Baukonzern
Hochtief verdient mehr trotz sinkender Umsätze

Der Gewinn des deutschen Bauriesen Hochtief steigt im zweiten Quartal deutlich. Und das obwohl die Essener Abstriche bei den Umsätzen machen mussten. Der tiefgreifende Umbau des Konzerns scheint sich auszuzahlen.

DüsseldorfBeim größten deutsche Baukonzern Hochtief zahlen sich die Umbauarbeiten aus. Der Konzern verdiente trotz sinkender Umsätze im zweiten Quartal mehr. Hochtief-Chef Marcelino Fernandez Verdes hat die Essener auf Profit getrimmt, unrentable Aufträge nimmt Hochtief nicht mehr in die Bücher. Hochtief zeige eine „signifikante Ergebnis- und Margenverbesserung“, betonte er.

Der bereinigte operative Gewinn kletterte im Quartal auf 88,4 (Vorjahr: 68,5) Millionen Euro, wie Hochtief am Mittwoch mitteilte. Abstriche musste der Konzern aber bei den Umsatzerlösen machen, die auf 4,9 (5,7) Milliarden Euro sanken. Hier musste die australische Tochter Cimic Federn lassen.

Doch Fernandez Verdes sieht bei den Erlösen bei Hochtief bereits eine Trendumkehr: Gegenüber dem Vorquartal sei der Umsatz von April bis Juni um zwölf Prozent gestiegen. Der Auftragsbestand summierte sich auf 38,8 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr peilt der zum spanischen ACS-Konzern gehörende Essener Bauriese weiter einen Anstieg des operativen Gewinns auf 300 bis 360 Millionen Euro an – bis zu 35 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der von ACS entsandte Hochtief-Chef hatte dem Konzern einen tiefgreifenden Umbau verordnet und Beteiligungen wie Flughäfen, Immobilienunternehmen, Wohnungsentwickler oder die australische Tochter John Holland verkauft. Er setzt voll auf das klassische Baugeschäft – anders als der kriselnde Bilfinger-Konzern, der sich vor allem auf Dienstleistungen konzentriert.

Hochtief setzt dabei auf Länder abseits des deutschen Heimatmarktes – in der Bundesrepublik fuhr Hochtief im Halbjahr rund fünf Prozent seiner Umsätze ein. Aber auch in den Mitarbeiterzahlen spiegelt sich der Sparkurs wider. Hochtief beschäftigte im zweiten Quartal knapp 44.900 Menschen, vor Jahresfrist waren es noch über 49.000 Mitarbeiter – unter anderem bei Cimic fielen Stellen weg.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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