bekanntwerden des Datenklaus hatte die Firma Nutzern die Gratis-Löschung von Profilen angeboten. Betreiber des Portals ist der kanadische Internet-Konzern Avid Life Media.

Der IT-Sicherheitsexperte Graham Cluley betonte angesichts der neuen Veröffentlichung, dass selbst aus echten Daten nur bedingt Rückschlüsse über Personen gezogen werden könnten. Ashley Madison habe keine Bestätigungs-Antwort angefordert, wenn Nutzer ihre E-Mail-Adressen angegeben hatten. In der Datenbank könnten also auch E-Mails von Leuten auftauchen, die nie etwas mit der Firma zu tun gehabt hätten. In dem veröffentlichten Datenpaket sollen rund 36 Millionen E-Mail-Adressen zu finden sein, über 15 000 davon hätten die Endungen „.mil“ und „.gov“, die auf Accounts aus dem US-Militär und Regierungsbehörden hinweisen.

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  • @ Rene Benedikt: ich kann einen Link wärmstens ans Herz legen: www gidf de

  • Man liest immer Darknet, wie kommt man da rein? Wer bitteschön von den betrogenen Partnern, geht ins Darknet und schaut ob da jetzt ihr untreuer Partner genannt ist???

    Seit ich 16 bin, habe ich i-net aber das darknet hab ich bis heute noch nicht gesehen!

    Lieber Journalist, klären sie mich doch mal auf ansonsten find ich den Artikel völlig unbrauchbar.

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