Finanzinvestor verkauft
Killerwale kommen an die Börse

Jährlich kommen 24 Millionen Gäste in die Seaworld-Vergnügungsparks in den USA. Was Touristen gefällt, soll jetzt auch Aktienanleger begeistern. Ein Finanzinvestor verkauft die Freizeitparks und Aquarien mit Killerwalen.
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DüsseldorfVor drei Jahren hatte der Brauerei-Konzern Anheuser-Busch InBev („Budweiser“) von einem Randgeschäft getrennt: Die Vergnügungsparks der Firma gingen an den Finanzinvestor Blackstone. Jetzt will der Käufer von damals Kasse machen und die berühmten Killerwal-Aquarien in Orlando, San Antonio und San Diego an die Börse bringen (Börsenprospekt in der SEC-Datenbank). Zum Portfolio von Seaworld Entertainment gehören auch andere Vergnügungsparks – unter anderem ein mit Lizenz betriebene, zwischen New York und Philadelphia gelegene Attraktion auf Basis der „Sesamstraße“.

Blackstone will mindestens 500 Millionen Dollar einstreichen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf zwei Beteiligte an dem Verfahren. Details über den Aktienpreis oder die Zahl der Aktie sind noch nicht bekannt gegeben worden. An der Börse platziert werden die Papiere von bekannten Großbanken wie Goldman Sachs, JP Morgan oder Citi.

In den ersten neun Monaten des Jahres hat Seaworld Entertainment einen Umsatz von 1,16 Milliarden Dollar (875 Millionen Euro) erzielt und damit fast acht Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn habe 86 Millionen Dollar betragen nach 50 Millionen Dollar ein Jahr zuvor.

Die gesamte Vergnügungsparkbranche in den USA habe im Jahr 2011 einen Umsatz von elf Milliarden Dollar erzielt. Platzhirsch ist der Disney-Konzern. Das jährliche Branchenwachstum habe in den vergangenen neun Jahren durchschnittlich drei Prozent betragen.

Laut Seaworld-Börsenprospekt vereinen die Vergnügungsparks des Unternehmens 93 Tier-Attraktionen, 193 Fahrgeschäfte und 113 Live-Shows. Insgesamt 28 Killerwale beheimaten die Aquarien – und etwa 60.000 Fische. Dem Unternehmen sei 1985 die erste Geburt eines Killerwals in menschlicher Obhut gelungen.

 
Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

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