Bauunternehmen: Hochtief-Mutter ACS will Schulden abbauen

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Hochtief-Mutter ACS will Schulden abbauen

Der spanische Baukonzern ACS will seine Schulden weiter reduzieren. Bis zum Jahresende will die Hochtief-Mutter ihre Verbindlichkeiten um knapp zwei Milliarden Euro senken – trotz hoher Verluste im vergangenen Jahr.
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MadridDas spanische Bauunternehmen ACS, die Muttergesellschaft des Hochtief-Konzerns, will zum Abbau des Schuldenbergs mehrere Geschäftsbereiche stutzen. Die Politik des Rückzugs aus nicht strategischen Sektoren solle fortgesetzt werden, kündigte ACS-Präsident Florentino Pérez am Freitag bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2012 in Madrid an.

Bis zum Ende dieses Jahres sollten die Nettoschulden von derzeit 4,9 Milliarden auf drei Milliarden Euro gesenkt werden. Der Hochtief-Großaktionär hatte im vorigen Jahr Nettoverluste von 1,93 Milliarden Euro erlitten, seinen Schuldenberg aber fast um die Hälfte abgebaut.

Pérez pries den neuen spanischen Hochtief-Chef Marcelino Fernández Verdes, dem in Essen eine gewisse Skepsis entgegengebracht wird. „Er ist die beste Führungskraft, die es in der Branche in Spanien und auf der ganzen Welt gibt“, sagte Pérez, der auch Präsident von Real Madrid ist. Die Ernennung von Fernández Verdes habe bereits zu einer Verbesserung der Geschäfte der australischen Hochtief-Tochter Leighton in den USA geführt. Sie werde auch in Deutschland bald positive Ergebnisse bringen.

Der ACS-Konzern wolle in den kommenden drei Jahren vor allem beim Bau von Infrastruktureinrichtungen im Verkehrssektor und in der Industrie ein verstärktes Wachstum erzielen, sagte Pérez. Dagegen sollten die Aktivitäten in anderen Bereichen gestutzt werden. Dazu gehöre der Betrieb von Flughäfen, Autobahnen, Anlagen zur Gewinnung von Wind- und Sonnenenergie oder Entsalzungsanlagen.

Die Hochtief-Mutter führte ihre Einbußen 2012 auf Sonderfaktoren wie den verlustreichen Verkauf eines Kapitalanteils von zwölf Prozent am Energieunternehmen Iberdrola zurück. Ohne Sonderfaktoren 2011 und 2012 kam ACS nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr auf einen Nettogewinn von 705 Millionen Euro, 9,9 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die ACS-Tochter Hochtief will sich von großen Teilen des zuletzt wenig rentablen Europageschäfts trennen. Der neue Hochtief-Chef Fernández Verdes hatte am Donnerstag - gut drei Monate nach seinem Amtsantritt - den Verkauf der kompletten Servicesparte in Europa angekündigt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • das war Klar das CS das Deutsche Unternehmen zerlegt wird der Spanier war Gift

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