Fahrdienstvermittler Uber fährt nächsten Milliardenverlust ein

Der US-Fahrdienstvermittler Uber kommt nicht aus den Verlusten raus. Doch für Chef Dara Khowsrowshahi gibt es auch einen Lichtblick.
Update: 14.02.2018 - 08:07 Uhr Kommentieren
Der US-Fahrdienstvermittler kann mit besseren Zahlen für das abgelaufene Quartal aufwarten. Quelle: AP
Uber

Der US-Fahrdienstvermittler kann mit besseren Zahlen für das abgelaufene Quartal aufwarten.

(Foto: AP)

San FranciscoDer Fahrdienstvermittler Uber hat in dem von Skandalen, Führungschaos und Rechtskonflikten geprägten Geschäftsjahr 2017 einen hohen Verlust erlitten. Das Minus betrug 4,5 Milliarden Dollar (3,6 Milliarden Euro), wie aus einer Dienstagabend (Ortszeit) vom Tech-Portal „The Information“ veröffentlichten Präsentation hervorgeht. Der Umsatz lag demnach bei 7,4 Milliarden Dollar.

Immerhin konnte Uber die Verluste im Schlussquartal deutlich verringern. Hier belief sich der Fehlbetrag auf 1,1 Milliarden Dollar und fiel damit um 26 Prozent niedriger aus als im Vorquartal. Zugleich legte der Umsatz um zwölf Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar zu. Das gesamte Buchungsvolumen der über die Uber-App vermittelten Fahrten kletterte um 14 Prozent auf 11,1 Milliarden Dollar.

Konzernchef Dara Khosrowshahi deutete laut „Wall Street Journal“ gegenüber Investoren an, er wolle mit Blick auf einen möglichen Börsengang im Jahr 2019 die Finanzen des Unternehmens stabilisieren. Der frühere Chef, Travis Kalanick, habe nach „Wachstum zu jedem Preis“ gestrebt. Der mögliche Gang aufs Parkett ist wohl auch der Grund, wieso das Unternehmen seit noch nicht allzu langer Zeit Details über seine Finanzen veröffentlicht.

Uber hat ein turbulentes Jahr hinter sich. Der Mitgründer und langjährige Chef Kalanick musste im Juni abtreten, nachdem Uber wegen Technologie-Diebstahls verklagt wurde und durch Sexismus- und Diskriminierungs-Vorwürfe in die Kritik geriet. Nach internen Machtkämpfen wurde Khosrowshahi als Nachfolger verpflichtet. Der ehemalige Expedia-Chef soll Uber jetzt wieder auf Kurs bringen.

  • dpa
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