Baukonzern
Alpine will bis zu 6000 Stellen streichen

Der Salzburger Konzern ist tief in die roten Zahlen gerutscht und verpasst sich nun selbst eine Schrumpfkur. Dabei werden auch Stellen wegfallen. Etwa ein Drittel der 15.000 Mitarbeiter werden gehen müssen.
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WienDer neue Sanierer des kriselnden österreichischen Baukonzerns Alpine will das Unternehmen einem Zeitungsbericht zufolge deutlich verkleinern und ein Drittel der Stellen abbauen. Die Tochter des spanischen Baukonzerns FCC werde sich künftig auf die profitablen Kernmärkte in Österreich und Deutschland konzentrieren und sich bis 2014 aus dem Geschäft in Osteuropa und Asien weitgehend zurückziehen, berichteten die "Salzburger Nachrichten" unter Berufung auf Alpine-Sanierungschef (Chief Restructuring Officer - CRO) Josef Schultheis. Dadurch solle der Umsatz auf zwei von derzeit 3,5 Milliarden Euro schrumpfen und die Zahl der Mitarbeiter auf 9000 bis 10.000 von derzeit 15.000 sinken.

"Die Situation ist nicht einfach. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und aufräumen", zitierte das Blatt den Manager. Bis kurz nach dem Jahreswechsel wolle er ein Sanierungskonzept erstellen und es den kreditgebenden Banken vorlegen.

Der in Salzburg ansässige Baukonzern ist wegen der mauen Baukonjunktur in Osteuropa und Verzögerungen bei wichtigen Projekten tief in die Verlustzone gerutscht. Nach mehrwöchigen Verhandlungen haben die Gläubigerbanken zugesichert, ihre Kredite bis mindestens Ende Februar nicht fällig zu stellen, um den Fortbestand des Unternehmens zu ermöglichen.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Baukonzern: Alpine will bis zu 6000 Stellen streichen"

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  • Die Alpine Bau wird es Mitte 2013 nicht mehr geben wie man in der Branche hört (und hofft).

  • na wenn die eigenen führungskräfte aufträge unter preis reinnehmen,natürlich ohne zuwendungen der aufgtraggeber,kann ja nicht mehr schief gehen.

    die öffentlichen auftragggeber,vornehmlich die bahn, haben auch dazugelernt und nix mehr läuft wie geschmiert

    alpines geschäftsmodell ist nicht mehr belastbar,fast alle varianten sind den ermittlern zwischenzeitlich bekannt

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