Bergwetter
Warten auf den Schnee

Grüne Pisten: Wegen der hohen Temperaturen hat sich in den Alpen noch keine Schneedecke gebildet. Meteorologen sehen viele Skigebiete langfristig in Gefahr. Doch es gibt auch Gewinner.

TirolStraße statt Seilbahn: Derzeit gelangen Wintersportler im Tiroler Skiort Sölden nur mit dem Bus ins Skigebiet. Von 33 Liften sind gerade einmal zehn im regulären Betrieb. Doch im Gegensatz zu anderen, tiefergelegenen Gebieten, zählt Sölden damit in diesen Tagen schon zu den wenigen Gewinnern. Die offenen Anlagen stehen allesamt im Gletschergebiet – auf über 2.700 Metern Höhe.

Unterhalb dieser Marke liegt bis auf wenige schattige Seitentäler kaum Schnee. Nur die Gletscher garantieren aktuell gute Bedingungen für Wintersportler. Vier der bisher fünf für Skifahrer geöffneten Gebiete in Tirol haben einen Gletscher. Die anderen spüren dagegen die Folgen eines Spätsommers, der einfach nicht enden mag.

„Die Temperaturwerte in Gebirgslagen zwischen 1.500 und 3.000 Metern lagen im November um bis zu acht Grad über dem klimatologischen Mittel“, erklärt Stefanie Gruber von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Innsbruck. Ob es, wie von einigen Medien berichtet, der wärmste November seit dem 18. Jahrhundert ist, lasse sich im Moment noch nicht sagen. Prognosen zeigten allerdings, dass es bis in den Dezember hinein überdurchschnittlich warm bleibe.

Auch Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst hält es für „extrem“, dass es zu dieser Jahreszeit noch so warm sei. „Selbst auf 3.000 Metern ist ja noch fast alles grün“, sagt der Meteorologe. Aufgrund der langen Perioden ohne Niederschlag und den frühlingshaften Temperaturen hat sich in den Alpen noch keine Schneedecke bilden können. Und das dürfte erst einmal so bleiben.

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Warten auf den Schnee

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Wintereinbruch nicht absehbar

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