Bilfinger: „Neubau einer Zentrale wäre ein falsches Signal“

Bilfinger
„Neubau einer Zentrale wäre ein falsches Signal“

Bilfinger ist auf Sparkurs, nachdem der Bau- und Dienstleistungs-Konzern erstmals seit vielen Jahren einen Verlust verbuchen musste. Das Unternehmen verzichtet daher jetzt auf den Neubau der Konzernzentrale in Mannheim.
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FrankfurtDer in einer Krise steckende Bau- und Dienstleistungs-Konzerns Bilfinger verzichtet auf den Neubau der Konzernzentrale in Mannheim. „Die laufenden Restrukturierungsprogramme haben Auswirkungen auf viele Mitarbeiter des Konzerns. In einer solchen Situation wäre der Neubau einer Zentrale ein falsches Signal“, erklärte Vorstandschef Herbert Bodner am Montag. Die Zentrale werde auch nicht aus Mannheim an einen anderen Standort verlegt.

Die Pläne von Bilfinger für einen Neubau in der Nähe des Mannheimer Hauptbahnhofs waren schon weit gediehen. Das Gebäude sollte ein Vorzeigeprojekt für energiesparendes Bauen werden. Nach Medienberichten kalkulierte Bilfinger mit Kosten von 40 bis 60 Millionen Euro. Doch der Konzern ist auf Sparkurs, nachdem ein Einbruch im Geschäft mit Projektierung und Wartung von Energie- und Industrieanlagen Bilfinger erstmals seit vielen Jahren einen Verlust einbrockte. Im Zuge der Krise hatte der frühere hessische Ministerpräsident Roland Koch den Chefposten räumen müssen. Mehr als 1600 Stellen wurden bereits gestrichen.

Derzeit steht die Bestellung eines neuen Vorstandschefs für das im Nebenwerteindex MDax notierte Unternehmen noch aus. Kochs Vorgänger Bodner war befristet bis Mai eingesprungen. Mit dem Norweger Per Utnegaard soll der Aufsichtsrat nach Informationen aus mit der Sache vertrauten Personen einen Nachfolger gefunden haben. Dieser habe jedoch den Vertrag mit seinem jetzigen Arbeitgeber, dem Schweizer Flughafen-Dienstleister Swissport, noch nicht beenden können.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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