Fusion von Publicis und Omnicom
Per Mega-Merger zur neuen Werbe-Marktmacht

Samstag war es noch ein Gerücht, am Sonntag bestätigen die Beteiligten: Per Aktientausch wollen zwei der größten Werbeagenturen fusionieren. Der Marktwert des neuen Konzerns liegt bei 35 Milliarden US-Dollar.
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ParisDas ist der Deal des Jahres in der Werbebranche, wenn er über die Bühne geht: Zwei der weltweit größten Branchenvertreter stehen vor dem Zusammenschluss. Mittels Aktientausch wollen die französische Publicis und die US-amerikanische Omnicom ein neues gemeinsames Unternehmen bilden, wie beide Konzerne am Sonntag bekanntgaben. Der fusionierte Konzern hätte bessere Chancen auf Wachstumsmärkten wie Brasilien, China und Russland, sagte Analyst James Dix von Wedbush Securities. Der Deal dürfte aber die Wettbewerbshüter auf den Plan rufen, ergänzte er.

Die bisherigen Aktionäre sollen nach dem Abschluss des Deals jeweils 50 Prozent der Anteile halten. Publicis-Chef Maurice Levy und Omnicom-Chef John Wren wollen das neue Unternehmen als gleichberechtigte Vorstandsvorsitzende führen. Durch die Fusion kommen so bekannte Werbeagenturen wie BBDO Worldwide (Omnicom) und Saatchi & Saatchi (Publicis) unter ein gemeinsames Dach. Zu dem neuen Branchenführer mit insgesamt mehr als 130.000 Mitarbeitern gehören auch Razorfish und Ketchum.

Das kombinierte Unternehmen würde den Branchenriesen WPP als weltweite Nummer Eins ablösen. Der Marktwert des neuen Konzerns liegt bei 35 Milliarden US-Dollar. 2012 erlösten Publicis und Omnicom zusammen 23 Milliarden Dollar. Der Zusammenschluss könnte die zum Teil ohnehin schon gebeutelte Medienbranche weiter unter Druck setzen. Die schiere Größe und die weltweite Verbreitung des neuen Unternehmens könnte dessen Kunden zu günstigeren Preisen für Kampagnen im Fernsehen, Internet sowie in Zeitungen und Zeitschriften verhelfen. Das Vorhaben muss allerdings noch von verschiedenen Wettbewerbsbehörden genehmigt werden.

Die Vorstände der beiden Unternehmen hätten den Zusammenschluss einstimmig gebilligt, teilten Omnicom, die Nummer zwei auf dem Weltmarkt, und Publicis, weltweit auf Rang drei, am Sonntag in Paris mit. "Viele Jahre lang hatten wir großen Respekt füreinander sowie für die Unternehmen, die wir jeweils leiten", erklärten Levy und Wren. "Dieser Respekt ist in den vergangenen Monaten gewachsen, als wir daran gearbeitet haben, diese Vereinigung Wirklichkeit werden zu lassen."

Die Aktien sollen sowohl an der New Yorker als auch an der Pariser Börse gehandelt werden.

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AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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  • erinnert mich irgendwie an die Übernahmeschlachten bei den Schreibmaschinenherstellern Anfang der 1990er Jahre..

  • Das wird auf Dauer zu Querelen führen - denkt an meine Worte.

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