Deutsche Börse
Börsenbetreiber will Stellen streichen

Bei der Deutschen Börse werden wohl erneut Stellen abgebaut. In welchem Umfang ist noch nicht absehbar – aber auch rund 35 gut bezahlte Manager sollen ihren Hut nehmen. Im Unternehmen herrsche „große Unruhe“.

FrankfurtDie Deutsche Börse plant Unternehmenskreisen zufolge eine neue Runde von Stellenstreichungen. Seit einiger Zeit gebe es darüber Gespräche zwischen dem Management und dem Betriebsrat, sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters.

Wie viele Arbeitsplätze bei Deutschlands größtem Börsenbetreiber wegfielen, sei derzeit noch nicht absehbar, sagte einer von ihnen. „Ich denke, dass wir bis Jahresende Klarheit haben.“ Vorstandschef Carsten Kengeter, der seit Juni an der Spitze des Konzerns steht, unterstreicht mit diesem Schritt erneut, dass sich bei dem Frankfurter Unternehmen unter ihm einiges verändern wird.

Der seit Juni amtierende Vorstandsvorsitzende hat bereits im Sommer angekündigt, dass er Hierarchien abbauen und Funktionen zusammenlegen will, um die Deutsche Börse agiler und effektiver zu machen.

Im Rahmen des Umbauprogramms sollen Insidern zufolge auch rund 35 gut bezahlte Manager aus verschiedenen Konzernbereichen die Hessen verlassen, sagten Insider. Darüber hatte zuerst die Agentur Bloomberg berichtet. Betroffen davon sind Firmenkreisen zufolge unter anderem leitende Angestellte und Managing Directors.

„Im Unternehmen herrscht derzeit große Unruhe“, sagte ein Mitarbeiter. Dazu trage auch die geplante Umwandlung des Konzerns in eine europäische Aktiengesellschaft (SE) bei. Sie soll auf der Hauptversammlung des Unternehmens im kommenden Jahr beschlossen werden, wie ein Sprecher bestätigte. Zu den geplanten Stellenstreichungen wollte sich das Unternehmen nicht äußern.

Was Stellenstreichungen und Einsparungen angeht, setzt Kengeter eine langjährige Tradition bei der Deutschen Börse fort. Wenn ein Sparprogramm ausläuft, folgt meist direkt das nächste. Das letzte Paket beschloss das Unternehmen im Februar 2013. In der Regel kommt die Deutsche Börse dabei ohne betriebsbedingte Kündigungen aus und bewegt Mitarbeiter mit Abfindungen und Reglungen zur Frühverrentung zu einem freiwilligen Ausscheiden.

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Neuer Chef „krempelt den Laden um“

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