Dank Klinikverkauf
Rhön-Klinikum mit kräftigem Gewinnplus

1,35 Milliarden Euro Gewinn im ersten Halbjahr: Bei Rhön klingeln dank des Klinikverkaufs an Fresenius die Kassen. In seinen verbliebenen Krankenhäusern will sich das Unternehmen künftig stärker spezialisieren.
  • 0

Der Verkauf eines Großteils seiner Kliniken an den Gesundheitskonzern Fresenius füllt dem Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum kräftig die Kasse. Die Einnahmen aus dem Verkauf von 40 Kliniken und Versorgungszentren ließen den operativen Gewinn (Ebitda) im ersten Halbjahr auf 1,35 Milliarden Euro in die Höhe schnellen, wie das MDax-Unternehmen am Freitag mitteilte.

Vor einem Jahr hatte der operative Gewinn noch bei 151,5 Millionen Euro gelegen. Der Konzernüberschuss kletterte auf 1,21 Milliarden Euro nach 50,8 Millionen Euro vor Jahresfrist. Rhön setzte von Januar bis Juni allerdings nur noch 959,1 Millionen Euro um – ein Rückgang von 36,3 Prozent binnen Jahresfrist. Nach dem Klinikverkauf besitzt der fränkische Konzern künftig nur noch zehn Krankenhäuser an fünf Standorten mit etwa 5300 Betten.

Für das zweite Quartal wies Rhön allerdings bedingt durch Anpassungen beim Kaufpreis von zusammen gut 100 Millionen Euro einen operativen Verlust (Ebitda) von 133,5 Millionen Euro aus.

Nach dem Klinikverkauf plant Rhön im Gesamtjahr 2014 mit einem Umsatz von rund einer Milliarde Euro – einen Gewinnausblick gab das Unternehmen nicht. Für 2015, das erste volle Jahr in neuer Aufstellung, erwartet der Konzern einen Umsatz von 1,06 bis 1,12 Milliarden Euro sowie ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 145 und 155 Millionen Euro.

Rhön-Klinikum will sich in seinen verbliebenen Krankenhäusern auf Spitzenmedizin mit enger Verbindung zur Forschung konzentrieren. Zudem plant Rhön zusammen mit Fresenius und dem Konkurrenten Asklepios ein deutschlandweites Netzwerk aufzubauen, das betriebliche Zusatzversicherungen anbietet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Dank Klinikverkauf: Rhön-Klinikum mit kräftigem Gewinnplus"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%