Cimic
Hochtief-Tochter hofft auf öffentliche Aufträge

Das erfreut die Hochtief-Anleger: Die australische Tochter Cimic hat 2016 mehr verdient und setzt auf Wachstum durch öffentliche Aufträge zum Ausbau der Infrastruktur. Auch Zukäufe sind ein Thema.
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Sydney/DüsseldorfDie australische Hochtief-Tochter Cimic hat 2016 mehr verdient und setzt auf Wachstum durch öffentliche Aufträge zum Ausbau der Infrastruktur. Der Nettogewinn sei im vergangenen Jahr um 11,5 Prozent auf 580,3 Millionen australische Dollar (rund 414 Millionen Euro) gestiegen, teilte Cimic am Mittwoch mit. Im laufenden Jahr solle der Gewinn auf 640 bis 700 Millionen australische Dollar klettern. Cimic-Vertreter Marcelino Fernandez Verdes, der bei Hochtief auf dem Chefsessel sitzt, sagte, Cimic setze auf kräftiges Wachstum etwa im Bau von Straßen und Bahnstrecken.

An der Börse griffen Anleger zu. Die Cimic-Aktien schossen in Sydney um 7,6 Prozent nach oben. Auch Hochtief-Aktien und Anteilsscheine des Mutterkonzerns ACS waren bei Anlegern gefragt.

Die öffentliche Hand investiert in Australien stark in den Ausbau des Verkehrsnetzes, wovon die Hochtief-Tochter profitiert. Aber auch Zukäufe sind ein Thema. Derzeit versucht Cimic, das auf das Minen-Geschäft spezialisierte Unternehmen Macmahon Holdings zu schlucken. Cimic kauft zudem eigene Aktien zurück. Mit dem Rückkaufprogramm könnte der Einfluss Hochtiefs auf die Tochter wachsen. Denn werden die zurückgekauften Aktien eingezogen, steigt der Anteil des Essener Konzerns an Cimic.

Hochtief kontrolliert bereits über 72 Prozent der Cimic-Anteile. Der zur spanischen ACS-Gruppe gehörende Hochtief-Konzern hatte ebenfalls eigene Aktien zurückgekauft. Dadurch könnte sich der Griff von ACS um Deutschlands größten Baukonzern und damit auch um Cimic festigen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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