Für 2013
Große deutsche Wirtschaftsprüfer rechnen mit Wachstum

Die „großen Vier“ der Wirtschaftsprüfgesellschaften in Deutschland gehen für 2013 von einem starken Wachstum aus. PwC und Co. liegen damit erneut vor dem Rest der Branche.
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FrankfurtDie vier großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in Deutschland rechnen auch im laufenden Jahr mit einem stärkeren Wachstum als die Branche insgesamt. KPMG, Ernst & Young, PwC und Deloitte erwarten im Schnitt einen Umsatzzuwachs von sechs Prozent, wie die Marktforschungs-Gesellschaft Lünendonk aus ihrer jährlichen Branchenerhebung am Montag berichtete. Die größten 25 deutschen Wirtschaftsprüfer gingen dagegen nur von 4,5 Prozent aus. Damit dürfte sich die Entwicklung von 2012 fortsetzen. Da waren die „Großen Vier“ um 6,3 Prozent gewachsen, die Branche insgesamt nur um 5,6 Prozent. In der Finanzkrise hatten die Branchenführer im Vergleich zu den mittelständischen Firmen deutlich stärkere Einbußen verzeichnet.

Die Branchengrößen profitierten besonders von der Ausweitung des Steuerberatungs- und Unternehmensberatungsgeschäfts, hieß es in der Studie. PwC ist mit 1,5 Milliarden Euro Umsatz weiter der mit Abstand größte Wirtschaftsprüfer in Deutschland, wuchs aber 2012 nur noch um 4,2 Prozent. Den stärksten Zuwachs legte KPMG mit 8,7 Prozent auf 1,31 Milliarden Euro hin, darin ist aber der Zukauf der Beratungsfirma BrainNet enthalten. Die Stuttgarter Ernst & Young kommt mit 1,16 Milliarden Euro (plus 6,4 Prozent) ebenfalls noch auf einen Milliardenumsatz, Deloitte liegt mit 658 Millionen (plus 5,8 Prozent) auf Platz vier. Die folgenden drei Unternehmen setzen schon weniger als 200 Millionen Euro um.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Für 2013: Große deutsche Wirtschaftsprüfer rechnen mit Wachstum "

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  • Waren es nicht ausgerechnet Wirtschaftsprüfer, die Griechenland kurz vor dem Zusammenbruch Bonität bescheinigten und hinterher dann sagten, sie können nichts dafür, weil ihnen nicht alle Unetrlagen vorgelegt wurden?
    Wann hört man endlich auf, auf Wirtschaftsprüfer und Analysten Gerede zu hören? Wann wird erkannt, dass der Kaiser gar keine Kleider an hat?

  • Wenn eintritt was Analysten jetzt prophezeien, dann gibts wirklich Wachstum, aber erst nach dem Knall und da ist er meist gar nicht zu vermeiden!

    Hier die Prognose:
    Deutsche Bank Crash steht anscheinend unmittelbar bevor!
    Mehr hier: http://www.neuemitte.info/publikationen.html

  • Diese Annahme ist genauso falsch wie alle anderen, die von PWC und Genossen gemacht wurden.

    Ein Buchhalter kann eben nur vorhandene Zahlen prüfen.
    Daraus Prognosen abzuleiten, damit sind diese Leute komplett überfordert.

    Apropos Scheinwachstum:

    Der überaus intelligente Herr Gabor Steingart hat in seinem hervorragenden Buch "Unser Wohlstand und seine Feinde" ausführlich begründet, warum alle Wachstumszahlen getürkt sind:

    "Das ausgewiesene durchschnittliche Wachstum in D betrug im Zeitraum der letzten 10 Jahre angeblich 1,5% p.a. Wenn man die Kreditfinanzierung des BIP herausrechnet, hätten wir lediglich 0,1% Wachstum."

    Also alles kalter Kaffee, was uns das Propaganda-Ministerium des Merkel-Politbüros an Zahlen vorsetzt.

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