Für Zukäufe
Immofinanz sichert Kredit mit eigenen Aktien

Die österreichische Immofinanz rüstet sich für Immobilienkäufe in Deutschland. Geliebäugelt wird auch mit der zum Verkauf stehenden GBW. Dabei greift das Unternehmen zu ungewöhnlichen Finanzierungsquellen.
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FrankfurtDer österreichische Immobilienkonzern Immofinanz greift für mögliche Zukäufe wie die BayernLB-Tochter GBW zu einer ungewöhnlichen Finanzierungsmethode. Ein geplanter Bankkredit über 150 Millionen Euro mit einer Laufzeit von drei Jahren solle mit eigenen Aktien besichert werden, kündigte das Unternehmen am Montag an. Dafür wolle Immofinanz Aktien im Umfang von neun Prozent des Grundkapitals zum Börsenkurs an Banken verkaufen und am Ende der Frist zum gleichen Preis zurückerwerben. Der Finanzierungsbeginn sei für Januar geplant.

„Der Einsatz von eigenen Aktien ist eine flexible Form, unsere Finanzierungsstruktur zu optimieren und neue Finanzierungsquellen zu erschließen, um damit unsere Wachstumsstrategie - vor allem in Deutschland - konsequent umzusetzen“, erklärte Vorstandschef Eduard Zehetner. Weitere Aktienrückkäufe seien dadurch nicht ausgeschlossen.

Immofinanz plant Zukäufe in Deutschland und hat unter anderem ein Auge auf die zum Verkauf stehende GBW geworfen. Zehetner hatte angekündigt, sich von der BayernLB die Verkaufsunterlagen zu besorgen. Die Österreicher müssen sich auf starke Konkurrenz einstellen: Auch die betroffenen Kommunen und die Augsburger Immobiliengesellschaft Patrizia haben Interesse angemeldet. Zudem dürften auch noch Finanzinvestoren ihren Hut in den Ring werfen. Immofinanz selbst hatte zuletzt liquide Mittel von über einer Milliarde Euro.

Die BayernLB muss ihre Immobilientochter mit mehr als 32.000 Wohnungen in Süddeutschland verkaufen, um eine Auflage der EU-Kommission im Gegenzug für milliardenschwere Staatshilfen zu erfüllen. Der Deal soll bis April 2013 über die Bühne gehen.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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