Boeing 787

Dreamliner macht ANA zu schaffen

Die japanische Airline ANA muss mehrere Inlandsflüge streichen. Schuld ist Boeings Dreamliner. Wegen Triebwerksproblemen müssen die Flugzeuge auf dem Boden bleiben – nicht zum ersten Mal.
Triebwerksprobleme zwinge die japanische Airline dazu mehrere Inlandsflüge zu streichen. Quelle: dpa
ANA-Dreamliner bleiben auf dem Boden

Triebwerksprobleme zwinge die japanische Airline dazu mehrere Inlandsflüge zu streichen.

(Foto: dpa)

TokioDie japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) streicht nach Antriebsproblemen beim Boeing-„Dreamliner“ mehrere Inlandsflüge. ANA besitzt mit 50 Boeing-787-Maschinen weltweit die größte Flotte dieses Langstrecken-Flugzeugs. Alle sind laut ANA-Angaben mit Motoren von Rolls Royce ausgestattet.

Nachdem im Februar bei einem „Dreamliner“ auf dem Weg von Japan nach Malaysia Probleme bei diesem Motortyp gemeldet worden waren, hatte die Airline alle Maschinen für Internationale Strecken zur Reparatur aus dem Verkehr gezogen. Nun wurde beschlossen, die Wartung auf die Boeing-787-Flugzeuge für Inlandsflüge auszuweiten.

Das sind die Renditekönige der Lüfte
Air Berlin
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Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft ist seit Jahren einer der größten Geldvernichter der europäischen Luftfahrt. Im vergangenen Jahr betrug die operative Marge minus 7,5 Prozent. Fehlende Integration der zahlreichen Zukäufe und ein zu unklares Geschäftsmodell sind die Ursachen.

Air France-KLM
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Der Zusammenschluss der französischen Air France mit der niederländischen KLM im Jahr 2004 war die erste große Fusion in der europäischen Branche. Wirtschaftlich weiter gebracht hat sie beide Unternehmen nicht. Mit einer Marge von gerade einmal 4,28 Prozent ist die Airline eher schwach aufgestellt. Vor allem das streikfreudige Personal in Frankreich verhindert bislang harte Reformen.

Lufthansa
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Der deutsche Branchenprimus, zugleich nach Umsatz und Passagierzahlen die größte europäische Airline, wird seit Jahren umgebaut. Doch der Prozess dauert, auch weil die Mitarbeiter sich von früheren Zusagen zum Beispiel bei der Altersversorgung verabschieden müssen. Doch der Kurs zahlt sich langsam aus, die Marge lag 2015 bei 4,85 Prozent.

Emirates
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Die älteste der drei Airlines vom Persischen Golf schaffte im vergangenen Jahr die ansehnliche Marge von 9,80 Prozent. Ihr Vorteil: Mit dem Drehkreuz in Dubai und einer überwiegend aus Langstreckenmaschinen bestehenden Flotte arbeitet sie sehr effizient. Zudem bekommt die Airline volle Rückendeckung durch die Regierung.

IAG
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Die Gesellschaft entstand Anfang 2011 durch den Zusammenschluss der britischen British Airways und der spanischen Iberia. Hartes Management und weitere Übernahmen wie etwa die der Billig-Airline Vueling und der irischen Aer Lingus machten aus der Gruppe eine der renditeträchtigsten Airlines in Europa mit einer Marge von 10,22 Prozent im vergangenen Jahr. Inwieweit dieser Wert nach dem Brexit-Votum der Briten gehalten werden kann, ist allerdings offen.

Turkish Airlines
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Gleichauf bei der Rendite mit der IAG liegt Turkish Airlines (10,22 Prozent). Die Fluggesellschaft ist in den zurückliegenden Jahren rasant gewachsen. Ähnlich wie am Persischen Golf wird sie stark von der Regierung unterstützt, die sie als Treiber des Wirtschaftswachstums sieht. Offen ist, welche Folgen die zunehmende Isolation der Türkei für die Airline haben wird.

United Continental
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United Continental entstand 2010 durch die Fusion von United Airlines mit Continental Airlines. Der Zusammenschluss zog sich über mehrere Jahre hin, zum Beispiel flogen noch bis 2015 beide Airlines mit eigenem Personal. Auch die Integration der Informationstechnik dauerte. Das ging zu Lasten der Marge, United ist mit 13,64 Prozent das Schlusslicht unter den vier großen US-Airlines.

In den vergangenen Tagen sei es auf den Kurzstrecken zu ähnlichen Problemen gekommen, teilte ANA mit. Am Donnerstagmorgen hatte ein „Dreamliner“ auf dem Weg nach Fukuoka zum Haneda-Airport nach Tokio umkehren müssen, nachdem im Cockpit Unregelmäßigkeiten beim Antrieb angezeigt wurden. Am Freitag strich die Fluggesellschaft neun Inlandsflüge. Im September werden voraussichtlich mehr als 300 Inlandsflüge ausfallen.

  • dpa
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