Bezahldienst

Ebay spaltet Paypal ab

In wenigen Wochen wird der Bezahldienst Paypal ein eigenständiges Unternehmen sein. Der Mutterkonzern Ebay will sich auf sein Kerngeschäft als Handelsplattform konzentrieren, verliert aber einen wichtigen Erlösbringer.
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Der Bezahldienst bringt viel Geld in Ebay's Kasse. Quelle: Reuters
Paypal

Der Bezahldienst bringt viel Geld in Ebay's Kasse.

(Foto: Reuters)

San JoseDie Online-Handelsplattform Ebay wird den Bezahldienst Paypal am 17. Juli abspalten. Alle Ebay-Anteilseigener sollen dann eine neue Paypal-Aktie erhalten, wie das Unternehmen am späten Freitag ankündigte. Am 20. Juli soll Paypal dann an als ein eigenständiges Unternehmen an die Börse kommen. Ebay geht davon aus, dass seine beiden Teile getrennt erfolgreicher sein können.

Der Bezahl-Service brachte zuletzt rund die Hälfte der Konzernumsätze ein. Im ersten Quartal dieses Jahres wuchsen die Erlöse von Paypal im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar. In der Handelsplattform-Sparte mit der Auktions-Website ging es dagegen um vier Prozent abwärts auf 2,07 Milliarden Dollar.

Aus den Kindertagen des Internets
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Google

Am 4. September 1998 wurde die Suchmaschine Google offiziell in Betrieb genommen. Während sich Farbe und Logo seitdem kaum verändert haben, wurde der Funktionsumfang der Suche stark erweitert – von Bildern über Videos bis hin zu Büchern und Nachrichten kann man damit alles gezielt suchen.
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tube
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YouTube

Im Februar 2005 startete der Webvideodienst YouTube. Bis auf das Logo sieht die Seite heute völlig anders aus. Das erste Video stammt vom YouTube-Gründer Jawed Karim und zeigt ihn bei einem Zoobesuch.
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xing
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Xing

Das bekannte Vernetzungsportal Xing startete 2003 unter dem Namen OpenBC. Erst 2007 wurde der Name auf Xing geändert. Der Name bedeutet im Chinesischen so viel wie „es funktioniert“, im Englischen steht es als Abkürzung für „Crossing“, also Kreuzung.
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twitter
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Twitter

Im März 2006 schrieb Twitter-Mitgründer Jack Dorsey die erste Nachricht auf dem Kurznachrichtennetzwerk. Sie lautete schlicht „Just setting up my twttr“ – „Ich setze gerade mein twttr auf.“ Offiziell veröffentlicht wurde die Plattform im Juli 2006, sie nannte sich damals noch twttr und nicht nur das Logo hat sich seitdem stark verändert. Twitter hat heutzutage 271 Millionen Accounts und ist seit Ende 2013 börsennotiert.
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amazon
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Amazon

Im Oktober 1995 öffnete sich Amazon.com der breiten Masse. Die Seite war ursprünglich als Online-Buchhandlung für den US-Markt angelegt worden. 1998 kam der Dienst dann auch nach Deutschland. Laut dem Bundesverband des Deutschen Versandhandels erzielte Amazon im Jahr 2012 ein Fünftel des gesamten deutschen Online-Versandhandelsumsatzes.
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facebook
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Facebook

Dank des Films „Social Network“ ist die Geschichte von Facebook sogar im Kino aufgeführt worden. 2004 wurde das ursprünglich als digitales Jahrbuch für die Harvard-Universität gedachte Netzwerk gestartet, entwickelte sich allerdings rasch weiter – 10 Jahre später ist es das wichtigste Soziale Netzwerk der Welt.
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yahoo
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Yahoo!

Yahoo wurde 1994 von Stanford-Studenten entwickelt. Die Idee der Suchmaschine war, alle Webinhalte in Kategorien einzuordnen – was in der damaligen Zeit auf Grund der begrenzten Internetinhalte noch möglich war. Yahoo entwickelte sich schnell: schon im Herbst 1994 meldete die Seite eine Million Anfragen und 100.000 Nutzer.
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Beide Unternehmen treffen in ihren Geschäftsbereichen auf starke Konkurrenz. Die Ebay-Handelsplattform muss gegen Amazon und neue Rivalen wie Alibaba aus China antreten. Der Markt für Finanzdienstleistungen, in dem Paypal aktiv ist, wandelt sich gerade schnell, unter anderem mit dem Start von Bezahldiensten von Apple und Google, aber auch weil die klassischen Anbieter ebenfall in die neuen Online-Märkte drängen. Mit der Eigenständigkeit wird Paypal freie Hand haben, auch mit Rivalen von Ebay ins Geschäft zu kommen.

Ebay hatte die Trennung bereis im vergangenen Herbst angekündigt. Der heutige Konzernlenker John Donahoe, der sich zunächst gegen die von Investoren schon seit einiger Zeit geforderte Aufspaltung gestemmt hatte, wird die Chefetage verlassen. Die neuen Ebay und Paypal sollen von den aktuellen Spartenchefs Devin Wenig und Dan Shulman geführt werden. Vor der Trennung leitete der Konzern den Abbau von rund 2400 Arbeitsplätzen ein.

Paypal war 2002 bereits kurze Zeit an der Börse notiert, bevor der Bezahlservice von Ebay übernommen wurde. Der Dienst hat 165 Millionen aktive Kunden.

  • dpa
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