Beteiligungsfirma in Kauflaune
Indus will strategische Zukäufe wagen

Indus ist auf Shoppingtour, will Übernahmen eintüten. Einfach wird es nicht, denn die niedrigen Zinsen locken etliche Finanzinvestoren an und Firmenbesitzer sind vorsichtig. Doch die Beteiligungsfirma ist optimistisch.
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DüsseldorfDie Beteiligungsfirma Indus will ihren Rekordkurs mit weiteren Zukäufen fortsetzen. „Neben der Medizintechnik werden wir unser Augenmaß verstärkt auf Aktivitäten im Bereich Metalltechnik und Maschinen- und Anlagenbau richten“, kündigte Konzernchef Jürgen Abromeit am Dienstag in Düsseldorf an. Neben den fünf Kernsegmenten der Gruppe nehme der Vorstand aber auch Bereiche wie Gesundheitstechnik, Umwelt/Energie und Logistik ins Visier. Allerdings gestalteten sich Zukäufe in Zeiten niedriger Zinsen schwierig. Nicht nur, dass Finanzinvestoren und Großkonzerne den Mittelstand als Übernahmeziel für sich ausgemacht hätten. Hinzu komme, dass Firmeninhaber mangels lukrativer Geldanlagen wenig Interesse an einem Verkauf hätten.

Ziel sei es aber, zwei Unternehmen und kleinere Einheiten als strategische Ergänzung für die Tochterfirmen zu erwerben. Mit der Rolko-Gruppe hat Indus bereits eine Akquisition für rund 20 Millionen Euro in den vergangenen Tagen über die Bühne gebracht. Insgesamt will Indus rund 50 Millionen Euro für Übernahmen in die Hand nehmen.

Für 2014 kündigte Abromeit neue Bestmarken an. „Beim Umsatz werden wir sicher 1,3 Milliarden Euro schaffen und beim operativen Gewinn 118 Millionen Euro“, sagte Abromeit. Bereits im ersten Quartal liege die Gruppe über dem Vorjahr.

Indus mit seinen inzwischen 41 Beteiligungen aus dem Maschinenbau, der Medizin- und Fahrzeugtechnik, Metallverarbeitung sowie dem Baugewerbe hatte im vergangenen Jahr 1,195 (Vorjahr: 1,1 Milliarden) Milliarden Euro umgesetzt. Das Ebit erreichte 114 (106 Millionen) Millionen Euro, der Überschuss 64 (52,5 Millionen) Millionen Euro. Indus will ihre Aktionäre mit einer höheren Dividende an den Zuwächsen beteiligen. Sie sollen 1,10 Euro je Aktie erhalten, zehn Cent mehr als für 2012.

Von den fünf Segmenten habe allein die Metalltechnik aufgrund diverser Anlaufprobleme geschwächelt, die sich zwischenzeitlich aber erledigt hätten, erklärte Abromeit. Im Anlagenbau habe der Vorstand zudem bei einem kleineren Zulieferer der schwächelnden Stahlindustrie den Schlussstrich gezogen: Dort werde das operative Geschäft beendet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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