Bericht über Google-Mutter Alphabet will bei Fahrdienst Lyft einsteigen

Die Google-Mutter Alphabet offenbar, in den Uber-Konkurrenten Lyft zu investieren. Das berichten US-Medien. Demnach geht es um eine Milliarde US-Dollar. Auch bei Uber klopft offenbar ein neuer Investor an.
Update: 15.09.2017 - 13:11 Uhr Kommentieren
Alphabet wäre nicht der erste Investor, der versucht, sich Anteile an mehreren Fahrdienst-Anbietern zu sichern. Quelle: AP
Lyft

Alphabet wäre nicht der erste Investor, der versucht, sich Anteile an mehreren Fahrdienst-Anbietern zu sichern.

(Foto: AP)

New YorkDie Google-Mutter Alphabet will laut Medienberichten groß beim Uber-Konkurrenten Lyft einsteigen. Es könne um einen Betrag von einer Milliarde Dollar gehen, schrieben der Finanzdienst Bloomberg und das „Wall Street Journal“ in der Nacht zum Freitag. Ein solcher Deal würde die Fronten in dem Mobilitätsgeschäft noch einmal verschieben: Alphabet ist auch ein bedeutender Investor bei Uber - streitet mit dem bekanntesten Fahrdienst-Vermittler aber zugleich vor Gericht um Roboterwagen-Technologie.

Alphabet wäre nicht der erste Investor, der versucht, sich Anteile an mehreren Fahrdienst-Anbietern zu sichern. So ist der japanische Technologie-Konzern Softbank bereits an mehreren Uber-Konkurrenten beteiligt. Jetzt will die Firma dem „Wall Street Journal“ zufolge auch bis zu 22 Prozent an Uber erwerben und dafür rund zehn Milliarden Dollar in die Hand nehmen. Im Gespräch sei eine Auktion, bei der Softbank Anteile heutiger Investoren kaufen könnte, hieß es.

Das wäre zwar die bisher größte Einzelinvestition in ein Start-up. Für Uber, das in früheren Finanzierungsrunden bereits mit bis zu 69 Milliarden Dollar bewertet wurde, würde das aber einen deutlichen Preisabschlag bedeuten. Einige Investoren sorgten sich deshalb, dass dies den anvisierten Börsengang erschweren könnte. Zugleich war Uber zuletzt immer wieder von Skandalen erschüttert worden, die sich auch auf das Ansehen des Dienstes bei den Kunden auswirkten. Und einige Uber-Investoren argumentierten, dass Softbank das Geld sonst in Rivalen stecken könnte.

Das sind die wertvollsten Start-ups der Welt
Platz 17: Spotify
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Eines der wertvollsten Start-ups der Welt wird in diesem Jahr wohl die Rangliste verlassen. Der Musikstreaming-Dienst Spotify setzt laut Medienberichten zu seinem seit langem erwarteten Börsengang an. Derzeit wird das Unternehmen aus Schweden mit 8,5 Milliarden Dollar bewertet, ein Börsengang könnte die Bewertung auf bis zu 20 Milliarden steigern. Der Dienst kommt nach eigenen Angaben auf mehr als 60 Millionen zahlende Abo-Kunden und mehr als 140 Millionen Nutzer insgesamt.

Quelle: WSJ Billion Dollar Club, Januar 2017

Platz 16. Theranos
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Mit nur 19 Jahren gründete Elizabeth Holmes (Bild) im Jahr 2003 die Firma Theranos. Mit einem kleinen Piekser in den Finger sollten innovative Technologien zuverlässige günstige Bluttests liefern. Doch dann wurden immer mehr Probleme mit den Bluttests bekannt. Ergebnisse wurden angezweifelt und letztlich als fehlerhaft zurückgezogen. 2017 konnte Theranos die folgenden Rechtstreite aber beilegen. Die letzte Finanzierungsrunde, die vor dem Skandal stattfand, bewertete das Unternehmen mit 9 Milliarden Dollar.

Platz 15: Stripe
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Die irischen Brüder Patrick (links) und John Collison gründeten 2009 das Start-up Stripe. Die Software-Plattform will Online-Zahlungsabwicklungen erleichtern und verarbeitet jährlich für Unternehmen in 25 Ländern Beträge in Milliardenhöhe. Selbst ist das Jungunternehmen 9,2 Milliarden Dollar wert.

Platz 14: DJI
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Frank Wang hat seinen Kindheitstraum wahr gemacht und sogar noch weiterentwickelt: Als er noch klein war, träumte er von einem Modell-Helikopter - als er einen besaß, crashte er ihn schnell. Doch er hielt an seinem Traum fest und gründete 2006 DJI, ein mittlerweile 10 Milliarden Dollar schweres Unternehmen, das Drohnen herstellt und verkauft. Mehr als 6000 Mitarbeiter arbeiten weltweit für die Chinesen.

Platz 13: Dropbox
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Wer hat noch keine Dateien per Dropbox verschickt? Das Start-up bietet eine Freigabe- und Speicherlösung von kleinen und großen Dateien. Drew Houston schrieb 2007 den ersten Softwarecode für Dropbox während einer Busfahrt von Boston nach New York. Mittlerweile nutzen über eine halbe Milliarde Menschen weltweit Dropbox. Das Unternehmen ist derzeit 10 Milliarden Dollar wert. Experten erwarten, dass bald ein Börsengang angekündigt wird.

Platz 12: Lyft
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Der 2012 gegründete Fahrdienst-Vermittler ist der größte Konkurrent von Platzhirsch Uber. Das Start-up ist in rund 300 US-Städten aktiv. Im Oktober 2017 steckte Google eine Milliarde Dollar in das Unternehmen. Damit stieg die Bewertung von Lyft auf 11,5 Milliarden Dollar. Ein Börsengang wird in diesem Jahr erwartet.

Platz 11: Flipkart
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Der virtuelle Marktplatz Flipkart ist das indische Pendant zu Amazon. Binny Bansal (rechts, mit Microsoft-Chef Satya Nadella) und Sachin Bansal arbeiteten vor der Gründung für den heutigen Konkurrenten Amazon, wollten dann aber eine E-Commerce-Webseite für Inder gründen. Indische Unternehmen investierten bereits drei Milliarden Dollar in das Start-up, das mittlerweile 11,6 Milliarden Dollar wert ist.

Softbank ist bereits an den Fahrdiensten Didi Chuxing in China, Ola in Indien, Grab in Singapur sowie 99 in Brasilien beteiligt. Gründer und Chef Masayoshi Son hat einen Fonds von 100 Milliarden Dollar für Investitionen in Zukunftstechnologien zusammengetragen.

Lyft ist bisher nur in den USA aktiv, denkt aber laut Medienberichten über eine internationale Expansion nach. Uber ließ sich den schnellen globalen Ausbau bereits Milliarden kosten. In zwei großen Märkten - China und Russland - gab Uber allerdings bereits den Versuch auf, sie auf eigene Faust zu erschließen, und schloss sich mit lokalen Konkurrenten zusammen. In China ist der Partner die Softbank-Beteiligung Didi Chuxing - in die auch schon Apple eine Milliarde Dollar investiert hat.

Uber und Lyft gehen auch unterschiedliche Wege, was die Zukunft mit selbstfahrenden Autos angeht. Uber arbeitet an eigener Roboterwagen-Technologie. Lyft will hingegen zur Plattform werden, auf der verschiedene Entwickler ihre autonomen Fahrzeuge vermitteln können. Dazu gehören bereits der Autokonzern General Motors, die Alphabet-Tochter Waymo sowie Start-ups wie Drive.ai oder NuTonomy.

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  • dpa
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