Dehoga-Zahlen
Hotels profitieren vom Städtereisen-Boom

Das Gastgewerbe verzeichnet ein Umsatzplus von 2,8 Prozent. Dabei kommt der Trend hin zu Deutschlandtourismus den Hoteliers zugute. Caterer wachsen enorm, Restaurants und Kneipen dagegen schwächeln.
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BerlinDeutschlands Hoteliers und Gastronomen sind mit einem leichten Umsatzplus ins Jahr gestartet. Die Branche setzte im Januar 2,8 Prozent mehr um als vor Jahresfrist und schaffte damit das größte Plus seit August. Bereinigt um Preissteigerungen blieb aber nur ein Plus von 0,3 Prozent. Der Branchenverband Dehoga sprach am Freitag von einem gutem Auftakt. "Die Menschen lassen sich die Lust am Ausgehen trotz wirtschaftlicher Krisenmeldungen nicht vermiesen", sagte Dehoga-Präsident Ernst Fischer. Als positive Überraschung bezeichnete er, dass der Januar-Umsatz nominal um 0,3 Prozent über dem traditionell starken Monat Dezember mit dem Weihnachtsgeschäft lag.

Das Gastgewerbe hatte 2012 seinen Umsatz um 2,2 Prozent gesteigert und damit das dritte Jahr in Folge Wachstum verbucht. Der Dehoga peilt für 2013 ein Plus von 1,8 Prozent an. Sorgenkind der Branche ist die Gastronomie, die den anderen Sparten - gemessen am Umsatz - hinterherhinkt. Die Restaurants und Kneipen konnten ihre nominalen Erlöse auch im Januar nur unterdurchschnittlich um 2,2 Prozent steigern, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das größte Plus schafften Caterer und sonstige Verpflegungsdienstleister mit 4,3 Prozent.

Hotels legten um 3,6 Prozent zu und profitieren vom Geschäft mit Konferenzen und Städtereisen. "Der Deutschlandtourismus wächst", betonte Fischer. Im Januar sei die Zahl der Übernachtungen um zwei Prozent auf knapp 22 Millionen gestiegen. Die gesamten Übernachtungen kletterten 2012 um vier Prozent auf den Rekordwert von 407 Millionen Euro.

Das Gastgewerbe sieht sich laut Fischer als Jobmotor des Mittelstandes. Denn die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Branche sei von Dezember 2011 zum Dezember 2012 um rund 30.000 oder 3,5 Prozent gestiegen. In der Gesamtwirtschaft habe es nur ein Plus von 1,2 Prozent gegeben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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