Dara Khosrowshahi Uber soll spätestens in drei Jahren an die Börse

Wohin geht die Reise für Uber? Am Mittwoch lernten Mitarbeiter in der Firmenzentrale der Fahrdienst-App ihren neuen Chef kennen. Dara Khosrowshahi präsentierte ihnen sogleich klare Ziele – allen voran den Börsengang.
Update: 31.08.2017 - 13:06 Uhr Kommentieren
Vor einem Uber-Büro in den USA: Der Fahrdienstvermittler hat einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Quelle: dpa
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Vor einem Uber-Büro in den USA: Der Fahrdienstvermittler hat einen neuen Vorstandsvorsitzenden.

(Foto: dpa)

San FranciscoDer neue Uber-Chef Dara Khosrowshahi hat die Mitarbeiter des Fahrdienstes mit der Aussicht auf einen Börsengang in spätestens drei Jahren begrüßt. Bei seiner Vorstellung vor der gesamten Belegschaft in der kalifornischen Firmenzentrale erklärte der 48-Jährige, Uber könnte den Sprung aufs Parkett aber auch schon in eineinhalb Jahren wagen.

Der gebürtige Iraner soll die Firma aus ihrer Krise führen, die mit dem Abgang des ehemaligen Chefs Travis Kalanick ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hatte. Der anders als Kalanick als ruhig geltende Khosrowshahi war zuvor zwölf Jahre Chef des Reiseportals Expedia. Bei Uber hat er sich nicht zuletzt einen Wandel der Unternehmenskultur auf die Fahnen geschrieben.

„Diese Firma muss sich ändern“, sagte Khosrowshahi in San Francisco laut Twitter-Nachrichten der Uber-Pressestelle. „Was uns hierher gebracht hat, wird uns nicht mehr auf die nächste Ebene befördern.“ Mitgründer Kalanick hatte die Firma durch seinen streitbaren Führungsstil geformt. Mit der Vermittlung von Fahrdiensten per Smartphone-App hat Uber weltweit die Taxibranche aufgeschreckt.

Das aggressive Geschäftsgebaren des Unternehmens zog zahlreiche Klagen nach sich. Zudem sorgte eine Reihe von Skandalen für Aufsehen, die von Diskriminierung und sexueller Belästigung bis hin zu Ermittlungen des US-Justizministeriums wegen Verstößen gegen Regulierungsvorschriften reichten.

Das sind die wertvollsten Start-ups der Welt
Platz 17: Spotify
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Eines der wertvollsten Start-ups der Welt wird in diesem Jahr wohl die Rangliste verlassen. Der Musikstreaming-Dienst Spotify setzt laut Medienberichten zu seinem seit langem erwarteten Börsengang an. Derzeit wird das Unternehmen aus Schweden mit 8,5 Milliarden Dollar bewertet, ein Börsengang könnte die Bewertung auf bis zu 20 Milliarden steigern. Der Dienst kommt nach eigenen Angaben auf mehr als 60 Millionen zahlende Abo-Kunden und mehr als 140 Millionen Nutzer insgesamt.

Quelle: WSJ Billion Dollar Club, Januar 2017

Platz 16. Theranos
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Mit nur 19 Jahren gründete Elizabeth Holmes (Bild) im Jahr 2003 die Firma Theranos. Mit einem kleinen Piekser in den Finger sollten innovative Technologien zuverlässige günstige Bluttests liefern. Doch dann wurden immer mehr Probleme mit den Bluttests bekannt. Ergebnisse wurden angezweifelt und letztlich als fehlerhaft zurückgezogen. 2017 konnte Theranos die folgenden Rechtstreite aber beilegen. Die letzte Finanzierungsrunde, die vor dem Skandal stattfand, bewertete das Unternehmen mit 9 Milliarden Dollar.

Platz 15: Stripe
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Die irischen Brüder Patrick (links) und John Collison gründeten 2009 das Start-up Stripe. Die Software-Plattform will Online-Zahlungsabwicklungen erleichtern und verarbeitet jährlich für Unternehmen in 25 Ländern Beträge in Milliardenhöhe. Selbst ist das Jungunternehmen 9,2 Milliarden Dollar wert.

Platz 14: DJI
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Frank Wang hat seinen Kindheitstraum wahr gemacht und sogar noch weiterentwickelt: Als er noch klein war, träumte er von einem Modell-Helikopter - als er einen besaß, crashte er ihn schnell. Doch er hielt an seinem Traum fest und gründete 2006 DJI, ein mittlerweile 10 Milliarden Dollar schweres Unternehmen, das Drohnen herstellt und verkauft. Mehr als 6000 Mitarbeiter arbeiten weltweit für die Chinesen.

Platz 13: Dropbox
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Wer hat noch keine Dateien per Dropbox verschickt? Das Start-up bietet eine Freigabe- und Speicherlösung von kleinen und großen Dateien. Drew Houston schrieb 2007 den ersten Softwarecode für Dropbox während einer Busfahrt von Boston nach New York. Mittlerweile nutzen über eine halbe Milliarde Menschen weltweit Dropbox. Das Unternehmen ist derzeit 10 Milliarden Dollar wert. Experten erwarten, dass bald ein Börsengang angekündigt wird.

Platz 12: Lyft
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Der 2012 gegründete Fahrdienst-Vermittler ist der größte Konkurrent von Platzhirsch Uber. Das Start-up ist in rund 300 US-Städten aktiv. Im Oktober 2017 steckte Google eine Milliarde Dollar in das Unternehmen. Damit stieg die Bewertung von Lyft auf 11,5 Milliarden Dollar. Ein Börsengang wird in diesem Jahr erwartet.

Platz 11: Flipkart
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Der virtuelle Marktplatz Flipkart ist das indische Pendant zu Amazon. Binny Bansal (rechts, mit Microsoft-Chef Satya Nadella) und Sachin Bansal arbeiteten vor der Gründung für den heutigen Konkurrenten Amazon, wollten dann aber eine E-Commerce-Webseite für Inder gründen. Indische Unternehmen investierten bereits drei Milliarden Dollar in das Start-up, das mittlerweile 11,6 Milliarden Dollar wert ist.

Uber müsse sich stabilisieren und zugleich große Vorhaben angehen, betonte Khosrowshahi, der vorerst ohne Finanzvorstand und andere wichtige Manager auskommen muss. Eine ganze Reihe von hochrangigen Mitarbeitern hatte zuletzt das Unternehmen verlassen.

Der am Dienstag ernannte Vorstandschef betonte, es müssten nun rasch neue Mitarbeiter eingestellt werden – vor allem ein neuer Finanzchef. Auch will sich Khosrowshahi einen Chairman an die Seite holen, der ihn bei seinen Plänen unterstützen soll – dazu gehört auch der Ausbau von Marktanteilen.

  • rtr
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