Baukonzern Hochtief verdient deutlich mehr

Der schwache Euro, aber auch gut laufende Geschäfte in Australien, Nordamerika und Europa haben Hochtief gut gefüllte Auftragsbücher beschert. Der Essener Baukonzern hat zuletzt deutlich mehr verdient.
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Nach dem Verkauf von Unternehmensteilen vor allem in Australien, aber auch in Europa ist Hochtief schlanker aufgestellt als bisher. Quelle: Reuters
Eine Hochtief-Baustelle in Frankfurt

Nach dem Verkauf von Unternehmensteilen vor allem in Australien, aber auch in Europa ist Hochtief schlanker aufgestellt als bisher.

(Foto: Reuters)

EssenDer Baukonzern Hochtief hat auch im zweiten Jahresviertel vor allem von gut laufenden Geschäften in Australien und der Euro-Schwäche profitiert. Aber auch Nordamerika und Europa entwickelten sich besser.

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn sei von April bis Ende Juni um gut 28 Prozent auf 68,4 Millionen gestiegen, teilte die im MDax notierte Gesellschaft mit. Der Umsatz kletterte dank gut gefüllter Auftragsbücher auf 5,7 Milliarden Euro. Das waren gut 100 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Der Auftragsbestand legte auf 37,2 (Vorjahr: 35,8) Milliarden Euro zu, während die Auftragseingänge auf 7,1 (4,9) Milliarden Euro stiegen. Für das laufende Geschäftsjahr peilt Hochtief weiter einen um Verkaufserlöse, Umbaukosten und Abschreibungen bereinigten Gewinn zwischen 220 und 260 Millionen Euro an, nach bereinigt 190 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Ein Baukonzern berappelt sich
Manager seit 2012
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Knapp drei Jahre nach der Übernahme durch die spanische ACS ist Hochtief auf einem guten Weg. Weil sich der Baukonzern derart gut entwickelt, hat Chef Marcelino Fernandez Verdes kürzlich beteuert, dem Unternehmen die Treue halten zu wollen. „Ich bin stolz auf Hochtief und möchte noch lange in diesem wunderbaren Unternehmen arbeiten“, sagte der spanische Manager. ACS hatte Fernandez Verdes im November 2012 nach einer erbitterten Übernahmeschlacht um Hochtief nach Essen entsandt. Seitdem trimmt der Manager Hochtief auf Profit. Das sind seine wichtigsten Projekte, die er verantwortet.

Stage Theater an der Elbe, Hamburg
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Für den Theaterbetreiber Stage Entertainment hat Hochtief ein Musicaltheater für 1800 Gäste im Hamburger Hafen gebaut. Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit läuft hier seit November 2014 „Das Wunder von Bern“.

Landesarchiv NRW, Duisburg
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Das NRW-Landesarchiv ist ebenfalls fertiggestellt. Es besteht aus einem revitalisierten ehemaligen Speichergebäude und einem wellenförmigen Neubau. Das Mitte 2013 eingeweihte größte Archiv Europas bietet 134 Kilometer Regalplatz.

Autobahn 5, Wien
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Die 51 Kilometer lange Nordostumfahrung Wiens auf der A5 ist das erste Straßenprojekt, das in Österreich als öffentlich-private Partnerschaft entstand. Es wurde 2010 nach drei Jahren Bauzeit fertiggestellt. Hochtief PPP Solutions war bei Planung, Finanzierung und Bau in einem Konsortium mit einem österreichischen und einem französischen Partner federführend. Eine Projektgesellschaft wird die Strecke bis 2039 betreiben.

Rethebrücke, Hamburg
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Neubau der Retheklappbrücke, mit einer Spannweite von 104,2 Metern eine der größten Klappbrücken Europas. Die Arbeiten starteten 2011 und sollen noch  2015 abgeschlossen werden. Als Hauptstraßenverbindung des inneren Hafengebiets nach Süden ist die Brücke eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte im Hafen der Hansestadt. Durch die Klapptechnik der Brücke können der Schiffsverkehr sowie der Bahn- und Straßenverkehr künftig besser fließen.

Lake Champlain Bridge, Essex County, New York
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Die Lake Champlain Bridge verbindet seit 2011 Gemeinden in den Bundesstaaten New York und Vermont. Hochtief-Tochter Flatiron baute sie als Ersatz für eine in die Jahre gekommene Brücke. Das neue, knapp 670 Meter lange Bauwerk erspart den Nutzern einen 160 Kilometer langen Umweg oder eine einstündige Fahrt mit der Fähre.

Gotthard-Tunnel, Schweiz
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Der Gotthard-Basistunnel verbindet den Kanton Uri im Norden mit dem Tessin im Süden und soll 2016 nach dem bahntechnischen Ausbau für Personen- und Güterzüge freigegeben werden. Die Tunnelbauexperten von Hochtief haben gemeinsam mit Partnern bereits die beiden südlichen Lose des Gotthard-Basistunnels im Rohbau erstellt. Der Gotthard-Tunnel ist mit 57 Kilometern der längste Eisenbahntunnel der Welt.

Nach dem Verkauf von Unternehmensteilen vor allem in Australien, aber auch in Europa ist Hochtief schlanker aufgestellt als bisher. Deshalb wurden die Zahlen für 2014 angepasst. In Europa peilt der Konzern eine Rückkehr in die schwarzen Zahlen an.

  • dpa
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