Autovermieter: Wachstum im Ausland beschert Sixt Rekordgewinn

Autovermieter
Wachstum im Ausland beschert Sixt Rekordgewinn

Für Sixt brummt im Ausland das Geschäft. Das sorgte 2014 für einen satten Gewinnsprung bei dem Autovermieter. Für das laufende Jahr ist das Unternehmen aber deutlich vorsichtiger.
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MünchenDank glänzender Geschäfte im Ausland hat Sixt 2014 so viel verdient wie noch nie zuvor. Das Konzernergebnis vor Steuern kletterte um 14 Prozent auf 157 Millionen Euro, wie der Autovermieter aus Pullach bei München am Dienstag mitteilte. Unterm Strich blieb ein Rekordgewinn von 110 Millionen Euro – das sind 16,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Aktionäre sollen deshalb für 2014 mehr Dividende bekommen. Für 2015 äußerte sich Vorstandschef Erich Sixt „grundsätzlich optimistisch“, allerdings angesichts steigender Kosten aber auch vorsichtig. Der Gewinn vor Steuern soll stagnieren oder bestenfalls leicht steigen, der operative Umsatz leicht zulegen.

Wie Sixt weiter mitteilte, wuchs im vergangenen Jahr der operative Umsatz des Konzerns - ohne den Verkauf gebrauchter Leasingautos - um neun Prozent auf 1,65 Milliarden Euro. Als Wachstumsmotor habe sich das Auslandsgeschäft in der Autovermietung erwiesen, vor allem in den USA, Frankreich, Großbritannien und Spanien. Allerdings schreibt Sixt in den Vereinigten Staaten, dem größten Autovermietmarkt der Welt, weiter Verluste; auch 2014 fiel dort „ein mittlerer bis höherer einstelliger Millionenbetrag“ an, wie Finanzchef Julian zu Putlitz sagte. Die Bayern waren 2011 ins Vermietgeschäft in den USA eingestiegen und bauen seither für viel Geld ein Filialnetz und ein Image als Oberklasse-Anbieter auf.

Die Leasingsparte, die der Konzern möglicherweise an die Börse bringen will, legte 2014 ebenfalls zu; allerdings warf sie mit einer operativen Rendite von 6,1 Prozent deutlich weniger ab als die Kernsparte Autovermietung mit 11,1 Prozent.

Für die Aktionäre, allen voran Erich Sixt selbst, zahlt sich das Rekordjahr 2014 aus: Die Dividende samt Bonus soll um je 20 Cent steigen auf 1,20 Euro je Stammaktie und 1,22 Euro je Vorzugsaktie. Der Vorstandschef hält rund 60 Prozent der Stammaktien an dem mehr als 100 Jahre alten Familienunternehmen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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