Booking.com gegen das Kartellamt Reservierungsseite verzichtet auf Bestpreise

Noch müssen Hoteliers in Frankreich ihre besten Angebote auch auf Booking.com anbieten. Künftig verzichtet die Reservierungsseite aber auf diese Klausel. Der deutsche Hotelverband ist trotzdem sauer auf das Kartellamt.
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Hoteliers stöhnen unter der Macht der Buchungsportale. Große Reiseportale bieten Bestpreis-Garantien an und vermitteln den Kunden damit das Gefühl, nicht viel falsch machen zu können. Quelle: dpa
Bestpreis-Garantie bei Hotelbuchungsportalen

Hoteliers stöhnen unter der Macht der Buchungsportale. Große Reiseportale bieten Bestpreis-Garantien an und vermitteln den Kunden damit das Gefühl, nicht viel falsch machen zu können.

(Foto: dpa)

BrüsselFrankreich-Urlauber können sich über mehr Wettbewerb bei den Hotelpreisen freuen. Die Reservierungsseite Booking.com habe zugestimmt, dass auf ihr werbende Hotels andernorts noch günstigere Angebote machen können, wie die französische Wettbewerbsbehörde und die EU-Kommission am Dienstag in Paris und Brüssel mitteilten. Dasselbe gilt laut EU auch für auf Booking.com anbietende Hotels in Italien und Schweden.

Derzeit müssen Hoteliers in den drei Ländern ihre besten Angebote immer auch auf Booking.com zugänglich machen. Ab Juli dürfen sie hingegen auf anderen Internetseiten oder auch direkt vor Ort sowie telefonisch oder per Mail günstigere Preise anbieten, erläuterte die französische Aufsichtsbehörde. Allerdings gilt dies bis auf Ausnahmen nicht für die eigenen Internetseiten der Hotels, machte die Behörde ebenfalls klar - hier dürfen demnach keine günstigeren Preise als auf der Internetplattform stehen.

Das wiederum verurteilte der deutsche Hotelverband scharf. „Die Wettbewerbshüter sind vor dem mit Abstand größten Buchungsportal in Europa aus uns unerklärlichen Gründen eingeknickt und haben sich einen faulen Kompromiss zu Lasten des Wettbewerbs, der Verbraucher und der Hotellerie abringen lassen“, teilte der Verband in Berlin mit.

Hierzulande hatte das Bundeskartellamt Anfang April Booking.com wegen Bestpreisklauseln für deutsche Hotels abgemahnt. Ein ähnliches Verfahren gegen Expedia.de wird demnach fortgesetzt. Bereits im Dezember 2013 hatte das Bundeskartellamt dem Portal HRS eine Bestpreisklausel für in Deutschland gelegene Hotels untersagt.

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  • afp
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