Bau- und Dienstleister
Bilfinger-Betriebsrat kämpft gegen Jobabbau

Die Lage bei Bilfinger verschlechtert sich weiter. Der Hauptkrisenherd, das Geschäftsfeld Power, soll bald saniert werden. In einem Brief an den Vorstandschef übt der Betriebsrat Kritik am geplanten Stellenabbau.
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FrankfurtDer Betriebsrat des krisengeschüttelten Bau- und Dienstleistungskonzerns Bilfinger kämpft gegen weiteren Arbeitsplatzabbau. Auf dieses Instrument werde viel zu schnell zurückgegriffen, kritisierte die Arbeitnehmervertretung in einem Brief an Vorstandschef Herbert Bodner, der Reuters am Freitag vorlag. „Dem wird sich der Konzernbetriebsrat entgegenstellen und etwaigen Personalabbau sowie Betriebsschließungen nicht ohne Widerstand hinnehmen.“

Der Brief datiert vom 23. April, dem Tag nach der jüngsten Gewinnwarnung. Die Kritik am Vorstand fällt für die Verhältnisse bei Bilfinger, wo Betriebsrat und Management eng zusammenarbeiten, harsch aus. Die Hinweise der Arbeitnehmervertreter auf Fehlentwicklungen seien nicht gehört worden. Die Prognosefähigkeit des Vorstands sei anzuzweifeln. Der Vorstand müsse endlich strategisch auf die wirtschaftliche Schieflage von Bilfinger reagieren. „Das ist hier angekommen“, sagte ein Sprecher von Bilfinger. Der Brief werde aber nicht als Kriegserklärung verstanden. Die Forderung nach einem Konzept sei berechtigt. „Das wird auch sicher in den nächsten Wochen und Monaten entstehen“, ergänzte der Sprecher.

Die Betriebsräte hatten die Streichung von 1250 Stellen in der Verwaltung und den laufenden Abbau von 370 Arbeitsplätzen im Hauptkrisenherd, dem Geschäftsfeld Power, lange konstruktiv begleitet. Doch die Lage hat sich verschlechtert. Eine Sanierung der Sparte steht bevor, konkretisiert wird das nach Antritt des neuen Vorstandschefs Per Utnegaard im Juni.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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