Fitnessketten

Ohne Schweiß kein Preis

Die einen versetzen ihren Kunden Stromstöße, die anderen nehmen nur Frauen auf: Fitnessketten schießen in Deutschland derzeit wie Pilze aus dem Boden. Jetzt drängt auch Popstar Madonna auf den Markt.
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Erik Vermeulen, Trainer im Berliner Studio „Hard Candy Fitness“: In der Hauptstadt plant das Unternehmen drei weitere Studios. Quelle: dpa

Erik Vermeulen, Trainer im Berliner Studio „Hard Candy Fitness“: In der Hauptstadt plant das Unternehmen drei weitere Studios.

(Foto: dpa)

StuttgartMit der menschlichen Eitelkeit lässt sich eine Menge Geld verdienen - mit Schweiß auch. Jeder zehnte Deutsche ackerte im vergangenen Jahr im Fitnessstudio und die Tendenz ist steigend. Gleichzeitig nimmt das Gerangel der Anbieter zu: Aktuell dringt Pop-Ikone Madonna mit ihrer Fitnesskette Hard Candy auf den hiesigen Markt und will im deutschsprachigen Raum in den kommenden drei Jahren 35 Studios eröffnen. Experten prognostizieren der Branche weiter Wachstum - allerdings nicht jedem.

„Da ist noch sehr großes Potenzial“, sagt Karsten Hollasch, der für die Unternehmensberatung Deloitte den Fitness-Markt in einer Studie analysiert hat. Etwa im Gesundheitsbereich, für junge Leute oder für Senioren fehlten noch Angebote.

„Momentan ist es so, dass die neuen Studios, die sich am Markt etablieren, im Wesentlichen zu Ketten gehören“, erläutert Hollasch. Sie sind der Studie zufolge in den vergangenen fünf Jahren stärker gewachsen als Einzelbetreiber - und haben mittlerweile mit 3,5 Millionen Mitgliedern fast so viele Kunden wie alle individuellen Studios zusammen.

Der Gründer der Kette Bodystreet, Matthias Lehner, erklärt das auch mit dem McDonald's Effekt: „Man weiß einfach, was einen erwartet“, sagt Lehner. „Eine Marke schafft Vertrauen.“ Die Zahl der Bodystreet-Standorte hat sich allein im vergangenen Jahr von 74 auf 140 fast verdoppelt. Auch der Umsatz soll sich 2013 verdoppeln - und bei 25 Millionen Euro liegen.

Dabei setzt Bodystreet im Gegensatz zu anderen Ketten auf ein sehr spezielles Angebot: Nur maximal zwei Kunden teilen sich einen Trainer und statt Gewichten gibt es leichte Stromstöße, die die Muskeln stimulieren sollen. „Ich bin davon überzeugt, dass man in der Branche nur durch eine starke Abgrenzung erfolgreich wird“, sagt Lehner.

Branchenkenner Hollasch sieht das ähnlich: „Das Angebot wird sich insbesondere in der Breite verändern und sich stärker auf bestimmte Zielgruppen fokussieren.“ Ein weiteres Beispiel dafür sei etwa die Kette Mrs. Sporty, die sich mit einem halbstündigen Zirkeltraining an Geräten ausschließlich an Frauen richtet. Der größte deutsche Anbieter McFit punkte wiederum mit besonders niedrigen Preisen.

„Problematisch wird es für die, die sich nicht stark genug differenzieren.“
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  • Gut, dass ich in meinem heimischen Sportverein ebenfalls einen gut eingerichteten Fitnessraum habe. Dazu ein paar nette Leute aus dem Ort mit denen man beim Training klönen kann und nun der Hammer, ich zahle im Jahr 48 € für die Mitgliedschaft und kann mindestens 3 mal die Woche trainieren gehen. Da kann auch ein McFit nicht ansatzweise mithalten (außer, dass es 24h geöffnet hat). Als ich das letzte Mal dort war, musste ich leider feststellen, dass die Trainer alle unterschiedlicher Ansicht darüber waren, wie ich eine Übung richtig ausführe... gut, dass mein Sportverein Kurse für Übungsleiter anbietet. So kompetent wie in diesen Billig-Ketten sind meine Übungsleiter allemal.

  • Ich geh nur in mein Ladys-Gym. Da ist man vor den Blicken der notgeilen Jungs wenigstens sicher.

  • Eigentlich ist es relativ einfach, gesund zu leben und auf den Besuch beim Arzt zu verzichten.

    Etwas Bewegung und 2 - 3 mal in der Woche zum Fitness, gekoppelt mit vegetarischer Ernährung kann uns nur dabei helfen. Parallel dazu sollte man unbedingt etwas gegen die Körper Übersäurung machen.

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