Flughafenbetreiber
Pilotenstreiks können Fraport nichts anhaben

Der Flughafenbetreiber Fraport lässt sich von den Pilotenstreiks nicht beirren. Im ersten Quartal steigt der Gewinn um 14 Prozent. Dafür sorgte vor allem das Geschäft in den Ladenzeilen und im Ausland.
  • 0

FrankfurtDer Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport startet dank brummender Geschäfte in seinen Ladenzeilen und im Ausland mit einem Gewinn- und Umsatzplus ins Jahr. Das operative Konzernergebnis (Ebitda) stieg im ersten Quartal um 14 Prozent auf 153 Millionen Euro, wie Fraport am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz zog um elf Prozent auf 576 Millionen Euro an.

Fraport profitierte von mehreren Faktoren: Zum einen wurden die Ergebnisse der jüngst übernommenen Flughafen-Ladenkette Airmall sowie des Airports Ljubljana in Slowenien erstmals in die Bilanz aufgenommen. Zudem stiegen die Passagierzahlen am wichtigsten Konzernflughafen in Frankfurt – trotz eines viertägigen Streiks der Lufthansa-Piloten im März.

Der Flughafen Frankfurt zählte im Zeitraum von Januar bis Ende März mit gut 12,5 Millionen 2,7 Prozent mehr Gäste. Unter ihnen waren besonders viele Passagiere aus Übersee, die am Flughafen mehr einkaufen. Im Schnitt gab ein Fluggast im ersten Quartal 3,93 Euro aus - deutlich mehr als die 3,69 Euro im Vorjahreszeitraum. Der Konzern verdient daran doppelt: Zum einen an der Ladenmiete und dann über eine Beteiligung an den Verkaufserlösen. Mit Shopping und Immobiliengeschäften erzielt Fraport mittlerweile knapp 60 Prozent des Konzerngewinns.

In diesem Jahr rechnet Vorstandschef Stefan Schulte wie gehabt mit zwei bis drei Prozent mehr Gästen in Frankfurt. Im April lag Fraport klar über der Prognose, die Zahl der Passagiere stieg um 7,5 Prozent. Gleichzeitig soll das operative Jahresergebnis auf bis zu 840 Millionen Euro steigen nach 790 Millionen Euro im Vorjahr.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Flughafenbetreiber: Pilotenstreiks können Fraport nichts anhaben"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%