Deutsche Post

Onlinehandel lässt Paketgeschäft boomen

Die Deutsche Post profitiert vom Onlinehandel: Zur Weihnachtszeit will sie pro Tag rund acht Millionen Pakete transportieren. Dazu wurden 10.000 Beschäftigte zusätzlich eingestellt. Auch die Konkurrenz rüstet auf.
Update: 20.11.2013 - 10:49 Uhr Kommentieren
Paketlieferung: „Wir werden zum ersten Mal in der Geschichte des Unternehmens acht Millionen Pakete pro Tag sehen.“ Quelle: Reuters

Paketlieferung: „Wir werden zum ersten Mal in der Geschichte des Unternehmens acht Millionen Pakete pro Tag sehen.“

(Foto: Reuters)

BonnDer boomende Onlinehandel treibt das Paketgeschäft der Deutschen Post zur diesjährigen Weihnachtszeit auf neue Bestmarken. „Wir werden zum ersten Mal in der Geschichte des Unternehmens 8 Millionen Pakete pro Tag sehen“, sagte Brief-Chef Jürgen Gerdes der Nachrichtenagentur dpa. Das wären in der Spitze rund eine Million Pakete und Päckchen mehr als vor einem Jahr. Zur Bewältigung des Ansturms seien zusätzlich 10 000 Stellen geschaffen und 62 Sonderzüge mehr bei der Deutschen Bahn geordert worden. Die Hälfte der neuen Arbeitsplätze sei unbefristet.

Außerdem würden 8500 Fahrzeuge mehr bei der Auslieferung der Pakete im Einsatz sein. Beim gesamten Paketvolumen werde die Post 2013 erstmals die Zahl von 1 Milliarde deutlich überschreiten. Durch das rasante Wachstum gerät der weltweit größte Post- und Logistikkonzern zunehmend an die Grenzen seiner Kapazitäten. Im Paketkonzept 2012 seien 750 Millionen Euro Investitionen für den Ausbau von Paketzentren eingeplant worden. Dies sei für 10 Jahre angelegt gewesen, sagte Gerdes. „Jetzt wachsen wir deutlich schneller als geplant“.

Neben dem größten Paketzentrum, das derzeit im hessischen Obertshausen mit einer Sortierkapazität von 50 000 Sendungen pro Stunde gebaut wird und im Herbst 2014 eröffnet werden soll, plant die Post ein weiteres Paketzentrum dieser Größenordnung. „Wir brauchen mehr Platz für Mengen und wollen in der Qualität noch besser werden“, sagte der Postvorstand.

Wettbewerber Hermes spricht von 5000 zusätzlichen Zustellern, die meist von Zeitarbeitsfirmen kommen. Anders als bei der Post arbeiten Hermes, DPD, GLS & Co auf der Endstufe der Zustellung meist mit lokalen und regionalen Subunternehmen. So bleibt unklar, wie viele Menschen in der gesamten Branche überhaupt arbeiten. Der Branchenverband BIEK spricht von knapp 200 000 Beschäftigten, ohne die Deutsche Post.

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