Budget-Hotels: Buchungsportale zurückgedrängt

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Best Western kopiert Motel One

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Buchungsportale zurückgedrängt

Für die 188 deutschen Best-Western-Hotels zahlte sich die Mitgliedschaft im vergangenen Jahr aus. 132 Millionen Euro – und damit ein Drittel des gesamten Übernachtungsumsatzes – erzielten sie über die Vertriebskanäle des Hotelverbunds. Ein Plus von 9,1 Prozent.

Wesentlicher Vertriebsweg ist die Website des Verbunds. Während dort der Deutschland-Umsatz „im niedrigen zweistelligen Prozentbereich“ zulegte, wie Best-Western-Managerin Carmen Dücker berichtete, sei der Anteil von Buchungsportalen wie Booking und Expedia leicht zurückgegangen. Für Best Western ein Erfolg. Schließlich wird bei den externen Vermittlern üblicherweise eine Kommission zwischen 18 und 25 Prozent fällig.

Entsprechend unternimmt der Hotelverbund fast alles, Übernachtungskunden ins eigene Vertriebssystem zu locken. Über das Kundenbindungsprogramm „Best Western Rewards“ versprechen die Hotels etwa Freiübernachtungen und Zimmer-Upgrades, sobald eine bestimmte Bonuszahl erreicht ist. Auf der Berliner Tourismusmesse ITB im März wollen die Amerikaner noch einmal nachlegen, um Wettbewerbern wie Hilton („HHonors“), Accor („Le Club“) oder Marriott („Marriott Rewards“) zu kontern.

Gleichzeitig sorgt Best Western dafür, dass bei der Google-Suche die eigenen Häuser stets im Rang vor Booking oder Expedia genannt werden. Für den hohen Aufwand nennt Smola einen nachvollziehbaren Grund: „Unsere Hoteliers sind zwar selbstständige Unternehmer, nach außen hin aber werden sie wie eine Kette wahrgenommen.“ Im Buchungsgeschäft ist dies ein Vorteil.

Deutschlandweit sind nur 30 Prozent aller Herbergen Markenhotels. Sie aber erwirtschaften 50 Prozent des Branchenumsatzes. Entsprechend viel wird davon abhängen, wie schnell sich die Marke Vib (gesprochen: „Weib“) etablieren wird.

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