Deutsche Office
Immobilienfirma verschwindet von der Börse

Nach der Übernahme durch Konkurrent Alstria wird Immobilienkonzern Deutsche Office bald nicht mehr auf dem Kurszettel stehen: Er verschwindet von der Börse. Für Alstria ist die Übernahme zunächst mit Verlusten verbunden.

FrankfurtDas Immobilienunternehmen Deutsche Office (DO) verschwindet von der Börse. Nach der erfolgreichen Übernahme durch die Konkurrentin Alstria soll die Firma in eine GmbH & Co. KG umgewandelt werden und dann als hundertprozentige Tochter der Hamburger auftreten.

Die Hauptversammlung muss die Pläne noch genehmigen, wie DO am Dienstag mitteilte. Spätestens in der zweiten Jahreshälfte dürfte das Unternehmen dann nicht mehr auf dem Kurszettel stehen. Der Schritt war weithin erwartet worden, denn damit werden Doppelstrukturen beseitigt und Kosten gesenkt.

Alstria hatte im vergangenen Juni überraschend mitgeteilt, DO mit Sitz in Köln über einen Aktientausch zu übernehmen, um ein schlagkräftigeres Unternehmen auf dem kleinteiligen deutschen Büroimmobilienmarkt zu schmieden. Der Deal war knapp 800 Millionen Euro schwer.

Zum 1. November wurde DO, die mehrere Sanierungsjahre hinter sich hat, bereits in der Alstria-Bilanz konsolidiert. Der erste gemeinsame Jahresabschluss wird nun am 30. März erwartet. Dass die Übernahme für Alstria zunächst einmal mit Schmerzen verbunden ist, ist seit längerem klar.

2015 erwarten die Hamburger nach früheren Angaben einen Nettoverlust. Hauptgrund: Alstria wertete zum Jahresende die DO-Immobilien ab – um mehr als 80 Millionen Euro auf 1,6 Milliarden Euro. Für das abgelaufene Geschäftsjahr ergibt sich damit alleine bei DO ein Konzernverlust von 79 Millionen Euro. Die Dividende soll gestrichen werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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