Billionenmacht Blackrock „Jetzt zahlt die Wall Street den Preis“

Der Vermögensmanager Blackrock verwaltet mehr als vier Billionen Dollar. Mitgründer Robert Kapito hat nicht nur deshalb viel Macht in Amerikas Finanzzentrum. Der Manager fordert eine Erneuerung der Wall Street.
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Blackrock-Zentrale in New York: Der Vermögensverwalter ist einer der ganz großen Player der Finanzwelt. Quelle: ap

Blackrock-Zentrale in New York: Der Vermögensverwalter ist einer der ganz großen Player der Finanzwelt.

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New YorkBlackrock-Mitgründer Robert Kapito ist unzufrieden mit dem Zustand der Wall Street. Amerikas Finanzzentrum „muss sich neu erfinden“, sagte der Top-Manager des weltgrößten Vermögensverwalters, der für das operative Geschäft zuständig ist, dem Handelsblatt (Mittwochausgabe). „Die Wall Street hat großen Nachholbedarf in Sachen Technologie, Risikokontrolle und Compliance“, sagt Kapito. Die Finanzbranche habe viel verpasst. „Jetzt zahlt sie den Preis dafür.“

Auch aus Washington würde sich Blackrock mehr wünschen. Der Vermögensmanager, der mehr als vier Billionen Dollar verwaltet, fordert eine Infrastrukturbank, die den Bau von Straßen, Brücken und anderen Großprojekten fördert.

Blackrock würde laut Kapito gleich doppelt davon profitieren. So könnten Arbeitsplätze geschaffen werden. „Und wenn die Leute Jobs haben, können sie auch fürs Alter vorsorgen.“ Zudem würde Blackrock die Finanzierung für langfristig angelegte Projekte stellen.

Der Vermögensverwalter grenzt sich deutlich von den großen Banken ab und profitiert derzeit von dem schlechten Image der krisengeschüttelten Finanzinstitute. Statt zu Goldman Sachs ziehe es die Top-Absolventen nun eher zu Blackrock, so Kapito. „Wir bekommen die besten Leute.“

Den vollständigen Handelsblatt-Artikel über den unglaublichen Aufstieg des weltgrößten Vermögensverwalters finden Sie zum Download in unserem Kaufhaus der Weltwirtschaft unter www.kaufhaus.handelsblatt.com.

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5 Kommentare zu "Billionenmacht Blackrock: „Jetzt zahlt die Wall Street den Preis“"

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  • Tja, nach Bill Gross bemerkt nun noch jemand, dass die freie Marktwirtschaft mit deregulierten Finanzmärkten wohl doch nicht so dolle ist. Es würde mich nur interessieren, was die Republikaner und die tea party dazu sagen. Nach deren Lesart ist ja alles, was mit Staat zu tun hat gleich Sozialismus.Dass es Ländern mit starkem Staat wie Schweden, Dänemark oder Finnland wirtschaftlich sehr gut geht, interessiert dabei nicht.

  • Eine Infrastrukturbank soll her? Wer soll da reinzahlen? Ich nehme an die Steuerzahler/Regierung. Wer verwaltet und verleiht das Geld an Infrastrukturunternehmen? Natürlich wieder die Bankster, mit ihren dicken Bonis. Alles noch mehr als wie gehabt.

  • "Formbare Bimbos mit den besten Abschlüssen" wäre ja wirklich keine gute PR. Da gibt man halt sowas von sich.

  • Ich bin überwältigt von den grossen Ideen der Giganten:
    Der Vermögensmanager,..., fordert eine Infrastrukturbank, die den Bau von Straßen, Brücken und anderen Großprojekten fördert.
    Also wieder Wachstum auf Pump und Kosten der Steuerzahler. Das hatte wir jetzt 30 Jahre in EU und USA und alle sind pleite. Also ein bisschen was schlaueres hätte ich jetzt schon erwartet..

  • Die besten Leute? Wenn ich diesen Quatsch immer lese, schwillt mir der Hals.
    Genau diese "besten Leute" haben uns die Finanzkrise erst eingebrockt.
    Ich will keine Finanzfreaks, die mit virtuellem Geld reale Boni generieren, sondern Banker mit Verantwortung für die Gesellschaft.
    Aktuell muss man sich schämen, sagen zu müssen, aus dem Bankgewerbe zu kommen.

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