Baubranche
Alpine kommt nicht aus der Krise

Obwohl die Gläubiger des Konzerns zuletzt Zugeständnisse gemacht haben, erholt sich Alpine nicht. Die Baufirma braucht offenbar weiterhin Hilfe dabei, ihre Zahlungsfähigkeit zu erhalten –bisherige Strategien griff nicht.
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WienDer österreichische Baukonzern Alpine benötigt wegen des schleppenden Verkaufs seiner Tochtergesellschaften erneut Unterstützung. Das Salzburger Unternehmen verhandle mit Banken und dem spanischen Eigentümer FCC „über alle erforderlichen Maßnahmen“ um die Liquidität sicherzustellen, teilte die Firma in der Nacht zu Freitag mit. Grund seien Verzögerungen beim Verkauf der Töchter Alpine-Energie, der Sanierungsbautochter Hazet und der Spezialtiefbau-Tochter. Alpine habe die Geschäftspläne der Bereiche nun überarbeitet und sie Banken und FCC vorgelegt.

Erst im März hatte sich Alpine auf einen Rettungsplan mit seinen Gläubigern und der spanischen Mutter geeinigt. Alle Beteiligten hatten einem Schuldenschnitt zugestimmt, um eine Sanierung des Konzerns zu ermöglichen. Damals hatte FCC 250 Millionen Euro eingebracht, die Gläubiger hatten auf Forderungen über insgesamt 150 Millionen Euro verzichtet.

Alpine, der nach eigenen Angaben zweitgrößte Baukonzern Österreichs, ist im vergangenen Jahr unter anderem wegen der mauen Baukonjunktur und Verzögerungen bei wichtigen Projekten in Schieflage geraten. Der Verkauf der Töchter ist ein wichtiger Schritt zur Sanierung der Firma. Daher hatte Alpine den Verkauf der Energietochter zu Jahresbeginn angestoßen und sich vor allem von Finanzinvestoren reges Interesse erhofft. Ein Abschluss blieb aber bislang aus. Einem Insider zufolge hatte sich der Baukonzern einen Verkaufserlös von mehreren hundert Millionen Euro erhofft.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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