Bayrische Laboraffäre
Die Aufklärungsverhinderer

Im Untersuchungsausschuss Labor hält sich eine merkwürdige Allianz aus CSU und SPD weiter damit auf, unwesentliche Dinge ausführlich zu erörtern. Und die Zeugen an diesem Montag spielen auch nicht wirklich mit.
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MünchenEs ist einer von vielen Tagen, an dem der Untersuchungsausschuss Labor des bayerischen Landtags nun schon Beamte des Landeskriminalamts befragt. Jene Männer und Frauen rund um die Sonderkommission Labor, die eigentlich gegen ein mutmaßliches Kartell von 10.000 betrügerischen Ärzten und den damaligen Großlabor-Betreiber Bernd Schottdorf wegen Betrugs ermitteln sollten – deren Einheit aber immer weiter verkleinert wurde, bis die Staatsanwaltschaft Augsburg 2009 das gesamte Verfahren einfach beerdigte.

Doch Ordnung muss sein. Zu Beginn der Ausschuss-Sitzung am Montag gratuliert der Vorsitzende Alexander König (CSU) erst einmal einer Kollegin zur Hochzeit. Die Stimmung am Vorsitzenden-Tisch ist ausgelassen. Vielleicht, weil die Sonne so schön scheint am bayerischen Himmel. Vielleicht auch, weil es so viel Spaß macht, die Öffentlichkeit einzulullen.

Denn nach der Hochzeit kommt gleich wieder das ermüdende Stochern im Nebel unerheblicher Fragen. Gleich der erste Zeuge gibt zu Beginn zu, dass er mit den Verfahren der Soko nichts zu hatte. Gleichwohl wird er ständig zu dem befragt, was er von anderen gehört hat. Oder was er über den Kollegen Robert Mahler denkt.

Offenbar nichts Gutes, wie ihm der Vizevorsitzende des Ausschusses, Franz Schindler von der SPD, immer wieder aus der Nase zieht. Die Begründung für derlei Negativkritik an Mahler ist allerdings ungefähr so erhellend wie die sonstigen Aussagen des Zeugen. Die klingen meist so: „Das erschließt sich mir nicht.“ Und: „Das weiß ich nicht.“ Oder: „Da kann ich überhaupt nichts zu sagen.“

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