Autoservice-Anbieter: Internet-Verkauf beschert Sixt Leasing 18 Prozent Gewinn

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Internet-Verkauf beschert Sixt Leasing 18 Prozent Gewinn

Sixt Leasing wächst vor allem wegen des Verkaufs von Neuwagen übers Internet. Nach Unternehmensangaben wirft die Sparte ein Drittel mehr ab als das Kerngeschäft. Der Gesamt-Gewinn stieg um 18 Prozent.

Der Leasing- und Serviceanbieter Sixt Leasing hat im Jahr seines Börsengangs deutlich mehr Gewinn eingefahren. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg 2015 um gut 18 Prozent auf 30,3 Millionen Euro. Vorstandschef Rudolf Rizzolli sagte am Montag in München, Wachstumsmotor sei der Verkauf von Neuwagen übers Internet (Online Retail). „Das ist das profitabelste Geschäft, das wir betreiben.“ Es werfe ein Drittel mehr ab als das Kerngeschäft. Der Dienstleister übernimmt für Firmenkunden das komplette Leasing der Flotte. Auch reine Serviceleistungen wie Wartung und Pflege eines Fuhrparks werden angeboten; das sogenannte Flottenmanagement soll ebenfalls für Schub sorgen.

Vorsteuergewinn und operativer Umsatz sollen 2016 „im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich“ wachsen, kündigte Rizzolli an. Der Gewinn werde nicht stärker zulegen, weil 2016 viel Geld in Marketing und IT fließe. Mit Hilfe von TV-Werbung soll die Marke samt Online-Plattform für Neuwagen bekannter werden. Allein im ersten Quartal koste dies zusätzlich 1,6 Millionen Euro, sagte der Vorstandschef. Mittelfristig soll ein Drittel aller Verträge aus dem Online Retail stammen - derzeit ist es gut ein Fünftel der insgesamt 103.200 Verträge.

2015 kam der Umsatz aus dem operativen Geschäft, also ohne den Verkauf gebrauchter Leasingfahrzeuge, mit knapp 430 Millionen Euro kaum vom Fleck. Weil sich Sixt Leasing stärker auf profitablere Geschäfte konzentrierte, zog die operative Rendite (EBT-Marge) auf 7,0 von 6,0 Prozent an. Auch der höhere Anteil an Verträgen mit zusätzlichen Serviceleistungen trug dazu bei. Zudem reduziert das Unternehmen seine Zinslast, indem es eine eigene Finanzierung unabhängig vom Mutterkonzern Sixt aufbaut. Unterm Strich kletterte der Gewinn um 18 Prozent auf 22,5 Millionen Euro. Die Aktionäre sollen 40 Cent Dividende je Aktie bekommen. Größter Anteilseigner ist der Autovermieter Sixt mit einem Anteil von knapp 42 Prozent, der seine Leasingsparte 2015 an die Börse gebracht hatte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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