Best Lawyers 2013
Die populärsten Anwälte Deutschlands

Empfehlungen spielen für Anwälte eine große Rolle. Für das Handelsblatt hat der Verlag Best Lawyers daher Juristen nach der Reputation ihrer Konkurrenten befragt. Ein Fundus für Rechtsabteilungen und Privatpersonen.
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Berlin/MünchenRechtsstreitigkeiten können sowohl Unternehmen als auch zerstrittene Privatpersonen ohne juristischen Beistand teuer zu stehen kommen. Doch woran erkennt man, welcher Anwalt im konkreten Fall der richtige ist? Diese Frage gilt umso mehr, als derzeit rund 160 000 Rechtsanwälte hierzulande zugelassen sind, bei einem Marktvolumen für Rechtsdienstleistungen von rund 18 Milliarden Euro.

„Privatpersonen können sich über Anwaltsverzeichnisse im Internet meist einen recht guten Überblick über die Marktsituation verschaffen“, sagt Markus Hartung, Direktor des Bucerius Center on the Legal Profession an der Bucerius Law School in Hamburg. „Ebenfalls hilfreich sind Anfragen bei Rechtsschutzversicherungen oder persönliche Empfehlungen“, meint der Rechtsanwalt.

Im gewerblichen Bereich spielt Mund-zu-Mund-Propaganda eine wichtige Rolle: „Selbst für erfahrene Inhouse-Juristen ist es kaum möglich, die Kompetenz eines in einem anderen Rechtsgebiet spezialisierten Kollegen abschließend zu beurteilen“, sagt Christoph H. Vaagt, Rechtsanwalt und Kanzleiberater in München. „Empfehlungen haben daher auch in diesem Segment große Bedeutung.“

Diesen Umstand nutzt der US-Verlag Best Lawyers bei der Erstellung seiner Ranglisten. Exklusiv für das Handelsblatt hat er so ein aktuelles Ranking deutscher Juristen aus verschiedensten Rechtsgebieten ermittelt, die von Kollegen empfohlen werden. Die Fachprominenz sollte festlegen, auf welche Kollegen sie außerhalb der eigenen Kanzlei hinweisen würde, falls sie selbst ein Mandat aus Zeitgründen oder wegen einer Interessenkollision nicht betreuen könnte. Herausgekommen ist eine Liste von rund 1300 Anwälten für knapp 60 Rechtsgebiete aus dem gesamten Wirtschaftsrecht ¬ ein Fundus für die Rechtsabteilung eines jeden Unternehmens, aber auch für Privatpersonen.

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Kommentare zu " Best Lawyers 2013: Die populärsten Anwälte Deutschlands"

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  • Nachtrag,
    diese Liste der Wirtschaftswoche über die "besten Anwälte für Arbeitsrecht Aschaffenburg und Deutschland" ist ebenso
    an den Haaren herbeigezogen und listet die laut WIWO-eigener Recherche "die besten Kanzleien für Arbeitsrecht und die empfohlenen Anwälte" Ist das eine Modeerscheinung?:

    http://www.wiwo.de/finanzen/steuern-recht/wiwo-top-kanzleien-die-besten-anwaelte-fuer-arbeitsrecht-seite-all/7162034-all.html
    Wer legt eigentlich die Kriterien für das Superlativ "die Besten" fest und wer selektiert nach welchen Kriterien die so "empfohlenen Anwälte"?
    Wenn ich einen Anwalt, eine Anwaltskanzlei, beispielsweise www.verkehrsrecht-fachanwalt.com empfehle und diese zu den besten dieses Fachbereiches zähle, dann deshalb weil ich entweder selbst oder mir nahestehende Dritte, beste langjährige Erfahrungen mit diesem Rechtsdiensleister machen konnte, die mich überzeugen.
    Besondere Aus- und Weiterbildungen, Titel und Auszeichnungen wie etwa 10 Jahre Erfahrung als Polizeibeamter in Kombination mit erworbener Fachanwaltschaft für Verkehrsrecht und vor allem die verifizierbaren Empfehlungen zufriedener Mandanten wie sie etwa bei www.anwalt.de für jeden Rechtsanwalt aufgeführt werden sind nach meinem Ermessen für mich als Rechtsrat- und juristische Hilfe Suchender wesentlich hilfreicher bei der Auswahl "des richtigen" Rechtsanwaltes / "der richtigen Rechtsanwältin".

    Dienstleister-Bestenlisten sollten immer von deren Kunden erstellt sein - alles andere ist Makulatur und ggf. nur Verlagsmarketing mit zuweilen etwas fragwürdigen Hintergrund.

  • Michael Gehlert
    Rechtsanwalt Empfehlungen als Wegweiser zu "Best Lawyers 2013"? Das ist mehr als irreführend. Der Titel, ich zitiere "Die populärsten Anwälte Deutschlands" kommt der Sache schon näher ist aber bei genauerer Betrachtung ebenso unzutreffend.
    Da Rechtsanwälte ihre Kollegen benennen handelt es sich bei dieser Auflistung eher um eine Art Kanzleimarketing von Kollegen für Kollegen. Der qualitative Nutzen für den Rechtsratsuchenden ist eher zweifelhaft dürfte bei Null liegen. Nun, eines ist gewiss, von den derzeit rund 155.000 in Deutschland zugelassenen Rechtsanwälten /innen dürften viele so auf Ihr Blatt aufmerksam werden und zumindest die betreffende Ausgabe erwerben (Ein Schelm wer denkt, Anwälte /Anwältinnen seien egozentrisch/narzistisch veranlagt) getreu dem Motto "mal sehen, ob ich/wir aufgeführt bin/sind" denn "In ist wer drin ist".
    Wie definieren Sie was populär ist? Sollte die Popularität nicht in der Zielgruppe der Rechtsanwälte, also den Mandanten, erfasst werden? Und wo bleiben eigentlich die Spezialisten für massenrelevante Rechtsgebiete, z.B. Fachanwälte für Verkehrsrecht oder andere "populäre Rechtsgebiete in denen sich Anwaltskanzleien und Einzelanwälte bundesweit einen Namen gemacht haben? Der Schwabe würde sagen "das Ganze hat ei gewisses G`schmäckle..." Rolf Bossi, Staranwalt in dem 80ern lät grüßen!
    Man darf auf Ihre nächste "Best of" Ausgabe gespannt sein
    http://www.jdsupra.com/profile/michael_gehlert/

  • "Von Kollegen empfohlen" - welch Auswahlkriterium! Auch wenn ich kein Familienrecht brauche: Die Anzahl und Auswahl der empfohlenen Familienrechtler macht leider deutlich, was von dieser Liste zu halten ist.

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