Baukonzern
Hochtief streicht Stellen trotz Gewinnzuwachs

Der Baukonzern Hochtief hat im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich mehr Gewinn erwirtschaftet. Profiteure davon sind vor allem die Anteilseigner. Auf Mitarbeiterebene setzt Unternehmenschef Verdes den Rotstift an.
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EssenDer von Hochtief-Chef Marcelino Fernandez Verdes verordnete Umbau zahlt sich für die Anteilseigner um Großaktionär ACS aus: Der Essener Bauriese schaffte 2013 einen Gewinnsprung und schüttet eine deutlich höhere Dividende aus. Das Ergebnis vor Steuern kletterte 2013 auf 799,8 Millionen Euro (Vorjahr: 541,4 Millionen Euro), der Konzerngewinn nach Minderheiten legte von 115,2 auf 171,2 Millionen Euro zu, wie Hochtief am Donnerstag mitteilte.

Zugleich kündigte Konzernchef Marcelino Fernández Verdes am Donnerstag an, dass er 800 bis 1000 Stellen in seinem Deutschlandgeschäft streichen will. Mit mehr als 80 Prozent der betroffenen Mitarbeiter sei bereits eine einvernehmliche Einigung erzielt worden. Ziel sei es, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, so der Konzernchef. Insgesamt beschäftigt Hochtief bei der betroffenen Tochter Solutions in Deutschland rund 6 000 Mitarbeiter.

Gewinner sind die Anteilseigner: Sie sollen eine Dividende von 1,50 (Vorjahr 1,00) Euro je Anteilsschein erhalten – deutlich mehr als Analysten erwartet hatten. Die Aktionäre sollen aber noch von einem weiteren Schritt profitieren: Verdes will zehn Prozent der Hochtief-Aktien einziehen. Diese hatte der Konzern bereits eingesammelt. Der Anteil des spanischen Mutterkonzerns klettert damit weiter auf rund 55 Prozent, sagte ein Hochtief-Sprecher.

In diesem Jahr will Hochtief nun den operativen Konzerngewinn auf 225 bis 250 Millionen Euro steigern – von 208 Millionen Euro im Jahr 2013. Der Auftragseingang werde aber zurückgehen, räumte der Konzern ein. Von Reuters befragte Analysten hatten für 2013 einen Überschuss nach Minderheiten von 174 Millionen Euro prognostiziert. Die Dividende hatten sie bei 1,32 Euro erwartet.

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