Einstieg bei Immofinanz
CA Immo will Machtkampf mit Angebot beenden

CA Immo und Immofinanz sind sich einig: Eine engere Kooperation ist eigentlich sinnvoll. Offen ist jedoch, wer dabei wen übernimmt und damit die Oberhand behält. Nun will CA Immo im Machtkampf Fakten schaffen.
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WienDie österreichische Büroimmobilienfirma CA Immo treibt ihre Pläne für einen Einstieg bei der Konkurrentin Immofinanz voran. Gemeinsam mit ihrem Partner und Großaktionär O1 legte CA Immo am Mittwoch ein Angebot zum angekündigten Preis von 2,80 Euro je Aktie vor. Eine nachträgliche Erhöhung sei „ausdrücklich“ ausgeschlossen, heißt es in den Unterlagen.

Mit der insgesamt 420 Millionen Euro schweren Offerte wollen die beiden Bieter bis zum 15. April gemeinsam weitere 13,5 Prozent an Immofinanz kaufen – gut drei Prozent besitzt CA Immo bereits. Eine vollständige Übernahme streben die Partner jedoch nicht an, wie aus dem Angebot hervorgeht. Sie wollten sich mit einer Vertretung im Aufsichtsrat zufriedengeben und sich nicht ins Tagesgeschäft einmischen. Grünes Licht der nationalen Kartellbehörden und der EU-Kommission wollen CA Immo und O1 bis Ende Juni erhalten – ansonsten sind die Einstiegspläne tot.

Mit dem Angebot versucht CA Immo im Machtkampf mit der Immofinanz Fakten zu schaffen. Immofinanz-Chef Eduard Zehetner hatte die Offerte als zu gering zurückgewiesen und wehrt sich mit einem Gegenangebot. Für bis zu 530 Millionen Euro will sein Unternehmen 29 Prozent an CA Immo kaufen – und sich mit diesem Minderheitsanteil wenn möglich bereits die Kontrolle sichern.

Dabei finden beide Unternehmen eine engere Kooperation bis hin zu einer später möglichen Fusion eigentlich sinnvoll. Offen ist jedoch, wer dabei wen übernimmt und damit die Oberhand über einen Konzern mit einem gemeinsamen Immobilienvermögen von rund zehn Milliarden Euro gewinnt. CA Immo ist auf Bürogebäude in Deutschland, Österreich und Osteuropa spezialisiert, während Immofinanz Bürohäuser und Einkaufszentren in derselben Region besitzt. Allerdings machte Immofinanz zuletzt die Wirtschaftsflaute im mit Abstand wichtigsten Einzelmarkt Russland zu schaffen. Wegen der Abwertung des Rubels gewährt das Unternehmen seinen Mietern in seinen fünf Einkaufszentren im Umland von Moskau Preisnachlässe.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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